Eine Handvoll Junkies, Loser und Psychopathen ziehen durch die Gegend - auf der Suche nach dem jeweils nächstem Kick. Verfilmung des 90er-Jahre-Kultbuches von Irvine Welsh

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TRAINSPOTTING liegt das gleichnamige Kultbuch von Irvine Welsh zugrunde, das in rauschhaften, stakkatoartigen Episoden vom Überlebenskampf der Junkies, Arbeitslosen und Gelegenheitsarbeiter in den verelendeten Randbezirken Edinburghs erzählt.

Sein Held, Mark Renton (Ewan McGregor) macht sich keine Illusionen. Für einen wie ihn ist in der Welt der Schönen und Reichen kein Platz. Und für das kleine Glück der Mittelmäßigkeit ist er sich zu schade. Renton ist ein selbsternannter Held unserer Tage. Drogensüchtig, aber gewitzt, lebenshungrig, aber faul, triebhaft und zugleich lethargisch zieht er mit seinen sogenannten Freunden durch die Gegend - ein Haufen von Verlierern, Psychopathen, Dieben und Junkies.

Solange noch Züge fahren: Die spleenige schottische Verhaltensweise, sich die Nummern vorbeifahrender Eisenbahngarnituren zu notieren, darf man vielleicht der österreichischen Kontemplationsweise vergleichen, in das Narrenkastel zu schauen. Und ein Narrenspiegel der Popkultur ist es auch, den Danny Boyle nach einem hier vorlegt - zu Iggy Pops Hymne "Lust for Life" wird hier dezidiert nicht positiv gedacht, Karriere nicht angestrebt, sondern alles dem einen Kick geopfert: dem Schuß Heroin, der geilen Nummer vom Soundtrack, dem einen Drogendeal, der die Viererbande von Trainspotting freispielen sollte und sie erst recht hineinreitet - Rauschkino von Trendmaster Flash.
Text: Viennale

IMDb: 8.2

  • Schauspieler:Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller, Kevin McKidd, Robert Carlyle, Kelly Macdonald

  • Regie:Danny Boyle

  • Kamera:Brian Tufano

  • Autor:John Hodge, nach dem Roman von Irvine Welsh

  • Musik:Georges Bizet, Johann Sebastian Bach

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