Wer war Edgar Allen?

 Österreich/Deutschland 1985
Drama 83 min.
6.30
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Mit »Wer war Edgar Allan?« versuchte sich Peter Rosei 1977 erfolgreich im »Erzählen einer literarischen Halluzination« (K. E. Thorpe): In stark fragmentierter Form schildert er darin die Identitätskrise eines Kunststudenten.

Diverse Rauschmittel zerrütten sein Selbstbild als Dandy, die Begegnung mit einem mysteriösen US-Amerikaner, dem titelspendenden Edgar Allan, und die Verwicklung in mysteriöse Verbrechen führen zur Verschlimmerung der Krise. Textlich offen gehalten, mit Elementen einer möglichen Biografie Poes durchsetzt, bot Roseis Vorlage die ideale Startbasis für ein offenes filmisches Erzählen. Wie der heimliche Klassiker der österreichischen postmodernen Literatur, bleibt auch die Adaption eine einfache Lösung schuldig. Vielmehr dominieren das Labyrinthische und Verzweigte, treten gewinnbringend an die Stelle einfacher (Krimi-)Linearität. Dass Rosei in seiner Poetik den Leitlinien eines außermoralischen Charakters der Grausamkeit und der existenziellen Ausweglosigkeit des Lebens verpflichtet ist, trägt noch zum Reiz dieser Arbeit Hanekes bei

Details

Paulus Manker, Rolf Hoppe, Guido Wieland, Renzo Martini, Walter Corradi
Michael Haneke
ennio Morricone
Frank Brühne
Hans Broczyner , Michael Haneke

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