Stilles Chaos

 I/GB 2008

Caos calmo

Drama, Romanze 19.06.2009 105 min.
6.90
Stilles Chaos

Ein melancholisches Märchen um Vater, Tochter und alle Lieben, in dem sich Trauer und Komik wunderbar mischen.

Sommer, Strand, Hilferufe. Pietro (Nanni Moretti) rennt los und rettet eine Frau aus der Flut. Als er heimkommt, ist seine Frau tot, aus heiterem Himmel gestorben. Als es Herbst wird, muss seine kleine Tochter wieder zur Schule. Pietro, der vielbeschäftigte Pay-TV-Manager, bringt sie selbst bis zum Schultor. Bleibt einfach da, setzt sich auf eine Bank im Park und passt auf. Tag für Tag...

Kollegen, seine überkandidelte Schwägerin, sein Bruder kommen vorbei und schütten ihm ihr Herz aus. Wildfremde lächeln ihm zu. Und ganz langsam verwandelt sich der verborgene Schmerz des nur scheinbar Gefassten in Zuwendung zu allen anderen und endlich: sich selbst...

Details

Nanni Moretti, Blu Yoshimi, Valeria Golino, Hippolyte Girardot u.a.
Antonio Grimaldi
Paolo Buonvino
Alessandro Pesci
Sandro Veronesi, Nanni Moretti
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Treffpunkt der Chaoten
    In einer spannungsarmen, uninteressanten Vater-Tochter Beziehung kann der Alte nicht um seine Frau trauern, weil er im Park ständig von durchgeknallten Typen zugetextet wird, die in loser Reihenfolge auftauchen. Es gibt logische Knacks, die in diesem sonderbaren Konstrukt eine Fülle von Fragezeichen hinterlassen. Und damit man nicht einschläft, steckt man plötzlich optisch in einer heißen Sexnummer, die in das Ambiente passt, wie das U-Boot in die Wüste. Die vielgepriesene Behutsamkeit des Vorgehens liegt aber an der Unentschlossenheit der Macher. Und selbst die renommierte Riege von Stars hilft hier auch nicht weiter. Witz und Charme sind von so winzigem Gehalt, dass man sie kaum bemerkt. Das einzige was stimmt, ist der Titel, falls man unter Chaos einen kruden Mix von unausgegorenen Gedankensplittern versteht, der völlig unstrukturiert weder einen Anfang noch einen Höhepunkt oder ein Ende hat und dazwischen leere Hülsen. Was soll’s also?

  • da habe ich mir wohl zuviel
    erwartet. Nanni moretti im park vor der schule seiner tochter sitzend, wird tag für tag auf sie wartend, wird von den verschiedensten menschen (kollegen, chefs, bruder, fremden frauen, schwägerin, betriebsrat, freunden...) umarmt, geküsst, geherzt - echt herzig, so ein guter mensch und vater und was für ein glück: grad wie es kalt und winter wird, da wünscht sich - nein, das schreibe ich jetzt doch nicht wie es "ausgeht", weil da gibt es sicher noch menschen, die den film sehen wollen. aber eines frage ich mich trotzdem: warum gegen ende diese gefühlslose, abturnende couch-steht-sexszene mit einer letztlich fremden frau - wer sollte da bedient werden??!! hätte man ausdrücken wollen, dass auch ein so lieber, rührender und edler mann und vater einfach nur herben sex haben will, dann hätte man das kürzer und ev. auch anders ausdrücken können.