Warren Beatty ruft den falschen Film zum Oscar-Gewinner aus.
Warren Beatty ruft den falschen Film zum Oscar-Gewinner aus.

© APA/AFP PHOTO/Mark RALSTON

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03/24/2022

Warren Beatty: US-Filmstar und Oscar-Preisträger wird 85

Der einstige Herzensbrecher ist mittlerweile 30 Jahre mit Annette Bening liiert und feiert am 30. März Geburtstag.

Warren Beatty lässt sich gerne Zeit. Der Hollywood-Star aus Filmen wie "Bonnie und Clyde", "Reds" und "Bugsy" steht seit Anfang der 1960er Jahre vor der Filmkamera, doch sein Resümee umfasst gerade mal zwei Dutzend Rollen. Der Leinwandschönling mit dem Ruf als Schürzenjäger und Herzensbrecher ging es auch mit der Ehe ruhig an. Beatty war fast 55 Jahre alt, als er 1992 seinen Co-Star aus "Bugsy", Annette Bening, heiratete. Am 30. März, wird er 85 Jahre alt.

Hollywood-Traumpaar Beatty und Bening

Bening (63) und Beatty zählen zu Hollywoods langlebigsten Paaren, die ihre Ehe aus den Schlagzeilen heraushalten konnten. Er war "unglaublich intelligent", sehr gesprächig und "ganz bestimmt charmant", schwärmte die Schauspielerin im Februar der US-Zeitschrift "People" vor, nach ihrem ersten Eindruck von Beatty beim Kennenlernen gefragt. Zusammen zogen sie vier Kinder groß: Stephen (30), Benjamin (27), Isabel, (25) und Ella (21). Ihr ältester Sohn begann mit 14 Jahren eine Geschlechtsumwandlung - aus Kathlyn wurde Stephen. "Er ist ein Revolutionär, ein Genie - mein Held", sagte der Vater 2016 im Interview der Zeitschrift "Vanity Fair" über seinen transsexuellen Sohn.

Film-Comeback nach langer Auszeit

Der eher pressescheue Filmstar hatte sich 2016 nach langer Auszeit als Regisseur, Autor, Produzent und Darsteller mit der Drama-Romanze "Regeln spielen keine Rolle" zurückgemeldet. Sein Herzens-Projekt über den exzentrischen Milliardär Howard Hughes, in dem er selbst den Mogul spielt, hatte Beatty über Jahrzehnte geplant. Zur prominenten Besetzung gehörten Lily Collins, Alden Ehrenreich, Alec Baldwin, Ed Harris und Ehefrau Bening. Doch an den US-Kinokassen und bei den Kritikern konnte Beatty mit seinem Werk nicht landen.

Zuvor hatte er lange pausiert. Als Schauspieler war er 2001 an der Seite von Diane Keaton in der Ehe-Komödie "Stadt, Land, Kuss" zu sehen, die letzte Regiearbeit war die Politsatire "Bulworth" (1998), in der er auch die Hauptrolle spielte.

Der Sohn einer Schauspielerin und jüngere Bruder von Shirley MacLaine (87, "Zeit der Zärtlichkeit") lernte sein Handwerk an New Yorker Schauspielschulen. Nach ersten Auftritten am Broadway gab er 1961 neben Natalie Wood in "Fieber im Blut" sein Kinodebüt - unter der Regie des legendären Elia Kazan. In "Bonnie und Clyde" (1967) glänzten Beatty und Faye Dunaway als gerissenes Ganovenpaar. Der damals ungewöhnlich brutale Gangsterstreifen holte den Oscar als bester Film.

Beatty als Regisseur

Bei der Fantasy-Komödie "Der Himmel soll warten" führte er 1978 erstmals Regie. Mit dem Polit-Drama "Reds" (1981) ließ er sich auf ein aufwendiges Hollywood-Projekt ein, das ihm seinen ersten und bisher einzigen Oscar einbrachte - als bester Regisseur. Zwischen 1981 und 1999 war er vierzehn Mal für Hollywoods höchsten Preis nominiert. Beatty ist einer der wenigen Filmschaffenden, die im selben Jahr für vier Oscars nominiert wurden, und das gleich zweimal: Für "Der Himmel soll warten" und "Reds", als Regisseur, Produzent, Darsteller und Drehbuchautor. Bei der Gala im Jahr 2000 gab es noch einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk dazu.

"Ishtar"-Misserfolg und Oscar-Patzer

Doch Beatty musste auch Niederlagen einstecken, etwa mit der Filmkomödie "Ishtar" (1987), einem der teuersten Flops der Filmgeschichte. Einen peinlichen Moment im Rampenlicht erlebte die Film-Legende auf der Oscar-Bühne. Zusammen mit Faye Dunaway sollte er 2017 am Ende der Trophäenshow den großes Gewinner des "Best Picture"-Oscars verlesen. Dabei kam es vor einem Millionen-Publikum zum Riesenpatzer.

In dem vermeintlichen Sieger-Umschlag steckt die falsche Karte - Dunaway las laut "La La Land" vor. Erst nach Schreckensminuten wird korrigiert: "Moonlight" ist der Gewinner. Schuld hatten die Helfer hinter der Bühne, doch Dunaway und Beatty, das längst ergraute "Bonnie und Clyde"-Gaunerpaar, bekamen die erste Kritik ab. Bei der folgenden Oscar-Gala 2018 erhielten die Kinogrößen eine zweite Chance. Sie präsentierten erneut den besten Film, fehlerfrei für "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers".

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