Späte Chrysanthemen

 J 1954

Bangiku

Drama 102 min.
7.50
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Bangiku erzählt von vier müde gewordenen, alternden Geishas, für welche die Fassadenwelt einer männlichen Gesellschaft nur Desillusion, Ausbeutung und Einsamkeit bereitstellt.

Naruse: "In meinen Filmen geschieht sehr wenig, und sie enden ohne Ergebnis - wie das Leben." Das Universum, das Naruse beschreibt, ist der Kreislauf fixierter Gewohnheiten; seine Beschreibung vollzieht sich - in Assimilation zum Beschriebenen - als Absenz jeglicher Dramatik.

Naruses Themen erschaffen seinen Stil, Naruses Stil erschafft seine Themen. Dadurch, dass aller Aufruhr aus dem endlosen Zirkel der Tage und Jahre ausgetilgt bleibt (selbst die Art, Gefühle zu zeigen, ist in ihm formalisiert), erlangt noch die geringste emotionelle Reaktion der Menschen den Stellenwert einer ungeheuren Entbergung.

Bangiku erzählt von vier müde gewordenen, alternden Geishas, für welche die Fassadenwelt einer männlichen Gesellschaft nur Desillusion, Ausbeutung und Einsamkeit bereitstellt. Eine Augenbewegung, das Zählen von Geldscheinen, das kurze Pochen auf eine Fahrkarte sind in diesem Meisterwerk Naruses bewegender als Schlachten und Vulkanausbrüche. (H.T.)

Details

Sugimura Haruko, Uehara Ken, Sawamura Sadako
Naruse Mikio
Tanaka Sumie, Ide Toshirô nach Bangiku, Suisen, Shirasagi von Hayashi Fumiko

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