Stage Beauty

 GB/D/USA 2004
Drama 23.12.2005 110 min.
7.20
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Ein frech-frivoler Trip hinter die Kulissen der ganz und gar nicht angestaubten Londoner Theaterwelt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Wir schreiben die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts und auf englischen Bühnen sind ausschließlich Männer erlaubt. Maria ist die Garderobiere des berühmtesten Schauspielers seiner Zeit - Edward "Ned" Kynaston, der vor allem durch seine Verkörperung der Desdemona in Shakespeares "Othello" zu Starruhm gelangte. In Maria hat Ned nicht nur eine glühende Verehrerin, sondern auch eine heimliche Nachahmerin gefunden. Da Frauen per königlichem Gesetz das Spielen verboten ist, "borgt" sie sich die verschwenderischen Kleider von Kynaston und tritt heimlich in einer zwielichtigen Schenke auf - mit großem Erfolg. Währenddessen ist König Charles II der klassischen Theaterinszenierungen müde, zumal niemand auf seinen Vorschlag eingeht, "Othello" mit ein paar Späßen aufzulockern. Mit ein bisschen Nachhilfe von seiner kecken, theaterbegeisterten Mätresse Nelly Gwyn entscheidet er, dass ab sofort nur noch "echte" Frauen auf der Bühne Frauen verkörpern sollten. So muss Ned Kynaston buchstäblich über Nacht die Bretter, die für ihn die Welt bedeuten, verlassen und Maria wird der neue Star am Theaterhimmel. Vom Rampenlicht ausgeschlossen, scheint Ned den Boden unter seinen Füßen zu verlieren, bis Maria ihn sucht und auf die Bühne zurückbringt.

Details

Billy Crudup, Claire Danes, Rupert Everett, Tom Wilkinson, Ben Chaplin u.a.
Richard Eyre
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Kritiken

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User Kritiken

  • Leben und Tod
    Der Vergleich mit ’Shakespeare in Love’ geht in Ordnung. Zeitlich etwas später angesiedelt, üppig ausgestattet und mir tollen Schauspielern kann er dem Vorbild durchaus das Wasser reichen. Es geht anfangs um das Bühnenverbot von Männern in Frauenrollen und umgekehrt unter Charles II. Das bedeutet das Ende der Karriere eines Topstars der Zeit (Billy Crudup). Mit Witz und Tempo wird der Gegenpol dazu aufgebaut: Clare Danes anfangs Garderobiere spielt trotzdem dagegen an und wird seine Konkurrentin. Aber der geniale Höhepunkt ist das Finale auf der Bühne, wo nicht nur die Theaterbesucher damals den Atem anhalten, sondern auch die Zuschauer heute. In der Mordszene im Othello zeigt Richard Eyre wie weit eine glaubhafte Aufführung gehen kann. So nah am Leben dran und gleichzeitig so nah am Tod ist selten etwas so glaubhaft und packend inszeniert worden. Ein Film, der hinter die Kulissen schaut, menschliche Schwächen offen legt und mit viel Sympathie die Schauspieler agieren lässt.

  • wirklich gut - Teil 1
    Inhalt:

    Würde NED KYNASTON (Billy Crudup) heut zu Tage leben, er wäre wohl dem Selbstmord nahe, denn das Frauen auf der Bühne spielen, und noch dazu mehr Geld verdienen als so mancher Mann, was auch rechtens ist, würde ihm das Herz brechen. Zu dieser Zeit als Shakespeare berühmt war, und beliebt auf jeden Bühnen, war es Frauen strengstens verboten Frauen in Frauenrollen darzustellen.

    Es waren Männer wie NED die diese Rollen spielten, der als Hermaphroditähnlicher Mann 3 Jahre im Keller mit 14 Knaben verbracht hat, im Waisenhaus um durchzusetzen das er nicht für harte Arbeit und Sex missbraucht werden sollte, sondern eben Schauspielen kann, 4 Jahre hat er gebraucht um öffentlich darum zu kämpfen, und heute ist er der gefragteste Schauspieler Englands, und er lebt fast in seinem Theater.

    Die Puritaner haben damals keine Macht mehr gehabt, glaubte man, aber leider doch noch, England 1660 ist ein Scheißloch, vor allem London, Dekadenz, Huren, und der Spaß eine Frau zu ficken, und darüber sich zu amüsieren, bei Hof natürlich, macht die Runde bei den Aristokraten.

    NED ist schwul, wie fast alle Männer in Frauenrollen damals, und hat einen Gönner, den Herzog von Buckingham, GEORGE VILLIARS (Ben Chaplin) der sich beim König CHARLES II. (Rupert Everett) für ihn einsetzt, das er bei der Party dabei sein kann, wo leider auch MARIA (Claire Danes) auftritt und an das Licht der Öffentlichkeit kommt, das seinen Gehilfin, seine Garderobiere die ist, die seine Rolle Desdemona spielt, und noch dazu besser als NED selber.

    NED ist voller Starallüren, MARIA war mal in ihn verliebt, eifersüchtig auf GEORGE, und der einzige der noch was tun kann ist der Theaterbesitzer BATTERTON (Tom Wilkinson), stets ein Gönner für die Armen und Entrechteten, im Theaterbereich, er gibt jedem eine Chance.

    Und nicht zu vergessen die königliche Mätresse NELL GWYNN, ohne die MARIA nicht so viel gekonnt und gemacht hätte, denn 6 Wochen nach dem bekannt wurde das eine Frau eine Frauenrolle spielt, und der sexhungrige König CHARLES eine neue Proklamation erlässt das Frauen doch spielen dürfen, ist MARIA ein Star. Wer hat das wohl bewirkt? NELL und Ihre Lippen natürlich.

    Dann wäre da noch Sir EDWAD HYDE (Edward Fox) aber der spielt nur ne kleine Rolle. MARIA war die Erste Ihrer Art, die 1. Schauspielerin Englands, und NED war in England der letzte Mann der eine Frauenrolle spielte, wie es üblich war, die Zeit der Änderung ist da.

    Meinung und Infos:

    Also mit Bühnenschönheit, so heißt der Titel übersetzt auf Deutsch, kann ich keine Person bezeichnen. Ich glaube die Leute waren früher alle hässlich. Nicht so Heidi Klum mäßig nett, sondern einfach, so dicklich, Rubensfrauenhässlich, so irgendwie wie lauter verschrumpelte Kartoffeln. Der 112 Minuten lange Film hat viele Ähnlichkeiten mit ¿Nicholas Nickelby¿ durch seine Altmodische Filmweise, und die Erzählstruktur, die wie auf einem Christbaum aufgeknüpft war, dann ein bißchen wie ¿Shakespeare in Love¿ weil es um Liebe, um Shakespeare genauso geht, dann ein bißchen von ¿The Hour¿ wegen der künstlerischen Erzählweise, dann hat er ein bißchen von ¿Gosford Park¿, der war nämlich auch so attraktiv und langweilig, so kostümverliebt und fade. Dann ist der Film ein bißchen böse, ungefähr so wie ¿Leben ¿ ein Sechserpack¿ und er hat den Publikumsreis bei den örtlichen Phönix Film Kritiker Preisen gewonnen, eh was unbedeutendes.

    Billy Crudup am 8.7.1968 in New York geboren spielt die Hauptrolle, und das recht gut, weil man sieht das er eine Schwuchtel ist, nicht so ganz, aber etwas, und er wirkt für den Film gar nicht so ungeeignet, als Schwuchtel und als Performancekünstler damals im Englischen Theater, aber da hätte man auch einen besseren gefunden vielleicht. So vom Film her, der mich eh nicht so ganz interessiert kann ich sagen, ja der war gut, die Filmmusik war nicht übel, sie gefiel mir nicht, aber sie hat einen gewissen klassischen Ansatz, und die Kameraführung im Film war auch recht ruhig,

    traurig - Teil 3
    eingeräumt hat zu entscheiden wer die Besetzung für was auf der Bühne in seinem Theater spielen darf. Schließlich ist ja Ned der beste Schauspieler Englands. Da ist die Rede eben das keine Frau auf der Bühne jemals mit Ned stehen wird, das ist eine Frechheit und was weiß ich, da platzt auf einmal Nell Gwynn rein, die königliche Mätresse, die alles kriegt was sie will weil sie hervorragend blasen kann, und die setzt sich natürlich für Maria ein, denn sie ist ja auch eine Frau, und sie wollte auch auf der Bühne vorsprechen. Da fühlt man totale Freude, als die 2 dann wütend zu Recht von dannen ziehen, über so viel männlichen Scheiß Egoismus und altertümliche Idiotie, einfach herrlich.

    Dann ist es noch fantastisch als sich Maria ins andere Theater anfangs rausschleicht um Ihre Rolle zu spielen, was ja damals verboten war, einfach super.

    Natürlich hat der Film auch ein Drehbuch, das ist von Jeffrey Hatcher und genau dieser war auch für das Drehbuch verantwortlich, darum ist der Film auch so wie das Buch geworden. Der Kampf um die Anerkennung der Frau, die Liebe auf der Bühne, die frappante stetige Ähnlichkeit mit ¿Shakespeare in Love¿ können gut oder auch mies und lästig sein, egal, der Film hat mir doch letztendlich gefallen. Gut eine Szene als GEORGE seine längst verflossene Liebe und den Wunsch an NED erklärt, in ihm sah er eine Frau, doch jetzt ist NED ein Mann, ein Etwas, und das spielt Billy wirklich gut, denn man merkt richtig, he wo ist da die Identität von ihm, wo ist er geblieben, was hat er erlebt, das er so tief fallen kann, tja eine Frau ist an seine Stelle getreten, und da fing wohl die Emanzipation an, öffentlich, Claire Danes die Erste Emanze. Passt eh gut in die Zeit voller Wanzen.

    346 Jahre später verdient Julia Roberts 20 Millionen US $ pro Film. Die knapp 50 Millionen US $ Produktion hat nicht mal seine Kosten in den USA eingespielt. Historisch gesehen ist es nicht geklärt was an dem Film wahr ist, außer das MARIA wirklich die 1. Schauspielerin aller Zeiten in England war. Wäre Oliver Cromwell von 1642 ¿ 1660 nicht vorherrschend gewesen, der Puritanerarsch, dann hätten Frauen nicht 18 Jahre lange Auftrittsverbot gehabt, das hat dann König CHARLES geändert.

    Mir gefiel der Film teilweise an einigen wunderschönen Szenen, z.B. als Kynaston einen Mann spielen soll und er aber eine Frau spielen soll.

    80 von 100

    spannend und nett - Teil 2
    auch recht ruhig, nie stressig und überfordernd, sondern gerade ausreichend.

    Claire Danes, 12.4.1979 in New York geboren ist der Geilheitsfaktor des Filmes, die sieht immer gut und süß aus, spielt auch eine nette Rolle, man merkt Ihr die Eifersucht so richtig nett an, sie paßt auch gut, wie sie verheimlicht das sie wem liebt, und sie hat meiner Meinung nach den im Film wichtigsten Auftritt, weil die Person die sie darstellt, ruft nach mehr, man will wissen, wie geht es mit ihr weiter, während mir die anderen egal sind. Witzig das sie 1997, die Erste Wahl im Film ¿Titanic¿ war bevor sie durch Kate Winslet abgelöst wurde.

    Rupert Everett spielt König Charles den 2. recht nett, wahrscheinlich weil der am 29.5.1959 in Norfolk in England geborene Schauspieler die meiste Erfahrung der anwesenden hat, er is ja am ältesten, oder fast am Ältesten der Schauspieler im Film. Alle sind natürlich dekadent, alle sind irgendwie so sexgeil, und heut zu Tage währen das lauter Zuhälter.

    Halt einer ist noch älter, Tom Wilkinson, 12.12.1948, geboren in Leeds, 70 Filme hinter sich, spielt so einen alten Knacker, ist nett, spielt auch normal, hat ein nettes Kostüm an, und ein hässliches Gesicht, ich finde der paßt einfach in die alte Zeit, die Leute waren damals eh alle hässlich.

    Der Buckinghamherzog den Ben Chaplin spielt, 31.7.1970 geboren, schon viel hinter sich, ist meiner Meinung nach zu jung, aber eh egal, die Herzoge waren damals sowieso auch irgendwann jung, bevor sie nicht so schön wurden, was man bei den Frauen alle gut sieht, denn die haben so viel Rouge und Makeup oben, das ein Windstoß reicht, und in London verbreitet sich eine 2. weiße Sahara.

    Sir Edward Hyde, den habe ich nicht mehr so im Gedächtnis, aber den spielt Edward Fox, der ist am 13.4.1937 im Londoner Stadtteil Chelsea geboren, der hat einen kleinen Auftritt, ich weiß nicht mehr welchen, aber er hat mitgespielt, aber bei so vielen Kostümtypen merkt man sich ja auch nicht alles.

    Schön ist an dem Film das er sehr Theatermäßig wirkt, also für die Leute die auf Kunstfilme stehen, ist es ein wahres Must der Saison. Was ich ein bißchen übertrieben habe, die Story, das Frauen eher dort hin gehören wo sie geboren sind, wo sie sich wohl fühlen, hinter Herd und Bett, ist hier eigentlich ja die Bühne, aber eher im, Hintergrund, denn die ganzen Streitereien, um Emanzipation, Ficken, Schwule, Geld ausgeben, Was mache ich mit meiner Scheiß Zeit, und was ist an meiner Perücke so schön, ist die ganze Zeit im Vordergrund was ich sehr schade finde, zumindestens kam mir das so vor. Ein bißchen bin ich auch eingenickt im Film, der war mir etwas zu anstrengend.

    Aber wozu hat man eine bessere Hälfte die man dann quälen kann was passiert ist, der am Film auch ein bißchen mehr Gefallen fand als mir und die mir dann hier und da half, die Handlung zu verstehen, wieso das und dieses, und die jederzeit eine Antwort weiß.

    Hier in der Geschichte wird Method Acting für die Öffentlichkeit erfunden, Schminktechniken für das Theater, und Schauspielkunst für die Zuseher, und auch wird erfunden, noch lange vor Hollywood, Kostüm und Maskenbildnerei. Das war so eine Art Ende des Filmes mit einer Moral an die Gesellschaft, Hollywood ist nicht alles, nicht alle Frauen sind Heimchen, Schwule sind doch bessere Menschen oder nicht?, und dann erfährt man im Film noch das der Adel intrigante Schweine waren, und das diese ganze fast 2 Stunden lange Posse nicht verfilmbar ist, weil man dann entweder zu sehr auf den Adel hält, oder zu sehr auf die Kostüme, anstatt auf Claire Danes und Ihre Rolle, die war interessant. Als einzige nämlich.

    Aber der Film hat wahnsinnig gute Seite. Z.B. als sich Claire Danes rausschleicht um im anderen Londoner Theater, das so ne Art Schmiere ist, die Desdemona zu spielen, unterlegt mit irischer Musik, oder als das Matschoarschloch Ned meint, das Frauen nicht auf die Bühne gehören, und Betterton fast auf seiner Seite ist, da er ihm ja das Recht eingeräumt hat zu