Arbitrage

 2012 2012
Drama, Thriller 15.02.2013 100 min.
6.60
Arbitrage

In diesem Thriller spielt Richard Gere einen faszinierenden, charismatischen Manipulator, dessen Scheinwelt zu zerbrechen droht.

Robert Miller (Richard Gere) scheint zu seinem 60. Geburtstag alles im Leben erreicht zu haben, was man sich wünschen kann. Er ist ein erfolgreicher Hedgefonds-Manager in New York und dazu noch liebender Ehemann und Familienvater. Doch dieser glitzernde Schein trügt: Er versucht verzweifelt, sein Trading-Unternehmen an eine große Bank zu verkaufen, bevor Falschbuchungen und Tricksereien in den Büchern seiner Firma an den Tag kommen. Und auch seinem privatem Leben spielt Miller eine doppelte Rolle: Neben seiner Ehe pflegt er eine Affäre mit der französischen Kunsthändlerin Julie (Laetitia Casta). Und dann passiert ein folgenschwerer Unfall und seine gut gehüteten Geheimnisse drohen aufzufliegen...

In Nicholas Jareckis Regiedebüt spielt Richard Gere einen faszinierenden, charismatischen Manipulator, der glaubt, dass kein Problem existiert, das sich nicht mit Geld und Einfluss lösen ließe und dessen Gefühlswelt voller Rätsel und Widersprüche steckt. Auf dieser Grundlage entwickelt ARBITRAGE, dessen Inszenierung kaum stimmiger und eleganter ausfallen konnte, eine emotionale Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Zusätzlich ist dieser Thriller bis in die Nebenrollen exzellent besetzt.

Details

Richard Gere, Susan Sarandon, Brit Marling, Laetitia Casta, Tim Roth, Nate Parker
Nicolas Jarecki
Cliff Martinez
Yorick Le Saux
Nicholas Jarecki
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Macht will gewinnen
    Ein Krimi über Spekulationen in Millionenhöhe, bei dem der Fachmann wie selbstverständlich zustimmend nickt und meint ‘Stimmt! So is‘ es‘, und der Laie wundert sich ‘Unvorstellbar!‘
    Regisseur Jarecki kontrastiert das Privatleben des Milliardärs Robert Miller (Richard Gere) mit seinem Geschäftsgebaren. Außerdem erfahren wir, wie der Superdaddy zuvor vertuscht, Zahlen fingiert sogar gefälscht hat. Und gleichzeitig die Polizei (Tim Roth) gegen ihn ermittelt, weil seine kostspielige Geliebte (Laetitia Casta) bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Robert beging Fahrerflucht.
    Miller gelingt es immer wieder den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Etwaige Klippen innerhalb der Familie (wie die mit Ehefrau Susan Sarandon oder Tochter Brooke (Brit Marling) werden souverän umschifft. Nach außen zumindest. Es wird aber auch die tragische Seite des Vater – Tochter Verhältnisses angedeutet.
    Die Beweise für die Polizei kann er kaufen und ändern, so dass er ungeschoren davonkommt. Persönliche Narben, die nicht so schnell verheilen, werden wohl erst später sichtbar. Zuvor endet der Film mit einer Laudatio von Tochter Brooke auf ihren Vater auf einem Gala Dinner.
    Gere gibt den Robert Miller als einen pfiffigen, aber rücksichtslosen Charmeur. Er wirkt aber gehetzt und schläft schlecht. Eigentlich ist er nicht zu beneiden.
    Und weil hinter jedem großen Mann eine noch größere Frau steht, wird seine Ehefrau am Ende alle Fäden in der Hand behalten und alles nach ihren Vorstellungen lenken. Ihre Erpressung ist die raffinierteste Karte im Quartett. Es gibt keine Nur-Guten oder Nur-Bösen. Alle sind Opfer ihrer eigenen Wünsche. Sogar Robert Miller. Er ist am Ende der betrogene Betrüger. Realistisch und spannend.