Die Royal Tenenbaums

 USA 2001

The Royal Tenenbaums

Tragikomödie 14.03.2002 110 min.
7.60
Die Royal Tenenbaums

Ein Familienvater will zu seiner Frau und seinen drei Kindern, allesamt verkrachte Genies, zurückkehren.

Royal Tenenbaum (Gene Hackman) und seine Frau Etheline (Anjelica Huston) hatten drei Kinder - Chas (Ben Stiller), Richie (Luke Wilson) und Margot (Gwyneth Paltrow) - und dann trennten sie sich. Chas entdeckte seine Begeisterung für den Immobilienhandel, bevor er seinen Stimmbruch hatte. Sein Verständnis für die Gesetzmäßigkeiten des internationalen Finanzmarkts war außerordentlich. Margot war eine gefeierte Autorin und gewann ihre ersten Preise, noch bevor sie ins Gymnasium kam. Richie zeigte schon im Kindesalter ein ungewöhnliches Talent für Tennis. Später gewann er die amerikanischen Meisterschaften dreimal in Folge. Alle Brillanz, alles Genie der Kinder scheint in den nächsten zwei Jahrzehnten in einer ungewöhnlichen Ansammlung von Niederlagen und Unglück beinahe verloren. Doch dann setzt Royal Tenenbaum, der nichts mehr liebt als seinen Martini, alles daran seine Kinder zurückzugewinnen....

Details

Gene Hackman, Anjelica Houston, Gwyneth Paltrow, Danny Glover, Ben Stiller, Bill Murray, Luke Wilson, Owen Wilson
Wes Anderson
Mark Mothersbaugh
Robert D. Yeoman
Wes Anderson, Owen Wilson
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • HINGEHEN!!!!!!!!!ERSTE EMPFEHLUNG!!!!!!!
    Wer sich diesen Film entgehen läßt, ist selber schuld! Hingehen und anschauen (am besten in englischer Originalversion im Filmcasino, dem meiner Meinung nach schönsten Kino Wiens)!!!!!

  • nicht klar definierbares meisterstück
    www.linea7.com
    Es gibt Filme, die in einem Universum spielen, das keine fixierten Regeln hat. Und leider brauchen viele Menschen diese Regeln, um sich an irgendetwas festhalten zu können. The Royal Tenenbaums reiht sich schön in eine Reihe von Filmen ein, die einfach über die Köpfe einiger hinweg schießen. Zu diesen Filmen gehören Meisterwerke wie Being John Malkovich, Rushmore oder Ghost World. Humor ist die subjektivste aller Empfindungen. Wenn jemand etwas nicht lustig findet, kann man es ihm auch nicht erklären. Ich hab Tränen gelacht bei The Royal Tenenbaums (das Tennisspiel, oh mein Gott, gesundheitsgefährdend komisch), wobei der Film für andere eher eine Tragödie über eine zerstörte Familie darstellt.

    Wes Anderson und Owen Wilson schrieben das Drehbuch und sind für einen Oscar nominiert. Das ist das Wundervollste, was passieren konnte. Zwei Freunde, die Filme machen, weil es ihnen Spaß macht und nicht weil viel Geld und große Studios hinter ihnen stehen, werden für ihr Genie anerkannt. Streifen wie diese stärken wieder mein Vertrauen in das Medium Film. Ich erinnnere mich wieder, warum ich Filme liebe und in welcher fantastischen Weise tolle Regisseure Geschichten erzählen können. Und Wes Anderson hatte mich vom ersten Bild an im Griff. Es öffnet sich ein Buch; die Story der Tenenbaums. Ihr Oberhaupt ist Royal (Gene Hackman), der in der Erziehung seiner Kinder und in seiner Ehe nicht viel richtig gemacht hat. Wir bekommen die Geschichte dieser reichen Großfamilie, die in den 70er Jahren in New York begann, in einem Schnelldurchlauf erzählt.

    Schon allein in dieser Anfangsmontage steckt soviel Information und Innovation, wie es Hollywood Komödien in Jahren nicht zustande bringen. Die 3 Kinder von Royal und seiner Frau (Anjelica Houston) wurden Genies auf ihrem jeweiligen Sektor, bekamen die Liebe ihres Vaters aber nur abschnittsweise zu spüren. Die adoptierte Margot wird von Royal immer wieder auf diesen Umstand hingewiesen. Sie macht sich auf die Suche nach ihren Eltern und verliert dabei einen Finger. Aber das ist kein Handlungsstrang, eher ein Nebengedanke in einem Film, der vor Gedanken übersprudelt. Ben Stiller, Luke Wilson und Gwyneth Paltrow spielen die Kinder als Erwachsene. Sie haben sich ein Leben zurecht gelegt, aber glücklich sind sie nicht.

    Und wenn der Film nicht mit diesem Augenzwinkern insziniert worden wäre, würde der Zuschauer auch nicht glücklich sein. "The Royal Tenenbaums" ist eine Geschichte von gescheiterten Existenzen, von unterdrückter Liebe, von Exzentrikern und Lügnern. Aber nichtsdestotrotz liebt man diese Charaktere. Schon allein weil sich das Ensemble wie ein Who's Who der Stars liest. Und sie scheitern nicht, im Gegenteil, sie leben ihre Rollen und verleihen somit auch komikhaften Figuren Glaubwürdigkeit.
    Detailverliebt ist der Film. Schaut auf den Hintergrund, achtet auf Kleidung, Gemälde und visuelle Gags. Es spielt sich nämlich viel mehr ab, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

    Das Herz dieses Films ist seine Wärme, seine Skurilität und die Gewissheit, dass ein Künstler wie Wes Anderson an der nächsten Ecke wieder etwas Besonderes aus den Ärmeln schüttelt. "The Royal Tenenbaums" spricht nur ein kleines Publikum an. Leute, die in einer Welt leben, die nicht massentauglich ist. Jene, die daran glauben, dass schlussendlich Qualität über Kommerz gewinnen kann. Und die sollten sich glücklich schätzen, denn es läuft ein Film an, der einiges kann.

    2002 - Markus Rauchenwald

    Re: nicht klar definierbares meisterstück
    besser hätte ichs auch nicht ausdrücken können.
    100% zustimmung

  • Positive Überraschung
    Der Film lässt einen hinter die Fassade einer traditionsreichen Familie aus (fast) lauter Genies blicken, deren Neurosen und Exzentrizität zu allerlei witzigen Dialogen und skurrilen Szenen führen. Dass die Charaktere gleichzeitig genial, chaotisch, verletzlich und doch liebenswert wirken, liegt an den Schauspielern, die ihren großen Namen gerecht werden.

    Fazit: Feiner Humor weit abseits des Brachialen. Sehenswert.

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