© verleih

Stream
08/13/2021

Selbstfindungstrips: Die 10 besten Teenie-Filme auf Netflix

Noch einmal Teenie sein, aber diesmal bitte ohne Pickel und Schularbeitsstress: Diese Filme machen es möglich!

von Manuel Simbürger

Egal ob Herzschmerz, anzügliche Gags, die Suche nach Anerkennung, die Sehnsucht nach Freiheit oder die immerwährende Frage, wer man eigentlich ist und was man vom Leben erwartet: Teenie-Filme sind zeitlos in dem Sinne, weil sie auch Erwachsene in ihrer umfangreichen Thematik ansprechen und vor allem für einen kurzweiligen Film-Abend sorgen.

Das hat sich offenbar auch jemand in der ChefInnen-Etage von Netflix gedacht und vor einigen Jahren beschlossen, in regelmäßigen Abständen leichtfüßige, aber herzerwärmende Teen-Filme auf den Streamingmarkt zu werfen.

Die Strategie ging auf: Streifen wie "To All The Boys" oder "The Kissing Booth" gehören zu den erfolgreichsten Netflix-Eigenproduktionen der vergangenen Jahre. Aber neben diesen mittlerweile zur Kultmarke aufgestiegenen Filmreihen hat Netflix noch einiges mehr auf Lager, wenn es um goldene Sturm-und-Drang-Zeiten geht.

Die 10 besten Teenie-Filme auf Netflix:

Einfach zu haben (2010)

Im Leben von Teenagern dreht sich alles um eines: Sex. Wer ihn hat, ist dabei, wer nicht, ist draußen. Die unscheinbare Olive (Emma Stone), ein Mauerblümchen vor dem Herren, kennt das Problem. Als sie aber eines Tages ihrer Freundin erzählt, am vergangenen Wochenende ihre Jungfräulichkeit verloren zu haben, steht sie plötzlich im Rampenlicht: Die Jungs sind interessiert, die Mädchen fasziniert. Wobei man als Sex-liebendes Mädchen bald einen gewissen Ruf weg hat. Aber: Stimmt überhaupt, was Olive erzählt hat?

In frech-liebenswertem Ton werden eigentlich ernste Themen wie slut-shaming, Mobbing, Fake News, jugendliche (amerikanisch verklemmte) Sexualität, falsche Loyalität und natürlich die erste Liebe in eine Art Teen-Movie gepackt, das eher eine Satire des Genres sein will als eine weitere Jugend-Schmonzette. Ist nicht zuletzt aufgrund der genialen Hauptdarstellerin gelungen!

Hier geht's direkt zum Film!

To All The Boys-Reihe (2018, 2020, 2021)

Im Mittelpunkt dieser Filmreihe, die das Herz am rechten Fleck hat, steht Lara Jean, im ersten Film noch eine typische Einzelgängerin, die noch niemals einen Freund hatte. An die Jungs, für die sie schwärmt, verfasst sie Liebesbriefe, schickt sie aber niemals ab. Als ihre kleine Schwester genau diese Liebesbriefe aber all den im wahrsten Sinne "Traum-Boyfriends" zukommen lässt, ändert sich Laras Leben für immer. In den beiden ebenso erfolgreichen Fortsetzungen dreht sich das Liebeskarussell natürlich fröhlich weiter – und nebenbei müssen die HeldInnen auch noch erwachsen werden ...

In bewährter und geliebter Manier wird uns eine emotionale Achterbahnfahrt mit schönen DarstellerInnen, leicht verdaulichen Gags und Teen-gerechter Melancholie präsentiert. Anders als in anderen Teenie-Filmen geht's hier nicht um Provokation, sondern um Herzensbildung. 

Hier geht's direkt zum ersten Teil!

Clueless – Was sonst! (1995)

"Clueless" mit Alicia Silverstone, Brittany Murphy und Paul Rudd ist ein Meilenstein im Teen-Film-Genre und bis heute so aktuell wie bei seinem Kinostart Mitte der 90er-Jahre, was streng genommen recht erschreckend ist. 

Heldin des Films ist nämlich die reiche Cher, deren größte Sorge es ist, die passenden Schuhe zum passenden Kleid zu finden. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Dionne regiert sie mit modischer und perfekt gestylter Hand ihre Highschool, die Jungs reißen sich um sie, die Mädels wollen so sein wie sie. Quasi als Sozialprojekt beschließt sie, ein hässliches Entlein in einen schönen Schwan zu verwandeln – nichts ahnend, dass sie damit ein Monster erschafft.

Herrlich klischeehaft, aber so spritzig, enthusiastisch und vorsichtig satirisch, dass man von "Clueless" einfach niemals genug bekommen kann. 

Hier geht's direkt zur Serie!

The Edge of Seventeen – Das Jahr der Entscheidung (2016)

Nadine und Krista, beide 17 Jahre jung, sind so dick miteinander, da passt kein Blatt mehr dazwischen. Das ändert sich aber drastisch, als sich Krista in Nadines verhassten Bruder verliebt. Die Freundschaft zerbricht – und von nun an müssen die beiden ohne ihre beste Freundin auskommen ....

Mit forschem Humor und scharfsichtiger Empathie steht in "The Edge of Seventeen" endlich das Thema Freundschaft im Fokus, immerhin auch eine besondere Art von Liebe. Der Coming-of-Age-Film ist überraschend ernsthaft, clever und versprüht eine ruhige und auch geduldige Aura, was ihm eine ungeahnte emotionale Tiefe verleiht. 

Hier geht's direkt zum Film!

The Kissing Booth-Reihe (2018, 2020, 2021)

Elle und Lee sind beste Freunde, seit sie denken können – und das ist nicht übertrieben: Beide wurden am selben Tag im selben Krankenhaus geboren, seitdem sind sie unzertrennlich, Geheimnisse gibt es keine zwischen ihnen. Elle hatte noch niemals einen Freund, ist aber heimlich in Lees großen Bruder Noah verliebt. Blöd nur, dass sie Lee versprochen hat, mit seinem coolen Draufgänger-Bruder niemals etwas anzufangen. Noah aber sieht in Elle sowieso nur seine kleine Schwester. Kompliziert wird es, als Elle im Rahmen einer Spendenaktion eine Knutschbude ("Kissing Booth") organisiert ...

Die immens erfolgreiche Netflix-Produktion ist eine Geschichte wie geschaffen für Jugendliche, die gerade selbst mit den Höhen und Tiefen der Pubertät zu tun haben. Es geht um Freundschaft, um die Liebe, ums Erwachsenwerden – und ums Küssen. Da bieten andere Drehbücher weitaus weniger an ... 

Hier geht's direkt zum ersten Teil!

Juno (2007)

Juno (Elliot Page) ist 16 – und (ungewollt) schwanger. Juno beschließt, das Baby zu behalten, um es nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Bald hat Juno ein herzliches, wohlhabendes Ehepaar (Jennifer Garner und Jason Bateman) gefunden, die als Adoptiveltern infrage kommen. Bis das Baby geboren wird, ist es allerdings noch ein weiter Weg, bei dem Juno zwar vom überforderten Kindesvater (Michael Cera) und der Stiefmutter (Allison Janney) unterstützt wird – aber auch die beiden können Juno vor dem Gefühlschaos nicht retten ....

Ein Film um eine Teenager-Schwangerschaft hätte zum schwer verdaulichen Drama mit hoch erhobenem moralischen Zeigefinger werden können. Stattdessen entschied sich Drehbuchautorin Diablo Cody für eine kurzweilige, unverkrampfte, launige und vor allem beschwingte Komödie, die sowohl ihre jungen als auch ihre "alten" Figuren ernst nimmt und sie niemals verurteilt oder der Lächerlichkeit preisgibt. "Juno" lässt einn nicht nur das Leben, sondern die Psyche einer Mutter, die selbst noch ein Kind ist, spüren. Dafür gab's den Drehbuch-Oscar!

Hier geht's direkt zum Film!

Nur die halbe Geschichte (2020)

Die scheue Einser-Schülerin Ellie wird von dem netten, aber ungeschickten Sportler Paul gebeten, ihm dabei zu helfen, eine Mitschülerin für ihn zu gewinnen. Die ungewöhnliche Freundschaft der beiden wird kompliziert, als Ellie klar wird, dass sie in dasselbe Mädchen verliebt ist.

Was auf den ersten Blick nach klassischer Teen-Schmonzette aussieht, entpuppt sich als überraschend kluger Coming-of-Age- sowie Coming-out-Film, der das allseits bekannte love triangle neu mischt und schlussendlich davon erzählt, dass man es sich eben nicht aussuchen kann, an wen man sein Herz verliebt.

Auch wenn es traurig ist, es betonen zu müssen, sollte man es trotzdem tun: Auch die Hauptdarstellerin, die chinesischer Abstammung ist, lässt "Nur die halbe Geschichte" aus der Genre-Masse herausstechen. Ein zarter Liebesbrief an das Anders-Sein!

Hier geht's direkt zum Film!

17 Again – Back to High School (2009)

Mike (Matthew Perry) hat sich sein Leben anders vorgestellt: In der High-School war er der Star des Basketballteams, beliebt bei den Mädels und überhaupt schien ihm die Zukunft offen zu stehen.

Heute ist seine Ehe zerbrochen, in der Arbeit wird er nicht genügend respektiert, der Alltag findet irgendwie ohne in statt. Gott sei Dank befinden wir uns in einem Film – noch dazu in einem, der ein allzu bekanntes Motiv aufnimmt: Auf mysteriöse Weise findet sich Mike plötzlich in seinem 17-jährigen Ich (Zac Efron) wieder – und ist Klassenkamerad seiner eigenen Kinder. Der Körper ist jugendlich, der Geist aber nicht ...

Zugegeben, die Idee des Körpertauschs ist nicht neu, man denke nur an "Freaky Friday" oder "30 über Nacht". Trotzdem funktioniert "17 Again" wunderbar, was hauptsächlich den Hautpdarstellern Zac Efron und Matthew Perry ("Friends") geschuldet ist, die sich in ihren Rollen sichtlich wohl fühlen. Ein Feel-Good-Movie mit nicht allzu gefährlichem Humor, aber jeder Menge Tempo und moralischen Untertönen. Im Fokus steht die Frage, ob man alles anders machen würde, wenn man die Chance dazu hätte.

Hier geht's direkt zum Film!

Dumplin' (2019)

Die pummelige Teenagerin Dumplin’ ist die Tochter einer ehemaligen Schönheitskönigin (keine Geringere als Jennifer Aniston!). Aus Protest meldet sie sich zum Schönheitswettbewerb ihrer Mutter an und inspiriert andere Wettbewerberinnen dazu, es ihr gleichzutun. Dem Schönheitswettbewerb und ihrer texanischen Kleinstadt steht eine Revolution bevor.

Mit großer Erzählfreude und unbeschönigendem Humor setzt sich "Dumplin" mit sensiblen Themen wie Schönheitsidealen, Bodyshaming und elterlichem Druck auseinander und verbindet dabei auf leichtfüßige Weise Gesellschaftskritik mit dem Comedy-Genre. Das Drehbuch mag keinen Innovationspreis gewinnen, aber der Film lässt einen mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen und einer größeren Liebe zum eigenen Körper zurück. Ehrenhaft!

Hier geht's direkt zur Serie!

Love, Simon (2018)

Der 17-jährige Simon ist eigentlich ein durchschnittlicher Teenager, hätte er da nicht ein Geheimnis, von dem nicht mal seine engen FreundInnen (unter anderem Katherine Langford aus "13 Reasons Why") wissen: Er ist schwul. Simon traut sich nicht, sich zu outen, die immer knapp an der Homophobie vorbeischrammenden Kommentare seines Vaters (Josh Duhamel) helfen da auch nicht. Als sich ein Mitschüler von Simon anonym outet, beginnt er mit diesem eine rege Mail-Unterhaltung – nicht wissend, um wen es sich handelt. Da werden Simons Mails entdeckt und veröffentlicht ...

Ein durch und durch charmantes Konglomerat aus Coming-of-Age- und Coming-Out-Dramedy, das dem Thema Homosexualität sehr sensibel begegnet, aber niemals zu pathetisch wird. Sowohl die Bilder als auch die Erzählweise sind angenehm unaufgeregt, die Spannung generiert sich vor allem aus Simons geheimnisvollem Verehrer. und den großen Gefühlen der Teenager. Hat das Herz am rechten Fleck!

Hier geht's direkt zum Film!

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.