Love Comes Lately - Für die Liebe ist es nie zu früh

 USA 2007

Love Comes Lately

Romanze 19.12.2008 87 min.
5.80
Love Comes Lately - Für die Liebe ist es nie zu früh

Obwohl er auf die 80 zugeht, geht der Schriftsteller Max Kohn (Otto Tausig) seinem realen und imaginären Liebesleben mit jugendlicher Vitalität nach.

Obwohl er auf die 80 zugeht, macht der Schriftsteller Max Kohn (Otto Tausig) keinerlei Anstalten, ruhiger zu werden. Er geht seinem realen und imaginären Liebesleben mit jugendlicher Vitalität nach. Dabei riskiert er seine Beziehung zu Reisel, die Frau, die er liebt, aber vernachlässigt. Das Drehbuch beruht auf drei Kurzgeschichten von Isaac Bashevis Singer, die beim Diogenes Verlag unter dem Titel Späte Liebe erschienen sind. Im Nachwort dazu schreibt Jan Schütte: Die Geschichten von Leuten, die den Zenith ihres Lebens überschritten haben, haben einen groen Stellenwert in Singers Werk. Ich kenne keinen anderen Schriftsteller, der sich so sehr mit den Sehnsüchten alter Menschen beschäftigt hat. Im Vorwort zu seiner Sammlung Old Love, Geschichten von der Liebe schreibt Singer: Die Liebe alter oder im mittleren Alter befindlicher Menschen ist ein Thema, das mehr und mehr Raum in meinen Arbeiten einnimmt. In der Literatur sind alte Menschen und ihre Gefühle vernachlässigt worden. Die Romanschriftsteller haben uns niemals gesagt, dass in der Liebe, wie auf anderen Gebieten, die Jungen erst Anfänger sind und dass die Kunst des Liebens mit dem Alter und mit der Erfahrung reift.

Details

Otto Tausig, Tovah Feldshuh, Barbara Hershey, Rhea Perlmann, Elisabeth Peña, u.a.
Jan Schütte
Henning Lohner
Edward Klosinski
Jan Schütte, basierend auf Isaac Bashevis Singers Kurzgeschichten
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Späte Liebe
    Hier hat Jan Schütte seinen Lieblingsschauspieler (Otto Tausig) mal nicht in einer Komödie eingesetzt, obwohl es schon komische Dialoge und Situationen gibt, die zum Schmunzeln anregen, wenn der 80-Jährige Max von diversen Frauen immer wieder angebaggert wird. Und es sind auch ganz unterschiedliche Typen von Frauen mit unterschiedlichen Motiven. Aus der Reihe der mehr oder weniger liebeshungrigen älteren Damen sei nur Barbara Hershey erwähnt, von der man lange nichts gesehen hat und die als Einzige souverän zum Zuge kommt. Es wird aber auch von den Schwierigkeiten erzählt, die man beim Anknüpfen von Beziehungen im Alter hat. Die Hilflosigkeit des alten Max, der zum Helden wider Willen wird, wird sehr warmherzig dargestellt.
    Dann gegen Ende gelingt dem Regisseur eine Überschneidung von literarischen Begebenheiten (er liest aus einer Kurzgeschichte vor) und der Realität. Beide Elemente haben den gleichen Inhalt. Damit nimmt er uns mit auf eine Ebene, in der Ort und Zeit bedeutungslos werden. Man ist sich nicht sicher, ob das Geschehen lediglich Fiktion ist oder Wirklichkeit. Das weckt unser Interesse, macht betroffen und lässt schließlich auch wieder aufatmen.
    Natürlich ist die Zielgruppe 70 plus, aber auch Gerontologen werden gut unterhalten.