Requiem (2005)

 D 2005
Drama 21.04.2006 93 min.
7.00
film.at poster

Mit dem Fahrrad quält sich die junge Frau eine Anhöhe hinauf. Oben angekommen, sinkt sie in einer Kapelle nieder und betet. Zu Hause findet sie die Zulassung zum Pädagogikstudium in Tübingen vor, doch die Mutter reagiert – im Unterschied zum erfreuten Vater – abweisend. Gegen den Widerstand der Mutter bezieht die Tochter ein Zimmer im Studentinnenwohnheim in Tübingen.

In drei knappen Sequenzen etabliert Hans-Christian Schmid die Ausgangslage seines Films: Michaela Klingler, eine junge Frau, die in einem streng katholischen Umfeld aufgewachsen ist und wegen epileptischer Anfälle ein Schuljahr versäumt hatte, löst sich mit Hilfe des Vaters vom beengenden Elternhaus. Eine Spätpubertierende läuft gegen den von Mutter und Kirche verordneten Stillstand Sturm. Von der ersten Einstellung an rennt Michaela durch ihr Leben; die Energie der Eröffnungssequenz wandelt sich zum schwerelosen Tanz auf einer Party, bei dem Michaela langsam um die eigene Mitte kreist und dabei auch ihre innere Einsamkeit zu verlieren scheint.

Doch Michaelas Glück dauert nie lange. Auf einer Wallfahrt nach Italien bricht sie zusammen, glaubt Stimmen zu hören, nach einem weiteren Anfall in Tübingen kehrt sie panisch nach Hause zurück und sucht Hilfe beim Ortspfarrer. Der verweist sie an einen jungen Kollegen, der Michaela in Tübingen besucht und im gemeinsamen Gebet Linderung verspricht. Michaela kann ihren Zustand nicht länger vor ihrer Studienkollegin und Jugendfreundin Hanna verbergen, erklärt sich auf Hannas Drängen bereit, einen Arzt aufzusuchen, psychiatrische Hilfe aber verweigert sie. Am Weihnachtsabend kommt es zu einem heftigen Streit mit der Mutter, Michaela verlässt fluchtartig die elterliche Wohnung und kehrt nach Tübingen zurück, wo sie die Fertigstellung einer schriftlichen Arbeit als religiöse Prüfung betrachtet. Ihr Freund Stefan unterstützt sie aufopferungsvoll, doch Michaelas Einsatz hat seinen Preis. Nach einem neuerlichen Zusammenbruch bringt Stefan die vollkommen Erschöpfte zu den Eltern. Selbst der Vater glaubt, seine Tochter sei von Dämonen besessen. Michaela stimmt nach kurzer Abwehr einem Exorzismus durch Pfarrer Borchert zu.

Details

Sandra Hüller, Burghart Klaußner, Imogen Kogge, Friederike Adolph, Anna Blomeier, Nicholas Reinke, Jens Harzer u.a.
Hans-Christian Schmid
Bogumil Godfrejow
Bernd Lange
Filmladen

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken