Wahre Lügen

 CAN/GB/USA 2005

Where the Truth Lies

Thriller 03.02.2006 108 min.
6.60
film.at poster

Verschachtelt erzählter Krimi mit Noir-Touch über zwei erfolgreiche Komödianten der 50er Jahre, deren plötzliche Trennung auf der Höhe ihres Ruhms Jahre später eine junge Reporterin auf den Plan ruft.

Lanny Morris und Vince Collins - auf der Bühne Inbegriff des lauten Amerikaners und des smarten Briten - sind in den 50er Jahren gefeierte Entertainer, die sich auf der Höhe ihres Ruhms trennen, als in ihrer Hotelsuite ein ertränktes Mädchen gefunden wird. Zu Beginn der 70er Jahre will die junge Reporterin Karen O'Connor das Geheimnis hinter der Trennung von Lanny und Vince herausfinden und arrangiert Interviews mit den zurückgezogen lebenden Männern, die sich nie wieder gesehen haben. Ihre Motive sind aber durchaus persönlich.

Wie von ihm nicht anders zu erwarten, legt Atom Egoyan seinen Film, einen doppelbödigen, smarten und bestechend designten Thriller, überaus verschachtelt an, indem er versucht, einer lange vergessenen Wahrheit durch das Springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf die Spur zu kommen. Leitmotivisch an "Alice im Wunderland" orientiert, fasziniert der Film mit seiner kühlen, technischen Brillanz. In den USA erregte eine freizügige Ménage à trois zwischen den drei Hauptfiguren Aufsehen - ein NC-17-Rating war die Folge.

Details

Colin Firth, Kevin Bacon, Alison Lohman
Atom Egoyan
Mychael Danna
Paul Sarossy
Atom Egoyan nach Rupert Holmes
Concorde-Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Gut ist böse, böse gut
    Eine sehr komplexe und detaillierte Darstellung von zwei Charakteren: Vince(Collin Firth) und Lenny (Kevin Bacon). Beide stehen als berühmte Showstars auf der Bühne und blödeln zwischen unverschämten Publikumsbeschimpfungen und schlüpfrigen Anzüglichkeiten hin und her, zwischen schnulzigen Sentimentalitäten und kohlebringenden Wohltätigkeitsveranstaltungen. Beide sind skrupellos, unmoralisch, vergnügungssüchtig, jähzornig und gefährlich. Und in einer Art Hass-Liebe mit einander verbunden. Wer von beiden hat die Gelegenheitsnutte Maureen umgebracht? Eine überraschende Lösung wird am Ende geboten, obwohl dies ein allseits bekanntes englisches Bonmot beschreibt. Nicht nur die äußerst verschachtelte Story verblüfft, sondern auch die optischen Überblendungen sollen bewusst verwirren. Man kann diesen spannenden Film durchaus zweimal genießen, so gut gemacht ist er, vor allem der lyrische Schluss ist typisch Egoyan.

  • Einfach ärgerlich
    ein stark beworbener Film, der auch eine gute Geschichte hätte, aber dessen Macher meinen, mit Sex and Crime auszukommen. So werden peinliche Klischees eingesetzt dort, wo eine psychologische eind einfühlende Personenzeichnung angebracht wäre. - Es war ein verlorener Abend!