Baby Doll - Begehre nicht des anderen Weib

 USA 1956

Baby Doll

Romanze, Tragikomödie 114 min.
7.50
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Die noch sehr junge Baby Doll Meighan (Carroll Baker) ist zwar bereits seit zwei Jahren mit dem Baumwoll-Plantagenbesitzer Archie Lee Meighan (Karl Malden) verheiratet, aber die Ehe wurde nie vollzogen, da die Braut bis zum 20. Lebensjahr damit warten möchte.

Ein bis zur grellen Neige ausgekostetes Spiel mit gehemmter ­Begierde, unreifer Sexualität und böswilliger Verführung - figuriert in drei Personen, die mit- und gegeneinander die tödliche Variante von Katz und Maus spielen. Baby Doll hat nichts von der perversen Elektrizität der ersten Stunde eingebüßt, vielleicht deshalb, weil sein Gegenstand die Hemmung der Prüderie und sein Motor die Lust am Spiel ist. Kamermann Boris Kaufmans veristische Tableaus der Mississippi-Ebene und der Stadt Benoit kontrastieren mit den grotesken Bildern des riesigen, halbleeren Herrenhauses. Alles ­erscheint völlig real und phantastisch zugleich. "Dostojewskische Frenesie" fordert Tennessee Williams in den Regieanweisungen seiner Stücke, und sie ist es, die das Spiel der Akteure, die ­auf­geladene Schwüle der Atmosphäre und Kazans überlebensgroße Inszenierung bestimmt, eine Kunst, die den Vorwurf mangelnden Understatements niemals scheut. Baby Doll ist ein Triumph des "unreinen", des trickreichen, pathetischen, herrlichen Kinos. (H.T.) (filmmuseum)

Details

Karl Malden, Carroll Baker, Eli Wallach, Rip Torn, Mildred Dunnock, u.a.
Elia Kazan
Kenyon Hopkins
Boris Kaufman
Tennessee Williams

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