Violette Nozière

 Frankreich 1978
Drama, Biografie 124 min.
7.30
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Das Schulmädchen Violette Nozière hat genug von den Unterschichtträumen ihrer Familie. Sie beginnt ein Doppelleben als Prostituierte...

Nach einem wahren Fall in Paris, 1933, der Frankreich in seinen Bann schlug. Das Schulmädchen Violette Nozière (Isabelle Huppert) hat genug von den Unterschichtträumen ihrer Familie. Sie beginnt ein Doppelleben als Prostituierte, vergiftet schließlich ihre Eltern, doch die Mutter überlebt.

Violette wird zum Tode verurteilt, später begnadigt werden und eine gutbürgerliche Existenz führen. Die hervorragend gespielte und virtuos inszenierte Charakterstudie einer Undurchdringlichen: Keines der möglichen Motive - sexuelle Repression, soziale Ambition, Durchbrennen mit dem Liebhaber, sogar schiere Langeweile - scheint ausreichend. Der meistgerühmte Film Chabrols in den späten 70er Jahren ist ein frühes Beispiel für den zurückhaltend-klassizistischen Modus in seinem Werk.

Mit dem Gastauftritt von Bernadette Lafont als Zellengenossin blitzt kurz noch etwas anderes auf: Der Mord sei verzeihlich gewesen, aber sie hätte das Geld nicht nehmen dürfen, sagt sie zu Violette - und wenige Szenen später interessiert den Richter genau das. (Christoph Huber)

Details

Isabelle Huppert, Stéphane Audran, Jean Carmet, Fabrice Luchini
Claude Chabrol
Odile Barski, Hervé Bromberger, Claude Chabrol, Jean-Marie Fritere, Frédéric Grendel

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