San Fernando Cowboy

 USA 2005

Down in the Valley

Drama, Romanze 114 min.
6.50
San Fernando Cowboy

Edward Norton liefert in diesem atmosphärischen Neowestern das vielschichtige Porträt eines Verlorenen.

Durch Zufall lernt die 18-jährige Polizistentochter Tobe Sommer (Evan Rachel Wood) den charismatischen Harlan (Edward Norton) kennen, einen anscheinend heimatlosen Mittdreißiger. Sie lässt sich auf eine romantische Affäre mit dem ebenso geheimnisvollen wie sensiblen Vorstadtcowboy ein. Auch ihr jüngerer Bruder Lonnie (Rory Culkin) ist von Harlan fasziniert - sehr zum Ärger des Vaters, der seinen Kindern jeglichen Kontakt mit dem viel älteren Mann untersagt. Trotzdem sucht der labile Harlan weiterhin den Kontakt zu der Familie. Bei seinem Versuch, heimlich mit Tobe durchzubrennen, eskaliert die Situation.

Details

Edward Norton, Evan Rachel Wood, Ellen Burstyn, David Morse, Rory Culkin, Bruce Dern, u.a.
David Jacobson
David Jacobson

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User Kritiken

  • Drunten im Tal
    Groteske Cowboy-Ballade mit sozialkritischem Einschlag. Es beginnt als Love Story und endet als Abgesang auf eine untergegangene Welt. Der herumziehende Cowboy Harlan (Edward Norton) gerät in eine Rumpffamilie, die aus einem alleinerziehenden, strengen Vater, seine hochnotgeilen, frühreifen Tochter und ihrem orientierungslosen kleinen Bruder besteht. Den Kids vermittelt der etwas sonderbare Romantiker seine Lebensphilosophie: Finde heraus, wer du bist und lebe dann deinen Traum. Zu den Zeiten als die Cowboys das Leben bestimmten, ging das vielleicht noch an. Heute gerät man schnell mit dem Gesetz in Konflikt. Man kann sich - wie wir sehen - kurzfristig in die Illusion einer Western-Stadt retten. In der Umgebung entstehen aber schon Neubauten. Die Zeit der Cowboys ist wohl endgültig vorbei. Man kann sich heute auch nicht mehr seinen Weg freischießen. Das versucht Edward Norton, der die Figur so zwischen realitätsfernem und unverbesserlichem Eigenbrödler anlegt, wobei er einen Hauch von Schizophrenie erahnen lässt. Das ist allemal sehenswert. Der sonderbare Schluss betont dann allerdings die groteske Grundeinstellung: alles nur Asche im Wind! Echte Western-Fans kommen hier nicht voll auf ihre Kosten. Eher noch Sozialkritiker.