Verrückt / Schön

 USA 2001

Crazy / Beautiful

Drama, Romanze 99 min.
6.50
film.at poster

Ein ehrgeiziger aber armer Latinojunge verliebt sich in ein aufmüpfiges Mädchen aus bestem Haus.

Zwei High-School-Schüler aus Los Angeles von unterschiedlicher soziale Herkunft verlieben sich in diesem provokanten Teenager Drama. Nicole Oakley (Kirsten Dunst), die Tochter eines reichen Kongressabgeordneten, besucht die öffentliche Schule im vornehmen Bezirk Pacific Palisades. Aus einer Trotzhandlung heraus versucht sie, die Aufmerksamkeit von Carlos Nunez (Jay Hernandez) zu erlangen, der jeden Tag eine zweistündige Busfahrt von Ost-L.A. zu der angesehenen Schule auf sich nehmen muss. Trotz aller Warnungen entwickelt sich aus dem Flirt eine richtige Romanze. Doch Nicoles selbstzerstörerische Einstellung bedroht Carlos' ehrgeizige Pläne. Und so führen alle Umstände zu einer heftigen Konfrontation.

Details

Kirsten Dunst, Jay Hernandaz, Taryn Manning, Bruce Davison, Lucinda Jenney, Keram Malicki-Sánchez
John Stockwell
Shane Hurlbut
Phil Hay, Matt Manfredi
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • gut
    Verrückt / Schön



    Der Film dauert 98 Min. Im Original dauert er 135 Min. Leider ist das die kürzere Version gewesen. Aber das macht nichts. Die Geschichte ist wirklich sehr sehr gut, und auch spannend. Wem Geschichten wie
    ¿ Der Zauber eines Sommers ¿ ¿ Bullworth ¿ oder ¿ Der richtige Dreh ¿ gepaart mit ner kleinen Mischung von
    ¿ Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhofzoo ¿ mag, Dazu ein bißchen ¿ Save the Last Dance ¿ oder ¿ Boyz in the Hood ¿ Sehr gut gedreht, und sehr gut gemeint. Die Liebe zwischen 2 Stämmen, 2 unterschiedlichen Herkunftsländern, 2 Leuten die aus total anderen Familien kommen. Der alte Streitfehdehandschuh von Reich und Arm wird geworfen und aufgefangen, vom leicht erschütterndem Publikum das sich freut eindlich mal einen Film zu sehen der realistisch ist, der nicht schnulzig ist, der ein Teeniedrama ist und trotzdem was besonderes ist. Teenagerdramen gibt es wenige die gut sind. Hier hat man eines. Die Leute raufen sich wirklich zusammen, sie versuchen wirklich gut zu spielen und schaffen es auch. Man ist einfach nur oft erschüttert vom Leben, von der Zwischenmenschlichkeit in der Ehe, in der Familie. So viel Leid, so viel Probleme.
    Trotzdem man arm ist, die Leute regen sich nicht auf, machen was aus dem Leben. Wer reich ist oft nicht, macht gar nichts aus seinem Leben nur wenig. Ein Film wo man so richtig seine Freundin umarmen kann und hofft ja nicht reich zu werden. Naja wie auch immer. Die Geschichte hat genau die richtige Länge, obwohl ich einiges als zu kurz empfand. Die deutschen Synchronstimmen waren unpassend schrill und steif, oder teilweise auch übertrieben kindlich. Das hat leider vieles versaut. Doch wenn man von dem wegsieht, bekommt man eine sehr gute Unterhaltung fernab jeden Mainstreams.
    NICOLE OAKLEY ( Kirsten Dunst ) lebt mit Ihrem Vater TOM OAKLEY in einer großen Villa am Rande von L.A. in Kalifornien. Er ist Abgeordneter, hat wenig Zeit für die Tochter. Die Stiefmutter COURTNEY die die 2 Jährige Tochter MORGAN aus Ihrer alten Ehe mitbringt. TOM hat wenig Zeit, die Stiefmutter auch nicht.
    So ist NICOLE immer alleine, und die einzige Freundin ist MADDY und die kümmert sich um NICOLE wie um eine Schwester. Sie gehen alle auf eine Schule und kennen sich schon lange. Dort ist auch CARLOS NUNEZ ein Mexikaner der im Süden von L.A. wohnt, und täglich 2 Std. zur Schule fährt.
    Durch Zufall, trifft der Footballspieler auf NICOLE, die ihn irgendwie sofort ins Herz schließt. Näher kennen lernt sie ihn beim Nachsitzen, das heißt Speisesaal putzen. NICOLE umgibt sich mit Drogen, Sex, Zigaretten, Alkohol, und alles was nicht so ganz gesund ist. CARLOS kommt mit Ihr in Kontakt und irgendwie fühlt er was für sie, aber er will sich nicht mit Ihr abgeben, schließlich hat er Pläne, er will mal Pilot werden.
    Seine Mutter ist die einzige die noch lebt, der Vater hat sich verkrümmelt als er 4 Jahre alt war, und er lebt mit Bruder, Oma und Opa in einer Wohnung, einem Kleinen Haus in einer Gang Gegend. NICOLE wiederum hat alles was sie will, Geld, Ruhm, und weiß nicht was sie damit anfangen soll. Sie kann machen was sie will.
    Eines Tages fährt NICOLE ihn heim, mit MADDY, nachdem er den Bus versäumt hat, und kommt halbbesoffen in der Familie NUNEZ an, und fällt sofort negativ auf. MADDY ist fast aus dem gleichen Holz geschnitzt. Bis zu dem Zeitpunkt war sie die beste Freundin von NICOLE, jetzt nicht mehr, denn In Nicole´s Leben ist auf einmal die Liebe eingetreten, und die ist wichtiger als MADDY. Beide treffen sich immer öfters, NICOLE holt CARLOS zu sich nach Hause, und kurz bevor sie Sex haben kommt TOM der Vater heim.
    CARLOS geschockt, NICOLE ist das egal. CARLOS freut sich dennoch den Vater von Ihr zu treffen, da er hofft einen Sponsor zu finden der ihn finanziert. NICOLE bleibt nicht viel über um CARLOS die Liebe zu zeigen, und so führt sie ihn eines Tages auf den Flughafen um mit ihm eine

    Re: gut
    und so führt sie ihn eines Tages auf den Flughafen um mit ihm einen Flug zu unternehmen, im Familieneigenen Flugzeug. CARLOS ist außer sich vor Freude. Für ihn hat noch nie ein Mensch so was wichtiges getan. CARLOS nennt NICOLE verrückt, sie nennt ihn schön. Und nun steht das ganze Leben auf einmal mit weiteren Schwierigkeiten da, und es soll sich weisen wie 2 verschiedene Kulturen zusammenfinden.
    In Ungeschminkten Bildern und ganz ohne Pathos zeigt der Film wie aus was gewöhnlichem was großes werden kann. Die Kraft der ersten Liebe und 30 Songs im Film tragen dazu bei, das der Film nicht nur für Frauen und Teenager was gutes ist, sondern auch für Leute die etwas älter sind, und sich noch mal so richtig freuen wollen. NICOLE spielt Ihre Rolle sehr überzeugend. Die Gegend dort ist gut ausgewählt. Der Krasse Gegensatz von alles haben und nichts haben, oder wenig habe. Die Kluft von Glücklich sein und unglücklich ist auch gut rübergekommen. Drogenprobleme, Selbstmordabsichten, und die Sucht nach Liebe, das alles wird am besten von Kirsten Dunst getragen, ohne Ihr wäre der Film nicht so gut. Eine Welt fernab jeder bekannte, eine Welt die trotzdem überlebt, weil Liebe da ist. Das Kino hat es honoriert, die Zuschauer sind bis zu Ende geblieben was selten vorkommt, bis der Abspann vorbei war. Es ist einfach ergreifend dieses Leid zu sehen, nicht weil es gut gespielt ist, sondern weil man weiß, das so eine Geschichte nicht nur als Teenager Drama existiert in Einzelfällen, sondern auch viel öfters. Es ist sehr ruhig gedreht, und sehr wohl besonnen, und man geht mit einem guten Gefühl aus dem Kino das Geld nicht verschwendet zu haben.

    Traurige lebensechte realistische

    80,11 von 100