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08/30/2021

Nervenkitzel pur: Die 12 spannendsten Filme auf Netflix

Ob Psychothriller, Slasher-Movie, Survival-Drama oder Killerjagd: Diese Filme definieren das Gesetz von Spannung neu.

von Manuel Simbürger

"Auf etwas Zukünftiges gerichtete erregte Erwartung, gespannte Neugier" – das ist die offizielle Definition von Spannung, zumindest, was den Duden betrifft. Wir sind zufrieden mit dieser Erklärung, denn Erregung, Neugier, ja auch Nervenkitzel und Schnappatmung stellen sich auch bei uns Filmfans ein, wenn wir wie gefesselt auf der Couch einen Thriller, einen Horrorfilm, ein Drama oder vielleicht sogar eine Komödie verfolgen und dabei die Welt um uns herum vergessen.

"Spannende Filme", das bedeutet vielerlei, nicht nur, was das Genre betrifft: Filme können mithilfe von Action, Psychospielchen, Cliffhangern, überraschenden Wendungen, gezielten Schockmomenten oder sogar betont ruhiger Erzählweise die Spannungsschraube immer und immer fester drehen, bis wir ZuschauerInnen es beinahe nicht mehr aushalten – eben vor erregter Erwartung und gespannter Neugier. Nichts geht über ein spannendes Film-Erlebnis!

12 spannende Filme auf Netflix:

Prisoners (2013)

Als die sechsjährige Tochter des bibeltreuen Kriegsveteranen Keller Dover (Hugh Jackman) entführt wird, steht er vor den Scherben seines gesamten Lebens. Der junge und überaus ambitionierte Detective Loki (Jake Gyllenhaal) stößt mithilfe seines Teams bald auf einen Verdächtigen, den geistig behinderten Alex Jones (Paul Dano). Aufgrund mangelnder Beweise muss er ihn aber laufen lassen. Dover begibt sich daraufhin in tiefster Verzweiflung, aber auch mit feuriger Wut im Bauch, auf den gefährlichen Weg gnadenloser Selbstjustiz.

Ein perfider Mix aus Thriller und Psychodrama über Selbstjustiz, Obsession und Schuld, atmosphärisch dicht inszeniert und überaus hervorragend gespielt. Dank mutiger Komplexität fesselnd bis zur letzten Sekunde!

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Sieben (1995)

Psychospielchen-Meister David Fincher präsentiert sich in Höchstform in diesem nervenzerfetzenden Thriller über einen Serienkiller, der von den sieben Todsünden besessen ist und deshalb jeder von ihnen einen grausigen Ritualmord widmet. Die Jagd nach dem Psychopathen bringt die Detectives Somerset (Morgan Freeman) und Mills (Brad Pitt) an ihre seelischen Grenzen.

"Sieben" nimmt uns an der Hand und entführt uns in die tiefsten Abgründe des menschlichen Bösen, was zum Teil sehr schwer verdaulich ist. Das permanente Gefühl der unterschwelligen Gefahr lässt uns ZuschauerInnen beinahe aus der Haut fahren, die gezielt gesetzten Schockmomente tun es schließlich tatsächlich. Die Schlussszene ist legendär. 

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127 hours (2010)

In einer Zeit, in der James Franco noch nicht eine der vielen Personas non grata in Hollywood war, lieferte er einen bravourös-nervenzerfetzenden Film über einen ebenso nervenzehrenden Überlebenskampf eines Extremsportlers ab, der zu den spannendsten Streifen der vergangenen Jahre gehört.

Aron Ralston ist ein begeisterter und natürlich begabter Bergsteiger und Kletterer, für den das Erklimmen des Grand Canyon die Erfüllung eines Lebenstraums bedeutet. Zumindest so lange, bis er durch einen Unfall in einer Felsspalte stecken bleibt, ganze 127 Stunden lang. Während andere längst gestorben wären, kämpft Ralston weiter – allerdings fordert das Überleben seinen Preis ...

Das Kammerspiel der etwas anderen Art wird dich ohne Verschnaufpause an deinen Fingernägeln kauen lassen. Nicht immer braucht es krachende Action, um uns zum Mitfiebern zu verleiten.

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Der unsichtbare Gast (2016)

Der Fall scheint klar: Adrián Doria (Mario Casas) wird neben der Leiche seiner Geliebten im Hotelzimmer gefunden, er scheint eindeutig der Täter zu sein. Adrián behauptet aber felsenfest, dass noch eine andere Person im Zimmer war. Vor Prozessbeginn muss er auch seine Star-Anwältin Virginia Goodman (Ana Wagener) davon überzeugen, dass er unschuldig ist. Doch die Advokatin ist alles andere als leichtgläubig.

Auf den ersten Blick ein traditioneller "Whodunit"-Krimi mit einer Prise Katz-und-Maus-Spiel, entwickelt sich "Der unsichtbare Gast" zu einem perfiden Thriller, der mit unvorhersehbaren Wendungen und einer höchst überraschenden Auflösung begeistert. Die Spannung generiert sich vor allem daraus, dass man erst nach und nach draufkommt, was eigentlich Sache ist, auch deshalb, weil der Film rückwärts erzählt wird. Großer Thriller-Wurf aus Spanien!

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Shutter Island (2010)

1954: US-Marshall Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) untersucht mit seinem neuen Kollegen Chuck Aule (Mark Ruffalo) das Verschwinden der Patientin Rachel Solando (Emily Mortimer) aus dem Ashecliffe Hospital für psychisch gestörte Schwerverbrecher, das auf der Insel Shutter Island vor der Küste von Massachusetts liegt. Bald stellen die beiden fest, dass das Vorgehen der hiesigen ÄrztInnen äußerst unethisch und sogar illegal ist. Als ein Hurrikan die Insel heimsucht, kommt es zu einem Massenausbruch aus der Klinik – und plötzlich weiß Teddy nicht mehr, was wahr und was Fiktion ist.

Von Martin Scorsese atmosphärisch dicht inszenierter sowie düsterer Psycho-Trip mit zahlreichen filmhistorischen Zitaten, überraschenden Twists und einem bravourösen Cast. Einnehmend und spannend bis an die Schmerzgrenze. 

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Bird Box (2018)

Die Bevölkerung wird von einem rätselhaften Wahn befallen. Nur eines ist sicher: Wer dem Monster ins Gesicht blickt, begeht Selbstmord. Im Angesicht der Ungewissheit muss Malorie (Sandra Bullock) mit ansehen, wie ihre junge Liebe und ihr Neuanfang aus den Fugen geraten.

Sie hat keine andere Wahl und muss nun in der Hoffnung auf einen letzten sicheren Zufluchtsort mit ihren zwei Kindern auf einem reißenden Fluss flüchten – mit verbundenen Augen ... Die höchst erfolgreiche Netflix-Eigenproduktion lässt uns dank permanenter Atmosphäre der Unbehaglichkeit am ganzen Körper zittern. Fesselnd, packend, intensiv, hypnotisch!

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Victoria (2015)

Dieser in nur einer einzigen Kameraeinstellung gedrehte deutsche Spielfilm entwickelt sehr schnell eine enorme emotionale Intensität und nimmt das Publikum mit auf einen wilden Ritt aus Chaos, Gewalt und menschlichen Abgründen.

Es geht um die Neo-Berlinerin Victoria (Laia Costa), die beim Fortgehen eine Gruppe von jungen Leuten kennenlernt, mit denen sie fortan durch die Nacht zieht. Anfangs sieht alles nach lustiger, harmloser Partynacht aus – bis der Trip ungeahnte Dimensionen annimmt und sich die Abwärtsspirale immer schneller nach unten dreht. Höchst rasant und beeindruckend gespielt – zurecht mehrfach ausgezeichnet. 

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Der weiße Hai (1975)

Im Kult-Schocker "Der weiße Hai" spielt Steven Spielberg gekonnt mit der menschlichen Ur-Angst vor dem großen Unbekannten und der leisen Ahnung, dass das Böse bereits in den schwärzesten Tiefen auf uns lauert, nur um uns jede Sekunde in Stücke zu reißen.

Den berüchtigten weißen Hai sieht man erst sehr spät im Film, was die Spannung beinahe unerträglich macht und die panische Angst der ProtagonistInnen mühelos auf die andere Seite der Mattscheibe überträgt. "Der weiße Hai" ist eine intensive Tour de Force, die sich lange ins Gedächtnis einbrennt – sehr lange sogar: Bis heute herrscht aufgrund des Films eine irrationale Angst vor (weißen) Haien unter Meeres-TouristInnen.

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Black Swan (2010)

Die sowohl ehrgeizige als auch sehr talentierte Balletttänzerin Nina (Natalie Portman) wähnt sich am Ziel ihrer Träume: Sie ergattert die Titelrolle im Kult-Ballett "Schwanensee". Es dauert aber nicht lange, bis sie während der Proben von düsteren Visionen und Tagträumen heimgesucht wird – und bald ist Nina nicht mehr imstande, zwischen Realität und Traum zu unterscheiden, was auch die ihre verführerische Kollegin Lily (Mila Kunis) zu spüren bekommt ...

Darren Aronofsky setzt das düstere Psychogramm einer jungen Frau gleichsam poetisch, psychologisch-herausfordernd als auch gruselig in Szene, was auf uns ZuschauerInnen einen faszinierend-hypnotischen Effekt hat. "Black Swan" mutet wie ein Wutausbruch und ein Hilfeschrei zugleich an. Auch Portman darf Hexe und Prinzessin gleichermaßen sein – und wurde dafür absolut verdient mit dem Oscar belohnt.

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Collateral (2004)

Auch als Auftragskiller muss man schauen, wie man zur Arbeit kommt. Also nimmt sich Vincent kurzerhand ein Taxi, die es in Los Angeles ja zuhauf gibt. Der Fahrer ist Max (Jamie Foxx), ein erfolgloser Drehbuchautor. Vincent entpuppt sich auch sofort als Fahrgast der besonderen Art, gibt sich als gnadenloser Killer zu erkennen und zwingt Max, ihn von Auftrag zu Auftrag (oder besser: Tatort zu Tatort) zu chauffieren. Eine Taxifahrt auf Leben und Tod beginnt ...

Dieses bewusst unausgeglichene Psychoduell der beiden ProtagonistInnen strapaziert das Nervenkostüm von der ersten Sekunde an und besticht durch einen Mix aus Psychothriller und Actionknaller. Rigoros steigt die Spannungskurve kontinuierlich an, zahlreiche Wendungen sorgen für explosiven Blutdruck-Anstieg beim Publikum. Zudem weiß "Collateral" auch visuell zu überzeugen.

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Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (1997)

Nineties-Oldie, but Goldie: Jener Blockbuster, der dem Slasher-Film neuen Auftrieb gab und ihn ins cineastische Leben zurückholte, ist weder komplex, noch herausfordernd oder allzu originell. Dafür durch und durch düster, makaber und unsere perfide Faszination für den Tod stillend: Im Kern geht's darum, dass ein Serienkiller fesche Teens reihenweise um die Ecke bringt, allesamt dargestellt von den damals heißesten JungdarstellerInnen: Jennifer Love-Hewitt, Sarah Michelle Gellar, Ryan Philippe und Freddie Prince Junior.

Mit Subtilität hat's der Film weniger, genüsslich wird hier gemeuchelt, Blut verspritzt und Gliedmaßen abgeschnitten. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann der Killer zuschlägt und wen es als nächsten erwischt – und wie, denn Töten ist schließlich nicht gleich Töten. Und, natürlich: Wer steckt unter der Maske? Aberwitzig, energiegeladen und schonungslos reißerisch – Kult!

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Zodiac – Die Spur des Killers (2007)

Basierend auf wahren Ereignissen (was das Filmerlebnis noch spannender macht!): Ende der 1960er-Jahre versetzte ein Serienkiller, der unter dem Namen "Zodiac" bekannt wurde, San Francisco in Angst und Schrecken. Angeblich soll er (oder sie?) ganze 37 Morde begangen haben. Mehrere Jahre lang lieferte er sich mit dem FBI ein komplexes Machtspiel – und bis heute konnte seine Identität nicht geklärt werden.

Kult-Regisseur David Fincher nimmt sich diesem legendären Katz-und-Maus-Spiel an und verpackt es als verstörend-düsteren Thriller, der betont emotionale Distanz wahrt und beinahe wie ein Dokumentarfilm daherkommt, genau dadurch aber umso erschreckender und kaltblütiger wirkt. Die eiskalte, unbehagliche Atmosphäre der Angst, des permanenten Schreckens und der bis in jeden Winkel präsenten beziehungsweise erahnten Brutalität ergreift auch bald das Publikum. 

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