Salvo

 I/F 2013
Drama, Romanze, Krimi 103 min.
6.00
film.at poster

Salvo ist der klassische einsame, kalte Killer, der im Auftrag der Mafia unliebsame Konkurrenz oder Verräter erledigt. Als der Mann mit den eisigen blauen Augen für einen Job in ein Haus eindringt, trifft er unvermutet auf ein schönes, blindes Mädchen und entschließt sich, dessen Leben zu schonen. Aus der Zufallsbegegnung wird eine Zwangsgemeinschaft, der Auftragsmörder muss seine Gefühle neu kalibrieren. Ein düsterer Film, der mit wenigen Worten auskommt und in langen Schwenks und Einstellungen jene Momente zwischen den Gewalttaten auskostet, in denen scheinbar nichts passiert und die doch das ganze Leben enthalten.

Details

Saleh Bakri, Sara Serraiocco, Luigi Lo Cascio, Mario Pupella
Fabio Grassadonia , Antonio Piazza
Guillaume Sciama
Daniele Cipri
Fabio Grassadonia, Antonio Piazza
Films Distribution

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Die blinde Rita
    Es hätte ein ganz großer Film werden können, aber mit dem kleinen Makel ist es nur ein Guter geworden. Die Regisseure Grassadonia und Piazza haben die Blindheit der schönen Rita (Sara Serraiocco) nicht konsequent durchgezogen. Anfangs wollen sie uns glauben machen, dass sie blind sei, dann nur lichtempfindlich, dann sah sie nur verschwommene Umrisse, am Ende schaut sie ganz klar und erkennt alles. Die anfängliche Blindheit ist überzeugend gespielt. Dies schafft Raum für Ritas Erkenntnis, dass da jemand (Salvo) im Haus ist. Sie singt.
    Ritas Handikap ist für die Handlung wichtig, denn der Killer Salvo (Saleh Bakri) verliebt sich in sie und anstatt die Zeugin zu beseitigen, sperrt er sie ein. Eindrucksvoll ihr anfängliches Aufgebehren: Dunkelheit, Schreie, Dunkelheit…Doch wie im Stockholm-Syndrom mag sie ihn auch und hilft dem Verwundeten Salvo sogar. Die Mafia will ihren Tod. End vom Lied: Händchenhalten beim Sonnenuntergang, Rita geht, man hört ein Schiffshorn.
    Der Film hat fast keinen Soundtrack und die Spannung kommt aus der unerträglich langen Stille und der fast totalen Dunkelheit, die bis an die Grenze des Erkennbaren reicht. Salvo wird stilisiert: er isst fast nichts, trinkt nur Wasser, schläft fast nie und redet wenig.
    Wie gesagt: spannend allemal aber mit kleinem Makel, d.h. Abzüge in der B-Note.