The Man Who Wasn't There

 USA 2001
Krimi 116 min.
7.60
The Man Who Wasn't There

Um die Monotonie seines Lebens zu beenden, erpresst der Barbier einer kalifornischen Kleinstadt einen Kaufhausbesitzer.

Eine kalifornischen Kleinstadt Ende der vierziger Jahre: Der schweigsame Barbier Ed Crane (BILLY BOB THORNTON) hadert mit der Monotonie seines Lebens. Unzufrieden mit Job und Ehe, scheint sich ihm plötzlich eine neue Chance zu bieten, als ein Kunde von dem Erfolg seiner Trockenreinigung erzählt und ihm anbietet, mit 10.000 Dollar Geschäftspartner seines florierenden Unternehmens zu werden. Ed beschließt, das ihm fehlende Geld von Kaufhausbesitzer Big Dave (JAMES GANDOLFINI) zu erpressen, der ein Verhältnis mit Eds Frau (FRANCES McDORMAND) hat. Doch Big Dave bekommt heraus, dass Ed der Erpresser ist und verwickelt ihn in ein tödliches Handgemenge...

Eine pechschwarze Ballade über Leidenschaft, Eifersucht, Verbrechen und Betrug. Mit ihrem neunten Spielfilm kehren Joel und Etham Coen in die wohlvertraute Welt des Film Noir zurück und erzählen die aberwitzige Tragödie eines einfachen Friseurs.

Details

Billy Bob Thornton, Frances McDormand, Michael Badulucco, Adam Alexi-Malle, James Gandolfini, Katherine Borowitz
Joel Coen
Roger Deakins
Joel Coen, Ethan Coen

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Einschlafpille - Teil 1
    Da gibt es die Stadt Santa Rose, dann gibt es das Jahr 1949 und dann gibt es ED CRANE
    ( Billy Bob Thornton ) und seine Frau DORIS CRANE ( Frances McDormand ). Die ist die Schwester von FRANKIE dem der Friseurladen gehört, und sie ist mit ED verheiratet. FRANKIE und ED arbeiten in einem Friseurladen, sie schneiden jeden Tag Haare, nie den Bart, und sind etwas glücklich. Sie haben einige
    Sessel ,und ED ist der 2. Friseur. Das Leben ist trist, und langweilig, man redet wenig, und ED ist eher zurückgezogen, und FRANKIE ist der Quatschhaufen in der Familie. Sie haben ein Haus, kein TV Gerät, Radio und Zeitungen, und aus Spaß hat man kein LSD aber dafür viel Sex. Außer bei den CRANE´s da spielt sich nie was ab oder selten. Eines Tages hat DORIS was blödes gemacht.

    Sie ist Buchhalterin, und sah Ihre Chance nicht nur darin die Bücher zu frisieren, sondern vor allem mit Ihrem Chef BIG DAVE ( James Gandolfini ) eine Beziehung zu haben und sie schlafen miteinander. DORIS und ED waren nicht oft fort, sie waren mal auf einer italienischen Hochzeit. DORIS haßt Spagettis, und ist auch so ein Mensch der gerne befielt und nicht leicht zu handhaben ist. CREIGHTON TOLLIVER taucht auf. Er geht zum Friseur und erzählt ihm von einem guten Plan. Er käme aus Sacramento, und hat vor eine Trockenreinigung zu gründen, die Idee des Jahrhunderts, das einzige was ihm da noch fehlt sind 10.000 $. ED denkt darüber nach, er hat den Job satt, und geht zu TOLLIVER und verspricht ihm das Geld. TOLLIVER hat ein Toupé, und ist ein ziemlich lustiger Kerl.

    ED kommt zu den 10.000 $, er hat sie und bring sie TOLLIVER. Der ist außer sich und gibt ihm die schmierigen Verträge, nichts besonderes. Aber er kann sie prüfen. In der Zwischenzeit ist BIG DAVE ganz aus dem Häuschen. Er holt ED zu in sein Restaurant, und beichtet ihm das es einen Menschen gibt der von seiner Beziehung mit einer Frau weiß, und es ist ein Dicker Mann der von ihm 10.000 $ erpressen wollte, für sein Schweigen, um seine Trockenreinigung zu errichten. Und beim 2. X ruft er ED wieder zu sich diesesmal in der Nacht, und redet mit ihm nicht mehr so freundlich. Er schlägt ihn, und bringt ihn fast um, und der einzige Weg ED´s sich zu retten, ist ein Messer, die linke Halsschlagader, und eine Flucht. Was wird jetzt geschehen ?
    Und jetzt kann ihm nur noch FREDDY RIEDENSCHNEIDER helfen, da das FBI nämlich DORIS aus Mordverdacht in das Gefängnis gesperrt hat.

    111 Min. lange war er im Kino und die ganze Zeit in SW. Anfangs dachte ich mir, na das wird ja sicher ein guter Film. ¿ Blood Simple ¿ und ¿ Barton Fink ¿ in SW, das wäre die richtige Mischung für diesen Film von den Coen Brüdern, die immer was drehen was nachwirkt, die immer was machen wo man nachdenken muß, und irgendwie mahlen die Mühlen der Gerechtigkeit langsam und auch die Hirne der Kinobesucher, außer die meiner Freundin. Erinnert mich an ¿ Ein wahres Verbrechen ¿ mixed mit ¿ Jackie Brown ¿
    Sie sah zu, sie sah weg, sie schlief mit der halben Kinomannschaft um die Schnarchwette, sie schlief und schaute und am Ende hatte sie den Film verstanden und ich nicht, aber nicht weil er kompliziert war sondern saulangweilig. Also da ist eine gute Geschichte die man nicht versteht weil alles so gedreht ist, das man nicht viel sieht, sondern sich seine Gedanken machen muß, die dann meistens stimmen, aber auch nur nachdenken.
    Billy spielt die Rolle des ruhigen lethargischen langweiligen undurchsichtigen Typen wirklich hervorragend, er ist auch so ein Talent, nicht nur im Bett privat und auf der Angelina Jolie, sondern auch als Regisseur und Schauspieler.

    Er ist so was wie ein neue Hoffnung am Star Himmel. Er ist einfach gut. Allerdings wenn seine Rolle langweilig und unnötig ist, ist auch der beste Schauspieler total etwas überfordert. Billy spielt diese Illusionslose seelenlose Gestalt ohne eine Miene zu verziehen bravourös. Der Film ist zwielichtig verfremdend, nicht nur wegen des Rückschrittes in der Farbtechnik. Da soll es einen perfide

    Irgendwie fade - Teil 2
    Da soll es einen perfiden schwarzen Humor geben, der einzige Humor war bei dem Film, das danebenliegende Lachen vom anderen Saal, als American Pie 2 lief.
    Der Film ist banal, trist, deprimierend, aber das nur weil man ihn dann verstanden hat, sonst ist er langweilig.
    Der Film hat weder Held noch Anti Held, sondern eine blasse Gestalt seiner selbst. Der Film könnte besser sein wenn man ihn in Farbe gedreht hätte, und er wäre besser mit ein bißchen Action mehr, so pendelt der Film zwischen Einschlafpille und Krimi, und ist nie ein Film von etwas sondern immer nur ein Teil des ganzen.

    Verschnarchte nicht verstandene aber zum Schluß endlich durch meine Freundin erreichte

    59,10 von

  • Ein Hauch von Nostalgie
    Der neue Film der Cohen - Brüder ist nur etwas für Menschen, die auf schauspielerische Können wert legen. Der Film überascht mit genialen Aufnahmen, perfekt ausdrucksvoller Mimik und Gestik sowie mit überaschenden Wendungen in der Geschichte. Man kann im Nachhinein aber nicht sagen, was genau man mit dem Gesehenen anfangen soll. Der Film bleibt einige Tage im Gedächtnis und verschwindet dann ohne ein Ergebnis zurückzulassen. Außerdem enthält dieser Film die herzigste Interpretation der Heisenberg'schen Unschärferelation.

  • ich muss auch UNBEDINGT noch was ganz wichtiges dazuplappern!
    Tut's euch nicht gegenseitig beklugscheisserln, es reicht ja eh, dass die meisten Menschen den Unterschied zwischen "Kommentar" und "Inhaltsangabe" nicht begreifen.

  • kommt
    mir so vor, dass hier professionelle (werbe)texter am werk sind? ich mein, eh gut, denn sonst liest man ja meist eh nur unqualifizierte meldungen.

    Re: kommt
    ..... hängt vielleicht damit zusammen, dass es sich um einen film für cineasten mit inteligentem geist handelt.

    Re: Re: kommt
    Nur schade, daß diese INTELIGENTEN Cineasten der geschriebenen deutschen Sprache nicht ganz mächtig sind..

  • geistreich !
    Mit Ed Crane haben die Coen Brüder wie so oft einen aussergwöhnlichen Protagonisten erschaffen.
    Jemand der alles emotions & teilnahmslos akzeptiert, fernab jeglicher Eigeninitiative.
    Im weitesten Sinne gesehen ein Klavierspieler ohne Leidenschaft.
    In dem Moment als Ed Crane erstmals Eigeninitiative ergreift, zerbricht sein
    Glashaus. Er beginnt sich in Frage zu stellen & sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
    Da er nun nicht mehr das tut, was man von ihm erwartet, verliert er seinen Platz in der Gesellschaft...

    Zuviel möchte ich jedoch nicht verraten !

    Laßt euch bitte nicht vom langsamen, im Zeitalter des Videoclips, für manche vielleicht ungewöhnlich langsamen Schnitt abschrecken. Dieser paßt sich perfekt dem Protagonisten an, dessen innere Entwicklung vielleicht mehr als sonst im Vordergrund steht.
    Deshalb empfinde ich es als sinnvoll das ein routinierter Darsteller wie Billy Bob
    Thornton die Hauptrolle spielt.
    Es ist nicht leicht sich selbst so zurückzunehmen wie es hier der Fall sein musste.
    Billy Bob Thornton bleibt aber nichts schuldig und beweist sich einmal mehr als Charakterdarsteller !

    Kurz und gut: Ein absolut gelungenes Filmereignis !

  • charakteren
    ein film der nur aus charakteren besteht und jeder zu 100% anders als der vorherige, die geschichte ist niemals vorhersehbar, selbst das ende ist gelungen. einfach großartig!! auf jeden fall anschauen wenn man auf schauspieler steht und nicht auf brennende autos und co.! (für raucher,wie mich, ist der film sowieso pflicht :) )

  • Gähn
    The Man who wasn´t there




    Da gibt es die Stadt Santa Rose, dann gibt es das Jahr 1949 und dann gibt es ED CRANE
    ( Billy Bob Thornton ) und seine Frau DORIS CRANE ( Frances McDormand ). Die ist die Schwester von FRANKIE dem der Friseurladen gehört, und sie ist mit ED verheiratet. FRANKIE und ED arbeiten in einem Friseurladen, sie schneiden jeden Tag Haare, nie den Bart, und sind etwas glücklich. Sie haben einige
    Sessel ,und ED ist der 2. Friseur. Das Leben ist trist, und langweilig, man redet wenig, und ED ist eher zurückgezogen, und FRANKIE ist der Quatschhaufen in der Familie. Sie haben ein Haus, kein TV Gerät, Radio und Zeitungen, und aus Spaß hat man kein LSD aber dafür viel Sex. Außer bei den CRANE´s da spielt sich nie was ab oder selten. Eines Tages hat DORIS was blödes gemacht. Sie ist Buchhalterin, und sah Ihre Chance nicht nur darin die Bücher zu frisieren, sondern vor allem mit Ihrem Chef BIG DAVE ( James Gandolfini ) eine Beziehung zu haben und sie schlafen miteinander. DORIS und ED waren nicht oft fort, sie waren mal auf einer italienischen Hochzeit. DORIS haßt Spagettis, und ist auch so ein Mensch der gerne befielt und nicht leicht zu handhaben ist. CREIGHTON TOLLIVER taucht auf. Er geht zum Friseur und erzählt ihm von einem guten Plan. Er käme aus Sacramento, und hat vor eine Trockenreinigung zu gründen, die Idee des Jahrhunderts, das einzige was ihm da noch fehlt sind 10.000 $. ED denkt darüber nach, er hat den Job satt, und geht zu TOLLIVER und verspricht ihm das Geld. TOLLIVER hat ein Toupé, und ist ein ziemlich lustiger Kerl.
    ED kommt zu den 10.000 $, er hat sie und bring sie TOLLIVER. Der ist außer sich und gibt ihm die schmierigen Verträge, nichts besonderes. Aber er kann sie prüfen. In der Zwischenzeit ist BIG DAVE ganz aus dem Häuschen. Er holt ED zu in sein Restaurant, und beichtet ihm das es einen Menschen gibt der von seiner Beziehung mit einer Frau weiß, und es ist ein Dicker Mann der von ihm 10.000 $ erpressen wollte, für sein Schweigen, um seine Trockenreinigung zu errichten. Und beim 2. X ruft er ED wieder zu sich diesesmal in der Nacht, und redet mit ihm nicht mehr so freundlich. Er schlägt ihn, und bringt ihn fast um, und der einzige Weg ED´s sich zu retten, ist ein Messer, die linke Halsschlagader, und eine Flucht. Was wird jetzt geschehen ?
    Und jetzt kann ihm nur noch FREDDY RIEDENSCHNEIDER helfen, da das FBI nämlich DORIS aus Mordverdacht in das Gefängnis gesperrt hat.
    111 Min. lange war er im Kino und die ganze Zeit in SW. Anfangs dachte ich mir, na das wird ja sicher ein guter Film. ¿ Blood Simple ¿ und ¿ Barton Fink ¿ in SW, das wäre die richtige Mischung für diesen Film von den Coen Brüdern, die immer was drehen was nachwirkt, die immer was machen wo man nachdenken muß, und irgendwie mahlen die Mühlen der Gerechtigkeit langsam und auch die Hirne der Kinobesucher, außer die meiner Freundin. Erinnert mich an ¿ Ein wahres Verbrechen ¿ mixed mit ¿ Jackie Brown ¿
    Sie sah zu, sie sah weg, sie schlief mit der halben Kinomannschaft um die Schnarchwette, sie schlief und schaute und am Ende hatte sie den Film verstanden und ich nicht, aber nicht weil er kompliziert war sondern saulangweilig. Also da ist eine gute Geschichte die man nicht versteht weil alles so gedreht ist, das man nicht viel sieht, sondern sich seine Gedanken machen muß, die dann meistens stimmen, aber auch nur nachdenken.
    Billy spielt die Rolle des ruhigen lethargischen langweiligen undurchsichtigen Typen wirklich hervorragend, er ist auch so ein Talent, nicht nur im Bett privat und auf der Angelina Jolie, sondern auch als Regisseur und Schauspieler. Er ist so was wie ein neue Hoffnung am Star Himmel. Er ist einfach gut. Allerdings wenn seine Rolle langweilig und unnötig ist, ist auch der beste Schauspieler total etwas überfordert. Billy spielt diese Illusionslose seelenlose Gestalt ohne eine Miene zu verziehen bravo

    Re: Gähn
    Billy spielt die Rolle des ruhigen lethargischen langweiligen undurchsichtigen Typen wirklich hervorragend, er ist auch so ein Talent, nicht nur im Bett privat und auf der Angelina Jolie, sondern auch als Regisseur und Schauspieler. Er ist so was wie ein neue Hoffnung am Star Himmel. Er ist einfach gut. Allerdings wenn seine Rolle langweilig und unnötig ist, ist auch der beste Schauspieler total etwas überfordert. Billy spielt diese Illusionslose seelenlose Gestalt ohne eine Miene zu verziehen bravourös. Der Film ist zwielichtig verfremdend, nicht nur wegen des Rückschrittes in der Farbtechnik. Da soll es einen perfiden schwarzen Humor geben, der einzige Humor war bei dem Film, das danebenliegende Lachen vom anderen Saal, als American Pie 2 lief.
    Der Film ist banal, trist, deprimierend, aber das nur weil man ihn dann verstanden hat, sonst ist er langweilig.
    Der Film hat weder Held noch Anti Held, sondern eine blasse Gestalt seiner selbst. Der Film könnte besser sein wenn man ihn in Farbe gedreht hätte, und er wäre besser mit ein bißchen Action mehr, so pendelt der Film zwischen Einschlafpille und Krimi, und ist nie ein Film von etwas sondern immer nur ein Teil des ganzen.

    Verschnarchte nicht verstandene aber zum Schluß endlich durch meine Freundin erreichte

    59,10 von 100

  • Schleppendes Künstler-Schmonzes
    Ich glaube nicht, dass ich schon jemals in einem so langsamen Film gesessen bin...Während sich meine Nachbarn darum bemüht haben jeder Szene den künstlerischen Wert anzuhängen, hab ich mich einfach nach brauchbarer Unterhaltung gesehen. Es Passier einfach NICHTS!!! Natürlich hat der Film auch gute stellen, und auch interessante Figuren kommen vor, doch stehen diese auch nur hervor weil der rest des Films so mau ist...

  • Mind you
    www.linea7.com

    Mit "The man who wasn't there" legen die Coen Gebrüder ihre Hommage an den Film Noir vor. Komplett in Schwarz/Weiß und in einem meditativen Tempo ablaufend, wird dieser Film über viele Köpfe hinwegschießen. Aber wie kann man sich einen Filmfan schimpfen, wenn man die Schönheit von Schwarzweiß Photographie nicht schätzt? Die späten 40er Jahre, in denen dieser Film spielt, sind eine Periode, die im Kino stets einen eleganten Stil vorweisen. Wie in den Klassikern aus dieser Zeit rauchen die Charaktere in jeder Szene, die Geschichte dreht sich um Morde und Intrigen und jeder wird für seine Sünden bestraft.

    Die Coens versuchen so sehr dem Film diese klassische Atmosphäre zu geben, dass er zeitweise steril wirkt. Nichts bewegt sich. Aber das sollte auch nicht geschehen. Billy Bob Thornton spielt Ed Crane, einen Friseur, in dessen Leben nichts geschieht. Er wollte nicht wirklich Friseur werden, es hatte sich halt so ergeben, genauso wie sich seine Heirat ergeben hat. Er hat seine tägliche Routine intus, wirkt aber abwesend und gelangweilt - bis eines Tages ein Verkäufer in seinen Salon kommt und ihm von einer revolutionären Idee berichtet. Und hier sieht er seine Chance aus seinem Trott auszubrechen.
    Was nun folgt, ist eine Reihe von Ereignissen, die typisch für das Coen Universum erscheinen, was aber nicht heißen soll, dass sie berechenbar sind, eher im Gegenteil.

    Im Laufe dieser Geschichte zitieren die Coens unter anderem Stanley Kubrick's "Lolita" in einem Subplot. Mit der Bekanntschaft einer jungen Klavierschülerin erwacht Ed wieder ein wenig mehr aus der Hypnose, die sein Leben ist. Wenn Ed glaubt, seine Frau (Frances Mc Dormand) würde ein Verhältnis mit ihrem Boss (James Gandolfini) haben, regt er sich nicht darüber auf. Schließlich geht es ihn wenig an. Es ist nicht so, als ob Ed seine Frau nicht lieben würde oder als ob er nicht Mitleid mit all den Menschen hat, denen er unabsichtlich Leid zugefügt hat. Er ist einfach nicht fähig, seine Gefühle auf eine weltliche Art und Weise auszudrücken. Mit einem nachdenklichen Blick wandert er durch sein tristes Leben und es ist so, als ob er nicht da wäre.

    Das Herz dieses Films liegt in Billy Bob Thorntons Performance. Dabei ist es nicht die Art von Schauspiel, das Preise einheimst. Thornton begnügt sich mit Nuancen, er lässt seine Augen für ihn sprechen und kann in einem einzigen Gesichtszug mehr ausdrücken als andere mit langen Reden. Ed Crane kommentiert den ganzen Film über die Ereignisse aus einem Voiceover, das uns mehr über ihn verrät, als seine Mitmenschen je erfahren würden. Wenn der Film seinem perfekt ironischen Ende entgegen steuert, wird uns bewusst, dass Ed Crane einer der vielschichtigsten Charaktere der letzten Zeit ist.
    Eine großartige Nebenrolle hat auch Tony Shalhoub als ernsthafter, schnellredender Topanwalt mit einem Namen den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss - Freddy Riedenschneider. Ich rede hier von klassischen Szenen mit ihm.

    Obwohl "The man who wasn't there" ein Kriminalfilm sein soll, ist er doch mit makaberem Humor gewürzt, der am Besten spielt, wenn er in eine todernste Szene integriert ist. Die Coens drehten den Film in Farbe und kopierten ihn dann auf Schwarz/Weiß. In jeder Szene gibt es Einstellungen, die man sich am Liebsten rahmen lassen möchte; zusätzlich kommt durch das Farblose eine Bedrohung aber auch Distanz zur Geltung.
    Ich bewundere die Coens dafür, heutzutage so einen Film ins Kino zu bringen. Er ist alles, nur kein filmisches Equivalent für Fast Food. Leider gehen aber mehr Menschen zu Mc Donalds als zum Haubenkoch.

  • toll ... coen eben!
    THE MAN WHO WASN´T THERE ist der neueste Coen-Brüder Streich und sollte jeden zufrieden stellen der (so wie ich) ein wenig von O BROTHER.. enttäuscht war (obwohls ja eh auch ein guter Film war). THE MAN ist in wunderschönem schwarzweiss gehalten und Billy Bob Thornton mimt herrlich den trägen, etwas lebensmüden und freudlosen Barbier Ed Crane, der Ende der 40er Jahre ein Verbrechen begeht, für das seine Frau (wie immer klasse Frances McDormand) ins Gefängnis kommt. Die Monologe und Dialoge sind prächtig clever, lässig und cool und die Story ist mit ein paar wiffen Kniffen versehen. THE MAN WHO WASN´T THERE ist Coen at there best (wenn man das so sagen kann), also nicht versäumen Leute!!!!

    Re: toll ... coen eben!
    Deiner Kritik stimme ich zu...nur "at there best" kann man wirklich nicht sagen...Wenn schon "at their best" ;-)

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