Toi et moi

 F 2005
Romanze, Komödie 94 min.
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Toi et moi erzählt die Geschichte zweier Pariser Halbschwestern und ihrer Liebesnöte: Ariane ist eine etwas exzentrische Texterin von Fotoromanen (Julie Depardieu mit wunderbar komischem Timing), Léna (Marion Cotillard) eine ernsthafte Cellistin. Die Wirren der beiden beginnen damit, dass sich erstere zwischen einem wohlhabenden, aber betrügerischen Charmeur und einem freundlichen Bauarbeiter entscheiden muss, und zweitere zwischen ihrer ein wenig langweiligen Sandkastenliebe und einem attraktiven Kollegen. Die Geschichte wird dabei von den tagträumenden «Interpretationen» der romantisch-naiven Ariane untermalt, welche die Ereignisse wie in ihren Love-Stories als herrlich kitschige, knallbunte Standbilder darstellt - ein oftmals komischer Widerspruch zu den wirklichen Ereignissen. Mit einem bittersüßen Ende findet Lopes-Curval - die Erzählung immer wieder mit Auszügen aus Illustrierten konterkarrierend - dann auch den passenden Abschluss für diese herrliche kleine Romantikkomödie. Zwischen bunter Oberfläche und gefühlvoller Tiefe entwickelt Lopes-Curval das seltene Beispiel eines schönen, einfachen Kinos, das hinter einem Schleier der Ironie seine Charaktere ebenso wie seine Zuschauer ernst nimmt. Und obwohl die Suche der extrovertierten Ariane und der schüchternen Léna nach der wahren Liebe auch eine risikoreiche Seite aufweist, bleiben die beiden Frauen dennoch immer Sympathieträgerinnen.

(Text: Viennale 2006)

Details

Julie Depardieu, Marion Cotillard, Tomer Sisley, Chantal Lauby, Sergio Peris Mencheta, Eric Berger, Jonathan Zaccai
Julie Lopes-Curval
Sébastien Schuller
Philippe Guilbert
Julie Lopes-Curval, Sophie Hiet

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

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    Aus der Schiene "Popkino aus Frankreich", was trotz der tendenziellen Ausrichtung auf einen breiteren Markt ganz und gar nicht negativ zu verstehen ist. Das, was in Frankreich Kommerz ist, ist in Hollywood Arthouse...
    Eine junge Regisseurin und zwei sehr talentierte Hauptdarstellerinnen - da kann nicht allzuviel katastrophal schiefgehen.