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Stars
07/07/2022

Brad Pitt leidet an Prosopagnosie: Er kann keine Gesichter erkennen

Unter Prosopagnosie versteht man eine Gesichtsblindheit, auch bekannten Personen gegenüber. Pitt sprach offen darüber.

von Manuel Simbürger

Lang dauert es nicht mehr, dann ist der zeit- und alterslose Kult-Star Brad Pitt erneut auf der großen Kinoleinwand zu bewundern: In "Bullet Train" muss der mittlerweile 58-Jährige in Tokio gegen gleich mehrere Mörder antreten. Es dürfte ein weiterer Eintrag auf der langen Liste der Erfolgsfilme von Brad Pitt werden, einem der bekanntesten Gesichter Hollywoods. Und obwohl Pitt jeder/r kennt, geht es ihm selbst genau andersrum: Er kennt niemanden. Oder besser: Er erkennt niemanden.

Brad Pitt kann keine Gesichter erkennen

Denn in einem aktuellen Interview mit der US-amerikanischen Männerzeitschrift "GQ" sprach Pitt offen über sein Problem, Gesichter zu erkennen sowie sein Unvermögen, sich an sie zu erinnern. Diese Schwäche hat sogar einen Namen: Prosopagnosie ("Gesichtsblindheit") nennt man die Unfähigkeit, Menschen anhand ihres Gesichts zu erkennen beziehungsweise zu unterscheiden. Bei stärkerer Ausprägung ist es den Betroffenen sogar unmöglich, Familienmitglieder, FreundInnen oder KollegInnen zu erkennen. Anstatt dem Gesicht orientieren sie sich an anderen Merkmalen wie Frisur, Kleidung oder Stimme. 

Nur sehr wenige Menschen haben diese Krankheit – und Pitt ist der festen Überzeugung, einer von ihnen zu sein. Diagnostiziert wurde Prosopagnosie bei ihm bisher nicht, doch aufgrund seiner Probleme im Alltag sei für den Schauspieler die Sache klar. Was ihm aber wirklich an die Nieren geht, ist, dass seine Mitmenschen ihn aufgrund seiner Gesichtsblindheit für distanziert, selbstbezogen, arrogant oder schlicht unfreundlich halten. "Niemand glaubt mir!", beklagt sich Pitt. Er würde sich wünschen, "eine andere [Person mit Prosopagnosie] [zu] treffen."

Schon 2013 sagte Pitt: "Bleibe lieber zuhause"

Es ist nicht das erste Mal, dass der "Fight Club"-Star über seine Gesichtsblindheit spricht. Im Interview mit dem "Esquire" gab er damals zu, aufgrund seiner Gesichtsblindheit lieber zuhause zu bleiben. "So viele Leute hassen mich, weil sie denken, ich habe keinen Respekt vor ihnen." Er hatte 2013 vor, sein Leiden untersuchen zu lassen, was er aber anscheinend bis heute nicht getan hat. Ob er deshalb nur "eine Handvoll enge FreundInnen" hat, wie er im damaligen Interview ebenfalls erzählte?

Wir wünschen Brad, dass seine Krankheit bald mehr Respekt und Verständnis entgegengebracht wird. Eines auf jeden Fall ist sicher: Das Gesicht von Brad Pitt wird auf der ganzen Welt erkannt ...

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