Waking Life

 USA 2000
Independent, Animation 99 min.
7.80
film.at poster

Die Figur Wiley Wiggins driftet in etwa 70 Episoden von einer Begegnung zur nächsten und ist der passive Zuhörer einer Vielzahl von Monologen, Phrasen, Grübeleien.

Waking Life spielt in Austin, Linklaters Heimatstadt, und besteht aus etwa 70 Episoden, in denen wir einer bunten Mischung von Figuren begegnen. Die meisten teilen etwas über ihre Sicht des Lebens und der Welt mit. Der Protagonist des Films ist ein Junge um die 20, gespielt von Wiley Wiggins aus Dazed and Confused. Wiggings driftet von einer Begegnung zur nächsten und ist der passive Zuhörer einer Vielzahl von Monologen, Phrasen, Grübeleien, Vorträgen und Konversationen. Nur selten tritt er mit jemandem in Dialog. (Gavin Smith)Der Übergang von einem Aggregatzustand in einen anderen und von einer Daseinsform zur nächsten funktioniert in diesem Film ganz selbstverständlich. Waking Life ist ein Animationsfilm, der seine Erzählung um die Verquickung von Traum und Realität auch auf der Ebene ihrer Umsetzung weiterspinnt: Er gleitet durch Wasserfarbenlandschaften und über zart skizzierte Gesichter, tritt ein in Gedankenwelten, deren Ausgeburten frech um Köpfe tanzen, lässt Wachzustand und Traumerfahrung nicht nur für seinen Helden ununterscheidbar werden - und erlaubt so auch, die Wortkaskaden ein wenig auszublenden.Waking Life ist vor allem ein einzigartiges Seherlebnis. Und promotet eine neue Animationssoftware, die sich nicht zuletzt gegen technische und ästhetische Standards etablierter Großproduzenten wendet und abgeht von fotorealistischen Ansprüchen und millionenschwerem Hi-Tech-Equipment. Die Technik der Rotoskopie, die Animationen auf Basis von Realfilmvorlagen erarbeitet, ist kein neues Verfahren - sie wurde bereits 1915 vom legendären Max Fleischer eingesetzt und fand etwa bei Walt Disneys Schneewittchen Verwendung. Bob Sabiston und Tommy Pallotta haben das Verfahren nun heimcomputertauglich gemacht. (Isabella Reicher)

Details

Wiley Wiggins, Peter Atherton, Steve Brudniak, John Christensen, Julie Delpy, Charles Gunning, Ethan Hawke, Nicky Katt, Timothy «Speed» Levitch, Louis Mackey, Steven Prince, Steven Soderbergh, Ken Webster u.v.a.
Richard Linklater
Glover Gill; Tosca Tango Orchestra
Richard Linklater, Tommy Pallotta
Richard Linklater
20th Century Fox

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • der film hat mich auch ziemlich beeindruckt. Nur leider findet man ihn in keiner Videothek geschweige denn im Laden. Wie kommt man an ihn heran ? So etwas darf man sich nicht entgehen lassen !

  • dreams come alive
    Würde zusammen mit "Mulholland Dr." ein tolles Double Feature ergeben. Richard Linklater dreht einen philosophischen Traum auf DV Kamera und lässt ihn dann übermalen. Die Farben verwischen, das Bild schwankt, wir träumen. Und so komische Typen plappern über Gott und die Welt. Es ist toll, wenn Menschen etwas zu sagen haben. Einer der besten Filme des Jahres.