Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten

 GB/USA 2004

Vanity Fair

Drama, Literaturverfilmung 01.04.2005 137 min.
6.20
film.at poster

Eine ehrgeizige junge Frau aus einfachen Verhältnissen möchte in die glanzvolle Londoner Gesellschaft des Britischen Empires zur Zeit der napoleonischen Kriege aufsteigen

Becky Sharp (Reese Witherspoon), die Tochter eines englischen Künstlers und einerfranzösischen Sängerin verliert ihre Eltern bereits in jungen Jahren. Schon als Kind sehnt sie sich nach einem glamouröseren Leben, als dies ihr gesellschaftlicher Stand erlaubt.

Becky gelingt es, mit Geist, Charme und Sexappeal die feine Gesellschaft Londons Anfang des 19. Jahrhunderts zu erobern. Sie wickelt die Männer reihenweise um den Finger und findet schließlich im Marquis von Steyne (Gabriel Byrne) einen mächtigen Gönner. Er lässt ihre kühnsten Träume wahr werden, doch der Preis könnte zu hoch für sie sein ...

Details

Reese Witherspoon, Eileen Atkins, Eileen Atkins, Jim Broadbent, Gabriel Byrne, Romola Garai, Bob Hoskins, Rhys Ifans, ..
Mira Nair
Mychael Danna
Declan Quinn
Matthew Faulk, Mark Skeet, Julian Fellowes nach William Makepeace Thackeray
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Becky und Emily
    Regisseurin Mira Nair ist es gelungen den über 800 Seiten langen Roman von Thackeray aus der Mitte des 19. Jahrhunderts verständlich, wenn auch etwas langatmig umzusetzen. Die vorherrschenden Gelb- und Brauntöne schaffen eine Atmosphäre, die von der detailgenauen Umgebung der Insel und einer prachtvollen Ausstattung unterstützt wird. Vor allem aber hat sie den ironischen Grundton des Originals durchgehend eingehalten und viel Esprit von dort in den Film mit einfließen lassen. Dabei bleibt ein zeitloser Small Talk erhalten, mit allen ihm stets innewohnenden Gehässigkeiten.
    Am Beispiel von zwei Freundinnen Becky Sharp (Reese Witherspoon) und Amelia Sedley (Romola Garai) wird der wechselseitige Auf- bzw. Abstieg der beiden geschildert. Eine mit Hilfe eines Ehemanns, die andere ohne. Hier schwingen auch erste Emanzipationsgedanken mit. Die arrivierte Gesellschaft fragt sich ‘Ist sie ein Emporkömmling oder ein Gipfelstürmer? ‘
    Anders als im Roman hat Nair Thackerays Geburtsland Indien am Anfang und am Ende eingeblendet. Dies entspricht in etwa dem Bühnenaufzug des Romans an gleicher Stelle. Der Farbton, die dargestellte Figuren und der ganze Aufzug der letzten Bilder von einem schaukelnden Elefantenrücken aus gesehen sind auffallend deckungsgleich mit dem Deckengemälde von Tiepolo in der Würzburger Residenz.
    Für Literaturinteressierte, Augenmenschen und Freunde der geschliffenen Dialoge ein Muss.