Zu Ende ist alles erst am Schluss

 F 2015

Les souvenirs

Tragikomödie 17.04.2015 96 min.
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6.50
Zu Ende ist alles erst am Schluss

Das Leben ist eine ernste Angelegenheit - das lässt uns dieser Film in gleichermaßen schillernden und bezaubernden Farben sehen.

Romain Esnard ist jung und hat das ganze Leben noch vor sich. Sein Vater Michel ist Postbeamter
alter Schule und geht gerade in Rente. Seine geliebte Großmutter Madeleine musste jüngst ins
Seniorenheim und sein Opa ist gerade gestorben. Eigentlich interessiert sich Romain für Literatur und
vielleicht möchte er auch ein Buch schreiben, doch die ganz normalen Familiengeschichten
halten ihn in Atem. Das Seniorenheim findet Oma Madeleine so scheußlich, dass sie urplötzlich
Reißaus nimmt und spurlos verschwindet.
Familie Esnard, beziehungsweise das, was von ihr übrig
ist, gerät in noch größeren Aufruhr. Vater Michel, ohnehin konsterniert über den eigenen Ausstieg
aus dem Leben, kriegt einen Wutanfall nach dem nächsten. Und Romains Mutter erklärt, dass sie
die Scheidung will. Eines Tages findet Romain in seinem Briefkasten eine Postkarte und darin einen
kleinen Hinweis, an welchem Ort nach Madeleine zu suchen ist. Romain macht sich auf den Weg
in die Normandie und begegnet nicht nur einem unverhofften Tankstellenorakel, das Auskunft über
die große Liebe gibt, sondern auch Erinnerungen an erste und späte Dinge des Lebens.

Details

Michel Blanc, Annie Cordy, Mathieu Spinosi, Chantal Lauby
Jean-Paul Rouve
Alexis Rault
Christophe Offenstein
David Foenkinos, Jean-Paul Rouve
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Oma & ihr Lieblingsenkel
    Es ist keine Tragödie, obwohl es zwei Todesfälle gibt. Aber Regisseur Rouve (hier als Hotelier zu sehen) kommt mit so viel herzerwärmendem Charme seiner Figuren daher, dass man eher zu Tränen gerührt ist. Dabei geht es eigentlich um erste Dinge: Oma Madeleine (Annie Cordy) soll ins Heim, ihre Söhne angeführt von Michel Blanc verkaufen hinter ihrem Rücken ihre Wohnung und seine Frau Natalie (Chantal-MadameClaude-Lauby) will sich von ihm scheiden lassen. Dabei wird die Geschichte vornehmlich aus der Perspektive von Enkel Romain (Mathieu Spinosi) erzählt, einem echten Charmebolzen mit Witz und Humor. In seiner Person laufen alle Handlungsfäden zusammen. Und zwar vor allem die der Alten, denn er ist ja der Jüngste in der Familie. Er ist so überaus nett und versteht Eltern und Oma besser als sie sich. Sogar in der Liebe kann beim ihm der Erfolg nicht ausbleiben.
    Das Drehbuch verfolgt die gut gesetzten Gags nach dem Muster ‘Man begegnet im Leben allem und jedem immer zweimal‘: Anfangs kommt Romain zu spät zu Opas Beerdigung, am Ende verpasst seine Neue (Flore Bonaventura) die seiner geliebten Oma. Erst holt sich der Sohn Rat bei einem Tankwart, später der Vater. Und da gibt es volle Kanne aus der Taschenpsychologie: ‘Wenn das im Heute nicht weitergeht, beginnt das Morgen aus dem Gestern‘ oder ‘Die Realität liegt in der Evidenz, weil die Evidenz in der Realität liegt‘. Das braucht einen aber nicht weiter zu beunruhigen, denn der Gefragte versteht es auch nicht. Chantal erzählt z.B. wie sie sich in Michel verliebt hat. Später spielt er das genauso nach. Wenn Oma in ihrer alten Schule von den Kindern befragt wird, ist das ein echtes Highlight. Da verfolgt man den Abspann entspannt beim untertitelten Softsong ‘Lass dich gehen für die Dauer eines Kusses‘. Ein durch und durch Feel-Good Movie, das mit einem nichtssagenden deutschen Titel leben muss.