Small World

 F/D 2010
Drama 17.12.2010 ab 8 115 min.
6.60
Small World

Ein alternder Freigeist, der immer verwirrter erscheint, wird von der reichen Familie seines Kindheitsfreundes aufgenommen, die jedoch zusehends beunruhigter auf seine Erinnerungen reagiert. Die junge Frau des Familienerben kommt einem lebensgefährlichen Geheimnis auf die Spur.

Den alternden Freigeist Konrad Lang, der zusehends alltägliche Dinge vergisst, zieht es zurück in den Schoß der Industriellen-Familie Senn. Er ist der Kindheitsfreund von Thomas, dem Sohn der Familie. Thomas' Mutter, das resolute Familienoberhaupt Elvira Senn gewährt Konrad zwar Unterkunft, reagiert jedoch zunehmend beunruhigt und ablehnend auf Konrads Erinnerungen.
Simone, die junge Frau des Familienerben beobachtet mit Verwunderung die wachsende Nervosität der Familienangehörigen. Sie fühlt sich zu dem verwirrten Alten hingezogen, während der Rest der Familie sich kühl distanziert. Als Simone auch noch damit beginnt, das Puzzle aus Konrads Erinnerungen zusammen zu setzen, ahnt sie nicht, dass sie damit einem lebensgefährlichen Geheimnis auf der Spur ist ...

Details

Gérard Depardieu, Alexandra Maria Lara, Nathalie Baye, Niels Arestrup, Pascale Arbillot
Bruno Chiche
Klaus Badelt
Thomas Hardmeier
Bruno Chiche
ThimFilm
ab 8

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Senn Clan
    Eine gelungene Literaturverfilmung. Ein Gesellschaftsporträt aus der Welt des Geldadels. Hier geht es um Verdrängen und Vergessen, um eine geraubt Jugend und um den berühmten Teppich, unter den alles Unangenehme gekehrt wird oder wenigstens solange unter Verschluss gehalten wird, wie irgend möglich. Dabei geht man innerhalb des Senn-Clans nicht zimperlich miteinander um. Aber das ist nur der Hintergrund. Im Vordergrund steht Konrad, der großartige Gèrard Depardieu, der trotz seiner Körperfülle einer sensiblen Figur Format verleiht. Und er hat Alzheimer! Selten wurde dieses Thema so humorvoll und mit so unendlich viel Herz dargestellt. Es gibt Momente, da werden die Augen feucht. Ihm zur Seite, die nicht minder hervorragende Simone, Alexandra Maria Lara. So eindeutig klar vorgeben wie Depardieus Weg ins Vergessen ist, so ambivalent sind ihre Möglichkeiten, ihre Erkenntnisse in konsequentes Handeln umzusetzen. Depardieu entwickelt sich mit seinen Langzeiterinnerungen rückwärts in seine Kindheit, Simone hingegen gestaltet ihre Zukunft. Und hier kommt genialerweise noch eine dritte Komponente hinzu, an der Konrad und Simone beteiligt sind: die Aufdeckung eines tödlichen Familiengeheimnisses, das viele Jahrzehnte zurückliegt. So kommt auch noch Spannung auf, die mitunter von wunderschönen, lyrischen Bildern retardiert wird. Einfach ein Muss!