Untreu

 USA 2002

Unfaithful

Drama, Erotik 14.06.2002 124 min.
Untreu

Eine erotisch vernachlässigte Ehefrau beginnt ein Verhältnis mit einem gutaussehenden Büchersammler

Edward (Richard Gere) und Connie Sumner (Diane Lane) sind ein zufriedenes Ehepaar mittleren Alters. Mit ihrem Sohn, einem Hund und einer Haushälterin leben sie in einem New Yorker Vorort. Bis zu dem Tag, an dem Connie mit einem Fremden zusammenstößt - ein Zusammenstoß mit Auswirkungen. Der schöne mysteriöse Fremde, das Spontane und Verbotene übt auf Connie eine unwiderstehliche Anziehung aus. Sie verfällt dem Charme des geheimnisvollen Fremden - eine verfängliche Affäre beginnt...

Details

Richard Gere, Diane Lane, Oliver Martinez, Chad Lowe, Margaret Colin, Erik Per Sullivan
Adrian Lyne
Jan A. P. Kacmarek
Peter Biziou
Alvin Sargent, William Broyles
foxfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Chabrol vs. Lyne
    Ein Remake vergleicht man immer mit der Vorlage, auch wenn über dreißig Jahre dazwischen liegen. Lyne (Untreu) hält in weiten Bereichen den Vergleich mit Chabrol (Die untreue Frau) aus. Manche Szenen sind allerdings einfach exakt nachgedreht worden. Bei Lyne wurde die Handlung ins Amerika von heute verlegt, mit allem was dazu gehört. Und es wird in den Dialogen etwas mehr Wert auf das Innenleben der Akteure gelegt; bei Chabrol sind es stumme Blicke, die das widerspiegeln. Nur in einem Punkt ist die Neufassung unglaubwürdig: einen liebevollen, aufmerksamen, gut aussehenden Ehemann (Richard Gere!) betrügt man nicht! Zumal er keinen Grund dafür liefert. Anders bei Chabrol wo Michel Bouquet einen viel älteren, steifen, verknöcherten Alten gibt. Und dann das Ende: bei Lyne ist alles wieder F.F.E - auch wenn man mal kurz ein Martinshorn hört. Die Familie bleibt in Takt. Bei Chabrol sehen wir einen totalen, sich von den Personen distanzierenden Kameraschwenk, der die Kluft zwischen der untreuen Frau mit ihrem Sohn auf der einen und dem bösen Ehemann auf der anderen Seite verdeutlicht. Beide Gruppierungen verharren stumm und erlauben Zeit, einen weiterführenden Verlauf zu denken.

  • nicht empfehlenswert
    Empfehlen würde ich den Film auf gar keinen Fall. Die Ehe der beiden wird weder als glücklich noch als besonders abwechslungsreich dargestellt, weshalb es kein Wunder ist, daß sich die Ehefrau doch ziemlich schnell auf eine Affäre einläßt. Was mich persönlich sehr gestört hat, war, daß die Affäre nur auf Sex beruhte und man absolut kein Verliebtsein oder Vertrauen spüren konnte (besonders deutlich in der Szene im Treppenhaus oder auch in dem kleinen Café).
    Dann wandelt sich die Geschichte komplett und eine ganz neue Dramatik dominiert den Film.
    Die Dramatik des Films ist sicherlich nicht aus dem Leben gegriffen wie schon manch anderer hier erwähnt hat oder zumindest nur zum Teil, denn wenn jeder auf der Erde den Liebhaber seiner Frau umbringen würde, dann wäre das wohl sehr dramatisch.
    Zusammengefaßt: nicht empfehlenswert, weil einerseits keine Spannung und keine Erotik und andererseits ziemlich aus der Luft gegriffen (ab dem Zeitpunkt des Todes des Buchhändlers)

    Re: nicht empfehlenswert
    Und die schauspielerische Leistung von D.Lane ist ein Sch... oder was???
    Auch scheinst Du keine Tageszeitungen und/oder TV-Nachrichten zu konsumieren, von wegen, aus der Luft gegriffen, selten so einen Blödsinn gelesen.

    Definitiv NICHT empfehlenswert ist der Film nur für jene, die in einer ähnlichen Situation sich befinden!!

    Im Ernst, mich hat der Film tief aufgewühlt, WEIL ich in einer ähnlichen Situation BIN!!

  • uiuiui
    Connie Sumner (Diane Lane) geht fremd mit dem jungen Mann Paul Martel (Oliver Martinez) den sie zufällig in die Arme gelaufen ist als es wild stürmte. Adrian Lynes UNTREU ist somit eigentlich das exakte Gegenstück (Ehemann betrügt Ehefrau) zu seiner immer noch ungeheuerlich unterhaltsamen Schocktherapie EINE VERHÄNGNISVOLLE AFFÄRE - zumindest in seiner Ausgangsposition. Die Story selbst geht ja andere Wege. Der junge Mann ist ein Franzose und Buchhändler in SoHo und Connie lebt mit ihrem engagierten Mann Edward (Gere) in einem Vorort von NEW YORK.

    ´Politisch korrekt´ darf man Lynes Filme ja nicht bezeichnen und das ist auch gut so, denn gerade so sind sie umso unterhaltsamer und provokativer. Wie immer startet der Regisseur mit allen möglichen Klischees einer funktionierenden, wohlsituierten Familie, so schamlos oberflächlich, dass einem fast schon schlecht wird. Melancholische, traurige Klaviermusik schaffen eine seltsame Kaffee- und Kuchen Stimmung. Aber gerade darin liegt Lynes Brillianz, aus all seinen aufdringlichen Klischees zaubert der Mann einen Berg von Wahrheit. Da steckt eine unglaubliche Beobachtungsgabe dahinter (Lyne weiss sehr viel über uns Menschen und unsere Verhaltensweisen und Gestiken) und natürlich setzt er auch wieder auf die Fähigkeit seiner Schauspieler.

    Connie Sumners sexuelles Verlangen, ihr Begehren, das sich verstärkende Distanzverhalten zu ihrem Mann, ihre Ängste (und und und) werden von Diane Lane aufregend dargestellt. Ich finde ihr Spiel ist sensationell gut ... aber die beste Szene ist meiner Meinung nach jene in der Edward seinen jüngeren ´Kontrahenten´ Paul in dessen Wohnung aufsucht und zur Rede stellen will. Diese Szene ist aufgeladen und voller verstörender Momente. Es brennt auf der Kinoleinwand. Richard Gere ist schockierend gut und bleibt es auch von dieser Sequenz an bis zum bitteren Ende. Edward sieht in seinem Leben seine Familie als einzigen Mittelpunkt und kann es nicht fassen, dass dies bei seiner Frau mit einem mal anders ist. Das plötzliche, fühlbare Fremdgehen von Connie, die vielen Lügen und die damit verbundenen Ängste alles zu verlieren auf das er gebaut und vertraut hat sind nun zu viel für ihn.

    Also ... ich will hier keinem einreden, er muss Adrian Lyne Filme mögen (es gibt auch durchaus Gründe dies nicht zu tun), aber eines ist klar: Der Typ hat seinen eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden, etwas dass man vom Grossteil aller anderen US-Kommerz-Regisseure sicher nicht behaupten kann. UNTREU ist nichts Neues aber man braucht schon Nerven aus Drahtseil um da unbeschadet aus dem Kino zu kommen ... und das meine ich als Kompliment! Ausserdem ist der Film nicht so selbstverliebt und heuchlerisch wie etwa A BEAUTIFUL MIND, ein Film der dem Publikum ins Gesicht lügt, nur um Oscars einzuheimsen. Für UNTREU gibts 9/10!

  • Soll ich oder nicht???
    Der Film selbst reizt mich eigentlich sehr. Doch da es um meine Beziehung derzeit überaus schlecht bestellt ist weiss ich nicht, ob ich den Film packen werde - noch dazu mit meiner Freundin. Ich fürchte, in ihr "Connie Sumner" zu sehen.

    Re: Soll ich oder nicht???
    Anschauen!

    Es läuft derzeit nicht viel besseres in den Kinos. Und um eine Beziehung, in der es schlecht läuft, geht es eigentlich nicht. Sondern eher darum, daß so was auch in einer (zumindest oberflächlich) guten - fast schon perfekten - Beziehung passieren kann.

  • Sehr gut gespielt, traurig und romantisch
    Untreu





    Ich habe schon ewig lange keinen guten Thriller gesehen. Ich und meine Freundin waren mehr als begeistert, und vor Spannungs Ekstatischen Orgasmusschüben sind wir aneinandergekuschelt voll Angst und Trauer auf den Kinosesseln herumgewetzt, und haben unsere Hämorrhoiden weggescheuert, so spannend war der Film.
    ¿ Begegnungen ¿ oder ¿ Eine verhängnisvolle Affäre ¿, die waren irre gut, und der ist auch irre gut der Film.
    Ein 53 Jähriger Richard Gere, der hocherotisch daherstolziert, und eine 37 Jährige Diane Lane die bis jetzt nur in Kleinen Filmen war, spielen in dem Remake ¿ Die untreue Frau ¿ von Claude Chabrol aus den 60 er Jahren.
    Beide spielen Ihre Rollen sehr gut. Was irgendwie gestört hat, das die Erotik Szenen die mehr aus den 80 er Jahren zu stammen schienen, etwas steril waren und nicht besonders über Erotisch für die heutige Zeit gepaßt haben. Aber das macht nichts. Es geht rein um die Gefühle, und die wurden von beiden fantastisch gut ausgedrückt. Die Story ist sicher nicht neu, aber die Umsetzung durch den Ex Werbefilmer Adrian Lyne, der damals mit seinem 9 ½ Wochen Furore gemacht hat, hat auch hier wieder wunderbar zugeschlagen. Der Film ist sicher keiner über den man Tagelange Streiten kann, und dafür die Fußball WM verpasst, na ja die schon, zumindestens alle Spiele bis auf das Endergebnis der Unwichtigen Endausscheidung. Also wir haben uns zwar nicht gegruselt, aber eines ist klar, Vögle niemals ne Alte die verheiratet ist, es sei denn du bist auch verheiratet, und du verliebst dich nicht in sie oder sie nicht in dich. Das ist Die Quintessenz aus dem Ganzen. Sex ohne Liebe ist einfach besser. Zumindestens für sehr viele Leute. Wir leben ja eher die Konservative leicht langweilige Beziehung das Sex und Liebe zusammengehören, und so agiert auch EDWARD SUMNER ( Richard Gere )
    Und CONNIE SUMNER ( Diane Lane ). 11 Jahre sind sie verheiratet und haben einen Männlichen Knaben, den beiden über alles lieben. EDWARD ist im Vertrieb tätig, als Chef einer großen Firma, und CONNIE macht Wohltätigkeitsveranstaltungen und verkauft a la Sotheby´s an Reiche Leute, Waren die keiner braucht.
    Hauptsache das Geld fließt. CHARLIE Ihr Sohn und Ihr Hund, dazu die Haushälterin die immer da ist, wenn was dreckig ist, und das ganze in den Vororten von New York. Da ist es herrlich ruhig, man Kocht als Frau jeden Tag, kümmert sich um die wichtigen Dinge wie Kinder Erziehung und Nägel Lackieren, und geht einkaufen.
    Der Mann bringt brav das Geld nach Hause, und keiner ist sauer über ein bisschen Klischee Leben.
    Eines Tages geht CONNIE in die Stadt, EDWARD ist zur Arbeit, hat wenig Zeit wie immer, und es stürmt. Es weht ein Orkan, und der ist so stark, das es CONNIE auf die Knie schmeißt, und sie mit aufgeschlagenen Knien daliegt und Hilfe braucht. Sie verliert dabei Orientierung, und Balance und stößt dabei mit einem Bücher tragenden Jungen Kunststudenten aus Frankreich, wie sich später rausstellt zusammen, der sie verarztend in die Wohnung gleich daneben einladet, und sich freut das endlich eine wunderschöne Frau sein Domizil mit 1 Million Bücher teilt. PAUL MARTELL heißt der Süße, und meine Freundin fand ihn auch süß, dafür fand ich CONNIE süß, überhaupt als sie sich später auszog. Naja sie hat eben Talent. Wie auch immer, sein Loft ist mit Büchern voll, aber dafür ohne Frauen. Er will das sie ihn besucht, nachdem sie ihn verlassen hat und sie erzählt ganz verträumt davon Ihrem Mann EDWARD zu Hause. Erregt von der eigenen Chuzpe ruft sie nächsten Tag PAUL an, weil sie Ihn einfach nicht vergessen kann, und fährt zu ihm hinaus. EDWARD arbeitet wie immer, und CHARLIE ist in der Schule. Sie hat noch ein Buch von PAUL mit erotischen Gedichten von dem sie ganz fasziniert ist. Kurz bevor er zur Sache geht, flieht sie aus seinem Loft und besucht EDWARD bei der Arbeit mit einem gekauften Pullover. Sie erzählt das sie mit einem

    Re: Sehr gut gespielt, traurig und romantisch
    Sie erzählt das sie mit einem Bekannten aus war, den EDWARD auch kennt, dem sie was verkaufen wollte. Schon beginnt sie zu lügen und wieder am nächsten Tag ist sie bei PAUL und da passiert es endlich, beide haben Sex. Scham Schuldgefühl, Begierde und Befriedigung beschleichen CONNIE am Heimweg zu EDWARD, und sie kann nur noch weinen. Aber sie ist glücklich, sie hat endlich einen Mann gefunden den sie über alles liebt, der neu ist, und den sie vergöttert, wie er sie vergöttert. Hoffentlich merkt EDWARD nichts, der nächsten Tag gerade den Bekannten trifft, den CONNIE erwähnte, der aber natürlich nichts von der Begegnung mit Ihr weiß. Wochen vergehen, die Beziehung zu PAUL wird immer stärker, sie liebt EDWARD, oder sagt ihm das, als er sie fragt, und EDWARD schöpft immer mehr Verdacht das da etwas nicht stimmt. Jeden Tag ist sie bei PAUL, jeden Tag ungezügelter herrlicher, Orgasmusverschlingender Sex, jeden Tag die Lügen, das sie einen schönen Tag hatte, das die Arbeit ziemlich anstrengend ist, oder das sie gerade einen Termin hat bei einem Schönheitssalon in der Stadt, als EDWARD sie ausführen will. Als sie da zu PAUL will, trifft sie Ihre Freundinnen vor seiner Wohnung und geht mit Ihnen ins Kaffee nebenan. SALLY erwähnt zufällig was von einer Affäre, und CONNIE verschwindet im Klo nebenan mit PAUL, der auch gerade zufällig da war.
    EDWARD schöpft langsam Verdacht das da etwas mit seiner Frau nicht stimmt, schließlich ist er ja mit Ihr verheiratet und Eheprobleme sollte man immer gemeinsam besprechen als fremd zu gehen, und so ruft er an und erfährt das sie gar nicht dort war. Jetzt ist es Zeit für einen Privat Detektiv und findet Ihn auch, und der macht Fotos von den beiden. CONNIE weiß das sie einen Fehler macht, und das immer mehr, aber die Begierde, der Reiz der verbotenen Frucht, den kann sie nicht lassen, und der Bär geht so lange zum Eistanzen wie es ihm gut geht, bis das Eis bricht. EDWARD fasst einen Entschluss. Und den kann man 120 Min. lange im Kino bewundern, den Film mein ich. Der ist wirklich gut. Nicht nur sehr glaubwürdig gespielt, sondern auch sehr prickelnd, und irgendwie total echt, überzeugend, und nachdenklich machend. Das ganze ist eine ziemlich provokante Dreiecksgeschichte und auch sehr spannend, wenn sie auch etwas zu einfach gestrickt ist. Aber das macht nichts, die Einfachen Dinge sind doch die besten. Der Film ist etwas mit wenig Action bedacht, und das ganze spielt sich eher in den schleichenden Gesichtsausdrücken der Schauspieler ab, die Ihre Rollen gekonnt spielen, man meine es sei alles echt, und die Story wird immer spannender, und ist einfach irre. Musik, Kameraeinstellung, das paßt einfach alles zusammen, und langsam aber sicher steigt die Spannung, und das ohne das der Film ein blutiges Gemetzel oder ein Kriegsfilm ist. Einfach ansehen der Streifen ist einfach irre gut.


    Spannend bis zum Schluß, gut gespielt, und einfach überwältigend

    90 von 100

  • Ein völlig unerwartetes "Vow"-Erlebnis!
    Um es gleich vorweg zu nehmen; "Unfaithful" ist einer der bemerkenswertesten Filme dieses Jahres mit einer unvergleichlichen Hauptdarstellerin, sodaß ich mich wunderte, daß Diane Lane mir noch nie besonders aufgefallen war. Das Gesicht scheint vertraut, aber man (oder besser gesagt ich) wußte nicht wirklich woher und war auf einen billigen, vorhersehbaren Sexthriller im Stil von "Fatal Attraction" (nur die Version für "arme Leute") gefaßt - und dazu noch mit einem Richard Gere, ein Mann, der für mich persönlich quer über alle seine Filme weg an Unerotik kaum noch zu überbieten ist - obwohl er schauspielerisch in seltenen Fällen doch zu überzeugen vermag.

    In diesem Film definitiv nicht - er wird von Lane an die Wand gespielt wie ein blutiger Anfänger. Die Rolle des gehörnten, eifersüchtigen Ehemanns, der dazu noch impulsiv handelt, ist ihm nicht auf den Leib geschnitten und so sehr er auch versucht, auf "08/15-Karrieremann" ohne besondere Ansprüche zu tun, er ist nicht nur vollkommen uncharismatisch, sondern ist seine hölzerne Mimik und Gestik auch vollkommen unglaubwürdig.(und endlich hat man sich an seinen Salt and Pepper-Haarlook gewöhnt, wird Jugend vorgetäuscht, was ihm noch den letzten Rest an Attraktivität nimmt).

    Diane Lane hingegen ist großartig - sie wirkt wie eine reifere Version von Jennifer Lopez und man kann sich an dem Nuancenreichtum ihres Gesichts gar nicht sattsehen. Die Szene in der Bahn nach ihrem ersten Sexerlebnis mit Martel ist einer der schauspielerischen Höhepunkte dieses Jahres. Diese Mischung an Gefühlen, Scham, Ärger, Lust, Befriedigung, der Reiz des Verbotenen - und die differenzierte Darstellung dieser Emotionen ist Schauspielkunst der allerobersten Schublade.

    Die Story ist zwar vorhersehbar - aber in einer unaufdringlichen, subtilen Weise. DAs größte Manko des Filmes besteht in seinem Ende: warum beschließt man den Film nicht mit der Szene, wo sie in einem hypothetischen Flashback mit einer simplen Handlung - nämlich ins Taxi zu steigen - allem einen anderen Verlauf gegeben hätte.

    Die letzten fünf Minuten sind vollkommen unnötig und nehmen dem Film viel von seiner Genialität.

    Die Sexszenen sind heiß, aber nie dreckig - und sie sind auch nicht bis zur Lächerlichkeit ästhetisiert wie zB in dem Möchte-Gern-Thriller der jüngeren Vergangenheit mit Angelina Jolie und Antonio Banderas, dessen Name mir im Moment entfallen ist (Latino- Millionär heiratet Brieffreundin aus Übersee..)

    Sehenswert auch die Szene, wie Edward zu dem Franzosen in die Wohnung kommt,um ihn zur Rede zu stellen. Allerdings bezweifle ich, daß eine Glaskugel so einen Schaden anrichten kann....

    Unlogisch auch die Tatsache, daß der gefeuerte Mitarbeiter von Edward sowie der von Edward angeheuerte Detektiv nie Alarm schlagen, als sie (vermutlich) die Bilder des Franzosen in der Zeitung sehen und eins und eins zusammenzählen können.

    Wunderschön die Szene mit der Brailleschrift, das Mienenspiel von Lane im Café, als ihre Freundinnen ihren Lover fachmännisch beurteilen und meinen "So was endet immer in einer Katastrophe".

    Großartig gefilmt, New York im Sturm, sogar die potentiell grausliche Szene auf der Müllhalde ist ganz außergewöhnlich.

    Fazit: sicher nicht ein film für das tendenziell anspruchslose Massenpublikum, sondern ein durchdachtes, ausbalanciertes und fein agiertes Werk.

    Re: Ein völlig unerwartetes "Vow"-Erlebnis!
    Zitat Namikwa: "Unlogisch auch die Tatsache, daß der gefeuerte Mitarbeiter ...(usw)".

    Erstens: Welche Bilder in welcher Zeitung?
    Zweitens: Falls Bilder in irgendeiner Zeitung und sie können eins und eins zusammen zählen - wer sagt denn, dass sie nicht Alarm schlagen (werden)?
    Der Film hat ja ein mehr oder weniger offenes Ende, wobei wir natürlich davon ausgehen können (was anderes suggeriert die Endeinstellung ja nicht), dass sich Edward stellt. Insofern ist da ganz und gar nix unlogisch und auch die letzten 5 min alles andere als unnötig.

    Dass eine Glaskugel "so viel Schaden anrichten kann", denke ich sehr wohl, wenn sie einigermassen dickwandig ist.

    Richard Gere ist ein erstklassiger Schauspieler und das beweist er auch auf ein Neues in diesem Film. Er und Lane ergänzen sich congenial. Das einzige was Dich irritieren darf, ist die Tatsache, daß er hier völlig konträr zu seinen gängigen Rollen agiert. Vor 25 Jahren hätte vermutlich ER den jungen Lover gemimt. Insofern übt er sich hier in einer bemerkenswerten Zurückhaltung und überzeugt durch differenziertes Spiel.

    Lane ist in diesem Film Extraklasse, da brauchen wir uns nicht zu streiten.

    Re: Ein völlig unerwartetes "Vow"-Erlebnis!
    Alle Achtung, vollkommen meiner Meinung, dass muss ich Dir lassen u. ich spreche aus einer 15-jährigen Kinoerfahrung mit ca. 60-80 Filmen/Jahr.

    Sehr gut beobachtet hast Du Diane Lane - es stimmt, sie spielt viel zu wenig *g* - bei der Frau würde ich selbst eine Lopez, Spears o.ä. verjagen, Diane Lane ist in diesem Film der Inbegriff der Erotik, den ich schon lange nicht besser gesehen habe.

  • Re: ohne Zweifel:
    Der "dämliche Mainstream-Schmarrn" basiert auf einer Vorlage von Claude Chabrol (aber der ist vielleicht auch Mainstream für Dich) und zeichnet sich nach Kritiker-Meinung dadurch aus, daß er sich wohltuend vom Hollywood-Mainstream abhebt.

    Re: Re: ohne Zweifel:
    "Lieber" *g* Tominator!

    Echt, Du solltest lieber zuhause vor der Glotze bleiben, denn Deinereiner zieht sich besser den Musikantenstadl od. Gameshows bzw. Teenieklamauk rein, denn für schauspielerisches Leistung fehlt Dir die Grütze!

    Re: ohne Zweifel:
    Dir ist nicht mehr zu helfen. Leute wie du gehen am besten überhaupt nicht mehr ins Kino.

    Re: Re: ohne Zweifel:
    Danke liebe(r) speedex, ich werde mir deinen Rat natürlich zu Herzen nehmen und nicht mehr ins Kino gehen - zumindest nicht mehr so dümmlichen Mainstream-Schmarrn, wo völlig alberne Dialoge mit Szenen abwechseln, die so peinlich sind, dass man wegsehen muss.
    liebe Grüÿe
    Peter (der ein bissl traurig ist, dass ihm nicht mehr zu helfen ist)

  • untreue
    haben den film in oiginalton gesehen. hat uns gut gefallen obwohl wir nicht alles wörtlich verstanden haben.
    ob es in wirklichen leben auch so geht?
    naja auf jedenfall selbst ansehen urteil bilden,
    und auf jeden fall treu bleiben.

  • Untreu!
    Haben uns heute Nachmittags den Film angesehen.

    Hat uns beiden sehr gefallen, sehr gut gemacht alles.

    Tipp: Empfehlenswert!
    lg Sabine & Renate