Quartett

 GB 2012

Quartet

Drama, Komödie 25.01.2013 98 min.
6.80
Quartett

Dustin Hoffmans Regiedebüt führt uns in eine sehr luxuriöse Villa, wobetagte MusikerInnen und ehemalige Opernstars ihren rüstigen Lebensabend verbringen.

Dustin Hoffmans Regiedebüt basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Ronald Harwood (der auch das Drehbuch schrieb) und das seinerseits auf Daniel Schmids legendären Dokumentarfilm "Il Bacio di Tosca" über das von Giuseppe Verdi gegründete Künstler-Altersheim "Casa di Riposo per Musicisti" in Mailand zurückgeht; ein heiteres Ensemblestück, das sich um die alljährliche Aufführung einer Benefiz-Gala zu Ehren von Verdis Geburtstag dreht, um die Allüren des eitlen Impresarios (Michael Gambon), um das öffentliche Auftreten einer ehemaligen Opern-Legende (Maggie Smith) und um Freundschaft, enttäuschte Liebe und Versöhnung. Hoffmans Verfilmung konzentriert sich mit großem Feingefühl darauf, seine SchauspielerkollegInnen mit witzigen Dialogen und einem Wechselspiel aus leisen Momenten und primadonnenhaftem Pathos glänzen zu lassen. Mit populären Verdi-Nummern auf der Tonspur erfreut dieses wunderbare Kinomärchen auch die Ohren des Publikums.

Details

Maggie Smith, Michael Gambon, Billy Connolly, Sheridan Smith, Pauline Collins, Tom Courtenay u.a.
Dustin Hoffman
Dario Marianelli
John de Borman
Ronald Harwood
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Diven & Heldentenöre
    Ein völlig unaufgeregter Film mit einer Reihe von Leinwandlegenden, die – inzwischen in die Jahre gekommen – nun sich selber spielen, allerdings hier mit der Variante aus dem Musikfach: sie sind Operndiven oder Heldentenoere, die eine erfolgreichre Karriere hinter sich haben. In einem Altenheim für pensionierte Musiker treffen sie sich wieder. Und wie so oft im Leben treffen sich einige zweimal. So ergeht es Maggie Smith und Tom Courteney, die eine Ehe und eine Scheidung hinter sich haben. Ihr Zusammentrefffen bringt die Leinwand zum Knistern oder macht den Griff zum Taschentuch unvermeidlich. Tom Courtney schaut so ernsthaft traurig, dass die Hölle zufrieren könnte. Grosse Emotionen in alt-ehrwürdigen Gefaessen. Das Anzuschauen altbekannter Filmgrößen ist der einzige Spass des Ganzen. Daneben sorgt der unverwüstliche Billy Connolly für allgemeine Erheiterung, wenn er den Schwerennöter gibt. Herrlich dazu passend das weibliche Pendant Pauline Collins, die hier bezeichnenderweise Cissy heisst. Eine grossartige Ensembleleistung, die zeigt, wie locker und bisweilen frech die Oldies sein können , aber auch wie verletzlich. Und das nicht nur in ihrem Drang nach Annerkennung als ehemalige Weltstar der Opernwelt. Regsisseur Dustin Hofmann beweist hier, dass er auch hinter der Kamera äußerst gefühlvoll und witzig sein kann. Bei aller Professionalität gelingt es ihm jedoch nicht mit seinen Superstars echte Tiefenforschung zu betreiben. Es bleibt alles hübsch nett im Wohlfühlkästchen an der Oberfläche. Auch mal ganz nett!