The Guard - Ein Ire sieht schwarz

 Irland 2011

The Guard

Komödie, Thriller 23.09.2011 96 min.
7.30
The Guard - Ein Ire sieht schwarz

Gerry Boyle ist Polizist in einem kleinen Nest an der irischen Westküste. Er hat einen eigenartigen Sinn für Humor, eine Vorliebe für Prostituierte und eine Mutter, die im Sterben liegt.

Gerry Boyle hat einfach zu viel um die Ohren, um sich auch noch um den geheimnisvollen Toten Gedanken zu machen, der in der Ferienwohnung gefunden wurde. Ganz anders sein neuer Assistent Aidan, dem die Chancen, die so ein Gewaltverbrechen bietet, vollkommen den Kopf zu verdrehen scheinen.
Die Tage der beschaulichen Ruhe sind dahin, als der FBI-Agent Wendell Everett auftaucht. Er berichtet von einem Drogentransport, der 500 Millionen Dollar wert sein soll. In den nächsten Tagen wird die heiße Fracht den Küstenstreifen erreichen. Alle sind alarmiert, und um Gerry Boyles geregelte Tagesabläufe ist es endgültig geschehen. Auf den Fahndungsfotos, die Everett herumzeigt, erkennt er sofort den Toten aus dem Ferienhaus.
Kurz darauf versucht eine Prostituierte, den gestressten Kleinstadtpolizisten zu erpressen. Als dann noch die Drogendealer versuchen, ihn zu kaufen, was ihnen zuvor schon bei allen anderen Kollegen im Ort gelungen ist, erkennt der aufrechte Gerry Boyle, dass er die Dinge selbst in die Hand nehmen muss. Der Einzige, dem er dabei noch vertrauen kann, ist ausgerechnet FBI-Agent Everett. Für einen westirischen Kleinstadtpolizisten ist das der denkbar schwierigste Partner.

Details

Brendan Gleeson, Don Cheadle, Liam Cunningham, Rory Keenan, Mark Strong
John Michael McDonagh
Calexico
Larry Smith
John Michael McDonagh
Filmladen

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Irischer Bad Lieutenant
    Einer jener seltenen Polizeifilme, in denen die Gesetzeshüter nicht per se die Heiligen sind. Ähnlich wie Harvey Keitel im ‘Bad Lieutenant‘ ist Brendon Gleeson hier der korrupte irische Bulle, der durch gemeinsame Nuttenfotos erpressbar ist, Toten den Stoff abnimmt und selber einwirft und am Tatort Beweismittel vernichtet. Man fragt sich, ist der gutmütige, korpulente Sergeant wirklich etwas hohl im Kopf oder tut er nur so? Trotz seiner ‘Krummen Dinger‘ bleibt er irgendwie sympathisch. Er kümmert sich ja auch rührend um seine Mutter (Fionnula Flanagan). Und zur zukünftigen Kollegenwitwe ist er sehr freundlich.
    Der Zuschauer wundert sich und genießt die pfiffigen Dialoge, die Gleeson erst mit dem jungen Kollegen (Rory Keenan) aus Dublin führt und dann mit dem FBI-Mann Don Cheadle. Die hauen sich Vorurteile und Klischees um die Ohren, dass es nur so knallt. Es herrscht überhaupt ein lockerer Umgangston zwischen den Gangstern (u.a. Liam Cunningham) und der Polizei. Man kennt sich, wie in einer großen Familie. Man darf das alles nicht so eng sehen. Bevor ein Gangster im finalen Showdown getroffen umkippt sagt er noch ‘Good shot.‘ Diese leichte ironische Distanz tut gut, auch wenn am Schluss die übliche Abrechnung kommt. Mit Explosion und Feuer ballern sich die beiden Polizisten zum Erfolg. Don Cheadle bleibt bandagiert übrig, Gleeson bleibt verschwunden. Man ahnt wo er ist. Guter Schluss nach einem guten Film. Herzhaft derb, realistisch unbequem.