Zeit der Zärtlichkeit

 USA 1983

Terms of Endearment

Drama, Romanze, Komödie 132 min.
7.40
Zeit der Zärtlichkeit

Ein Klassiker des Tränendrüsen-Kinos: Shirley MacLaine und Debra Winger brillieren als Mutter und Tochter neben Jack Nicholson in dem "Oscar"-prämierten Familienmelodram.

Die Witwe Aurora (Shirley MacLaine) nimmt ihrem einzigen Kind Emma mit ihrer besitzergreifenden Liebe die Luft zum Atmen. Kaum volljährig ergreift Emma (Debra Winger) die Flucht und gründet mit der Jugendliebe Flap (Jeff Daniels) eine eigene Familie. Als Aurora durch die Affäre mit ihrem liebenswert verkommenen Nachbarn Garrett (Jack Nicholson) lernt, die Dinge lockerer anzugehen, entspannt sich allmählich auch das Mutter-Tochter-Verhältnis. Doch erst die Krebserkrankung Emmas bringt die verkorkste Familie auf merkwürdige Weise wieder wirklich zusammen.

Details

Shirley MacLaine, Debra Winger, Jack Nicholson, Danny DeVito, Jeff Daniels, John Lithgow, u.a.
James L. Brooks
James L. Brooks, nach dem Roman von Larry McMurtry

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zuneigungsbedingungen
    Ob dieses Dramolett wirklich 5 Oscars verdient hat, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass die vier Superstars die alltägliche Melodramatik, auf die der Film am Ende hinausläuft, (inklusive Sterben im Krankenhaus) überdecken. Anfangs ein Mutter – Tochter Drama (Shirley Mac Laine (Aurora) – Debra Winger (Emma)). Beide werden erwachsen, will sagen gehen fremd. Die verwitwete Mutter treibt’s mit dem alten Womanizer Garrett (Jack Nicholson), die verheiratete Tochter mit Sam (John Lithgow).Schön und gut, reißt keinen vom Hocker.
    Die Handlung weist trotz Kontinuität große Lücken auf (z.B. Kinder kriegen, Trennung etc.) und verliert an Spannung und Unterhaltungswert, weil die Vorhersehbarkeit alles andere platt macht. Die wirklichen Eheprobleme werden unter den Teppich gekehrt, individuelle Ängste höchstens mal kurz angesprochen, aber dann gleich wieder Deckel drauf (F.F.E.). In den 80er Jahren konnte der schlaksige Stenz Garrett seine Nachbarin Aurora wohl noch durch rotzfreche, offenherzige Bemerkungen schockieren, heute hat das an Sprungkraft verloren. Damals lag es wohl in Amerika voll in Trend. Abschied und Tod reizen die Tränendrüsen so wie Bilder von jungen Haustieren immer wieder ein ‘Ach wie süß!‘ provozieren. Und Shirley MacLaines Kleider stammen von Gardinenhersteller ‘Goldkante‘. Debra Winger ist schlecht gecastet. Ihr nimmt man die drei Kinder nur in der Abteilung ‘Kinder kriegen Kinder‘ ab. Und was ihr konturenloser Ehemann Flap (Jeff Daniels) eigentlich will, bleibt unklar. Emmas Krebserkrankung und eine eventuelle OP bzw. Chemotherapie wabern andeutungsweise durch die Handlung.
    Zu diesen Ungereimtheiten kommt noch der kryptische Titel ‘Zuneigungsbedingungen‘, mit dem man ja schon gar nichts anfangen kann. K.V.