Shahada

 D 2009
Drama 90 min.
Shahada

Der Film erzählt die Geschichten von drei jungen Muslimen in Deutschland, deren bisherige Werte und ihr Glaube durch persönliche Krisen ins Wanken geraten sind.

Auf berührende Weise thematisiert Regisseur Qurbani in seinem Film das oftmals widersprüchliche, komplexe Verhältnis von Religion und Kultur, vom Islam im 21. Jahrhundert und der vielfältigen Gesellschaft im heutigen Berlin.

Details

Carlo Ljubek, Jeremias Acheampong, Marija Skaricic u.a.
Burhan Qurbani
Daniel Sus
Yoshi Heimrath
Burhan Qurbani, Ole Giec

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Glaubensbekenntnis
    Die fünf Kapitelüberschriften sind wohl wegweisend. Darunter finden wir z.B. „Beginn der Reise“ „Hingabe“ „Selbstaufgabe“ oder „Entscheidung für einen Weg“. Wir erhalten einen Einblick in die Denkweise der Muslime in unserem Land. Im Vordergrund stehen dabei die Probleme, die ihnen am meisten am Herzen liegen bzw. mit deren Lösung, sie sich besonders schwer tun: Abtreibung, Homosexualität und andere Frauenprobleme. Dabei gibt es einen heftigen Streit über den rechten Weg zwischen gemäßigten und strenggläubigen Muslimen.
    Anfangs liefern authentische Bilder eine beeindruckende Sozialstudie. Es gibt interessante bildliche Überschneidungen, die durch Wiederholung einen neuen Blickwinkel schaffen. Äußere gemeinsame Erfahrung wie Hagel und die Disko zeigen Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren auf. Wir lernen das Umfeld kennen. Doch dann erlahmt der anfängliche Schwung etwas und das Interesse wird auf eine harte Probe gestellt, denn es geht nicht mehr so zügig weiter wie bisher. Lange Dialoge wechseln mit weiblicher Hysterie und so bekommen die Tiefgläubigen, trotz aller offenkundigen Toleranz, doch allmählich das Übergewicht, nachdem einige problematische Handlungsstränge FFE-mäßig zugekleistert werden. Aller Ehren wert und im Detail sogar recht mutig.