Trainspotting

 GB 1996
Drama, Literaturverfilmung, Kultfilme, Independent 94 min.
8.20
Trainspotting

Eine Handvoll Junkies, Loser und Psychopathen ziehen durch die Gegend - auf der Suche nach dem jeweils nächstem Kick. Verfilmung des 90er-Jahre-Kultbuches von Irvine Welsh

TRAINSPOTTING liegt das gleichnamige Kultbuch von Irvine Welsh zugrunde, das in rauschhaften, stakkatoartigen Episoden vom Überlebenskampf der Junkies, Arbeitslosen und Gelegenheitsarbeiter in den verelendeten Randbezirken Edinburghs erzählt.

Sein Held, Mark Renton (Ewan McGregor) macht sich keine Illusionen. Für einen wie ihn ist in der Welt der Schönen und Reichen kein Platz. Und für das kleine Glück der Mittelmäßigkeit ist er sich zu schade. Renton ist ein selbsternannter Held unserer Tage. Drogensüchtig, aber gewitzt, lebenshungrig, aber faul, triebhaft und zugleich lethargisch zieht er mit seinen sogenannten Freunden durch die Gegend - ein Haufen von Verlierern, Psychopathen, Dieben und Junkies.

Solange noch Züge fahren: Die spleenige schottische Verhaltensweise, sich die Nummern vorbeifahrender Eisenbahngarnituren zu notieren, darf man vielleicht der österreichischen Kontemplationsweise vergleichen, in das Narrenkastel zu schauen. Und ein Narrenspiegel der Popkultur ist es auch, den Danny Boyle nach einem hier vorlegt - zu Iggy Pops Hymne "Lust for Life" wird hier dezidiert nicht positiv gedacht, Karriere nicht angestrebt, sondern alles dem einen Kick geopfert: dem Schuß Heroin, der geilen Nummer vom Soundtrack, dem einen Drogendeal, der die Viererbande von Trainspotting freispielen sollte und sie erst recht hineinreitet - Rauschkino von Trendmaster Flash.
Text: Viennale

Details

Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller, Kevin McKidd, Robert Carlyle, Kelly Macdonald, u.a.
Danny Boyle
Georges Bizet, Johann Sebastian Bach
Brian Tufano
John Hodge, nach dem Roman von Irvine Welsh

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Rein - raus - rein
    Inzwischen hat der Film Kultstatus erreicht. Die drastische Darstellung ist desillusionierend ehrlich. Der Film zeigt nicht nur eine Einbahnstraße in den Drogenkonsum – wie meistens üblich – sondern auch den Gegenverkehr. Es geht rein in die Sucht, wieder raus (clean) und wieder rein. Dabei schockt Danny Boyle nicht nur mit umherfliegenden Exkrementen am Frühstückstisch, sondern das Tauchen in Schottlands versifftester Toilette (das Wasser ist allerdings auffallend klar) nach einem geschluckten Kokainzäpfchen ist ebenso eindrucksvoll, wie das grabmäßige Versinken im Boden nach einem Schuss. Manche Passagen aus Irvine Welshs Roman, der selbst eine kleine Rolle übernommen hat, verdeutlichen anschaulich die Sprache der Szene. Nach dem Setzen eines Schusses ‘Das ist besser als eine Spermaspritze‘ oder ‘Nimm den besten Orgasmus, den du je hattest, multipliziere ihn mit tausend und du bist noch nicht mal nah dran.‘ Alle sind voll krass und saucool drauf. Und wenn der Stoff fehlt sind sie interessenlos, antriebsgehemmt und depressiv. Das bringt der junge Ewan McGregor eindrucksvoll rüber. Robert Carlyle mimt den gefährlichen Kleinganoven.
    Der Lokalpatriotismus der stolzen Schotten kommt in der deutschen Fassung etwas zu kurz. Auch der Dialekt geht natürlich flöten. Aber die Message an sich kommt schon rüber. Und wenn es um gehaltvolle Gespräche geht, lässt Boyle die Jungs über Filme reden.
    Sie sind keine fünf Freunde in dieser Loser-Clique. Sie beklauen sich gegenseitig und ziehen sich immer wieder in den Drogensumpf. Nur das Ziel ist allen gemeinsam: Geld für den nächsten Schuss. Und da ist sich jeder selbst der Nächste.
    Für Nicht-Roman-Kenner: Der Titel ist ein Kinderspiel. Die Jungs haben die Nummern der vorbeifahrenden Züge notiert. Das war harmloser als der Film.

  • asmigujan
    tropingulai asmigujan treblin korret jangewil rosto ptri smolens alkorsn semlin jokko petula ense retanolawiek holbeinalke sen indorak porre tonkalquiet smers!

    na, im ernst: schas füm!