Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten

 GB/USA 1996

Brassed Off

Kultfilme, Tragikomödie 107 min.
7.10
Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten

Ein Kohlenbergwerk in England steht vor der Schließung. Die Kumpel wandeln ihre Wut und Frustration in produktive Energien um und gründen eine Blasmusikkapelle.

1992: Die Kohlenzeche in dem nordenglischen Bergarbeiterstädtchen Grimley soll bald geschlossen werden. Der stolze Bergmann Danny (Pete Postlethwaite) kämpft als Dirigent der traditionsreichen Zechenkapelle gegen die Resignation der Kumpels, schließlich steht das Blasorchester schon im Halbfinale des nationalen Musikwettbewerbs. Während Danny vom Finale in der Londoner Royal Albert Hall träumt, sorgt die attraktive Flügelhornspielerin Gloria (Tara Fitzgerald) für Aufregung. Sie will nach der Rückkehr in ihren Heimatort in die Kapelle aufgenommen werden und stößt zunächst auf Ablehnung. Doch ihr Talent überzeugt auch die Machos des Vereins. Gloria bringt besonders den jungen Posaunisten Andy (Ewan McGregor) in Verlegenheit, ihren Jugendfreund. Sie ist immer noch in ihn verliebt, doch ihr Wiedersehen steht unter keinem guten Stern. Die Kumpel finden heraus, dass Gloria als Wirtschaftsprüferin für die verhasste Zechenleitung arbeitet. Obwohl Gloria ihnen schwört, dass sie ebenfalls gegen die Schließung ist, trennt sich Andy von ihr. Auch Dannys Sohn Phil ist verzweifelt. Er hat Ärger wegen seiner Spielschulden und schlägt sich verbittert als Clown auf Kindergeburtstagen durch. Als Danny mit dem Orchester von einem sehr erfolgreichen Auftritt heimkehrt, erfährt er, dass die Zeche nun endgültig geschlossen wird. Dies bedeutet zugleich auch das Ende des Blasorchesters. Der entsetzte Danny bricht daraufhin mit einem Lungenkollaps zusammen. Phil (Stephen Tompkinson), der nach dem Auszug von Frau und Kindern dem Selbstmord nahe war, fasst sich ein Herz. Er bringt seine Freunde dazu, jetzt erst recht um den Einzug in die Royal Albert Hall zu kämpfen.

Details

Pete Postlethwaite, Tara Fitzgerald, Ewan McGregor, Stephen Tompkinson, Jim Carter, u.a.
Mark Herman
Trevor Jones
Andy Collins
Mark Herman

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Blechmusik gegen die Bosse
    Eine der bewegendsten working-class comedies. Ihr Reiz liegt in der Tatsache, dass sie vor einem ersten Hintergrund spielt: Zechenschließung. Und die Kumpels spielen in einer Blaskapelle der Grube und wollen den großen Landeswettbewerb gewinnen.
    Natürlich sorgt auch eine Lovestory für zusätzliche Spannung. Die Liebenden (Ewan McGregor und Tara Fitzgerald)gehören nämlich den beiden verfeindeten Teilen des bipolaren Weltbildes der Arbeiter an: „wir da unten, die da oben“. Beim nächtlichen Ständchen für den erkrankten Dirigenten Pete Postlethwaite kann man schon mal zum Taschentuch greifen.
    Die Musikbeispiele gipfeln natürlich in Englands heimlicher Nationalhymne von Edward Elgar „Pomp and Circumstance“ Und wenn dann am Ende der Dirigent mit der abschließenden Rede noch eine Überraschung parat hat, freut man sich mit den Akteuren und kann das Taschentuch getrost wieder weglegen.

  • Blechmusik gegen die Bosse
    Eine der bewegendsten working-class comedies. Ihr Reiz liegt in der Tatsache, dass sie vor einem ersten Hintergrund spielt: Zechenschließung. Und die Kumpels spielen in einer Blaskapelle der Grube und wollen den großen Landeswettbewerb gewinnen.
    Natürlich sorgt auch eine Lovestory für zusätzliche Spannung. Die Liebenden (Ewan McGregor und Tara Fitzgerald)gehören nämlich den beiden verfeindeten Teilen des bipolaren Weltbildes der Arbeiter an: „wir da unten, die da oben“. Beim nächtlichen Ständchen für den erkrankten Dirigenten Pete Postlethwaite kann man schon mal zum Taschentuch greifen.
    Die Musikbeispiele gipfeln natürlich in Englands heimlicher Nationalhymne von Edward Elgar „Pomp and Circumstance“ Und wenn dann am Ende der Dirigent mit der abschließenden Rede noch eine Überraschung parat hat, freut man sich mit den Akteuren und kann das Taschentuch getrost wieder weglegen.

  • Englischunterricht
    Der Film ist gut für den Englischunterricht in der 9. Klasse geeignet, sollte jedoch mit Untertiteln gezeigt werden. Es ist eine schöne, herzergreifende Story, die einen berührt! Echter Tipp für Englischlehrer, die ihrer Klasse etwas gutes tun wollen