Caché

 F/A 2005
Drama, Thriller 18.11.2005 117 min.
7.30
film.at poster

Ein Mann bekommt Videos zugeschickt, die Aufnahmen von ihm und seiner Familie enthalten - die Situation wird zunehmend bedrohlicher.

Georges, der Präsentator einer literarischen TV Sendung, bekommt heimlich auf der Straße aufgenommene Videos von sich und seiner Familie, sowie beunruhigende, schwer zu deutende Zeichnungen geschickt. Er hat keine Ahnung, wer der Absender ist. Allmählich wird der Inhalt der Kassetten persönlicher, was den Verdacht erhärtet, dass der Absender Georges schon seit langem kennt. Georges fühlt sich und seine Familie bedroht.

Details

Juliette Binoche, Daniel Auteuil, Annie Girardot, Maurice Bénichou, Bernard Le Coq u.a.
Michael Haneke
Michael Haneke
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User Kritiken

  • Die grosse Verunsicherung
    Wie so oft zeigt uns Haneke ein intellektuelles Konstrukt, das Schockeffekte enthält. Es geht ihm dabei gar nicht so sehr um die Aufklärung der Hintergründe und Motive des oder der Täter, denn die letzte Szene sieht man nur aus der Ferne und kann die handelnden Figuren nur schlecht erkennen. Haneke führt uns lediglich eine etablierte Familie vor, bei der alles im grünen Bereich liegt und die plötzlich durch beobachtende Videoaufzeichnungen auf eine harte Probe gestellt wird. Misstrauen und Verdächtigungen kommen auf. Selbst die Kommunikation der Eltern (Juliette Binoche und Daniel Auteuil) gerät ins Stocken. Viele dunkle, kaum ausgeleuchtete Szenen verdeutlichen den Gemütszustand der beiden und schaffen eine bedrückende Atmosphäre, die eigentlich nur im dunklen Kinosaal richtig entstehen kann. Daher wird dem Publikum vom Regisseur nahegelegt, während der Vorführung den Saal nicht zu verlassen. Ist also eigentlich nichts fürs Fernsehen.

  • ?
    jetzt, wo ich ihn gesehen habe: der film wurde in den medien überbewertet, ist zu langatmig, stellenweise unlogisch, wenig inhalt, frag mich noch immer, was das soll.

  • etwas anstrengend - Teil 1
    Meinung, Infos, Inhalt, Informatives:

    Die 2 Filmstudios, Les Filmes du Losange und die Wega Film, die ist eh bekannt, produzierten einen Film den der österreichische Regisseur Michael Haneke geschrieben hat. Der macht immer so französische grausliche Filme die unter die Haut gehen und psychologisch so grässlich und grauslich sind. Wie ¿Funny Games¿ oder ¿Das Experiment¿, zwei Filme die wahre Psychoschocker sind. Wieso der Film auch ¿Versteckt¿ heißt ist mir ein Rätsel.

    Also da ist mal Paris, da sind viele Leute, die sind nett und nicht nett, was weiß ich, jedenfalls der GEORGE LAURENT und seine Frau ANNE sind verheiratet. Leben super, sind reich, er moderiert eine Literatursendung im TV, und sie ist Verlegerin bei Bücher. Die haben einen Sohn, der ist 12, der heißt PIERROT, und sein Schwimmtalent. Wie der Marcus Rogan.

    Und dann kommt was unerwartetes, da liegt einfach ein Paket vor der Türe. Da ist keine Bombe drinnen, sondern eine 2 stündige Aufnahme von Ihrem Zimmer, und zwar von Innen, und wie sie draußen herumlaufen. Sieht aus wie ein Versuch was zu erpressen in Zukunft. Da ist auch ein Bild drinnen, da ist ein Junge drauf, mit Blut das aus seinem Mund rinnt. Klar, keine Polizei sagt der Mann, du spinnst meint die Frau, und als auf einmal sich einigen Anrufe ereignen, am Telefon, da werden sie sehr stutzig, sehr ängstlich, und beide hoffen die Bullen können was tun.

    Und noch mehr Zeichnungen, und noch mehr Bücher. Kam mir im Kino vor wie bei einem Edgar Wallace Film. Da schickt dir einer was, es ist kein Geld, kein Diamantenring, keine Video Porno Sammlung von Paris Hilton, nein, es ist eine grausliche Zeichnung, und ja, das ganze schockt schon, denn wer weiß ob sich nicht so was am Planeten abspielt irgendwo.

    Anfangs ist das ganze stinkfade, aber dann wird der Film immer berührender, nicht nur weil der Schauspieler der den Vater verkörpert sehr echt spielt, er wirkt wirklich als wäre er psychisch geschockt. Eigentlich sind alle Akteure keine gelernten Typen von einer Akademie, trotzdem spielen sie so gut, was wahrscheinlich daran liegt, das der Regisseur das ganze wie eine Mischung Direct do Video und Kinofilm produziert hat, das Drehbuch ist auch von ihm.

    Der Vater hat sogar einen Autounfall, es gibt Details zum Körper seiner Frau, er hat einen Motorradunfall, glaubt der Neger will ihm was anhaben, sein Verfolgungswahn steigt immer mehr. Und irgendwann versucht er Sherlock Holmes zu spielen, denn die Bullen lassen ihn im Stich, Geld für einen Detektiv hat er keines, und er trifft auf MAJID. Ein Typ aus Algerien. Verschwiegen, gefährlich, ein richtiger Terrorist eben.

    Dessen Eltern wurden am 17.10.1961 ermordet, als da so ein großes Horrorfest in Paris war, die haben nämlich dagegen demonstriert das Frankreich die Algerier angreifen, und seine beiden Eltern starben. Er natürlich sagt das er nichts mit den Videobändern zu tun hat, obwohl die ganze Umgebung wie die seine aussieht.

    Der Film ist bis dahin ziemlich ruhig gewesen, aber fängt an wie ein Hitchcockfilm zu werden, denn die Suche nach dem Unbekannten entwickelt sich zu einer spannenden Reise ins Nichts, und dann doch dorthin wo man was vermuten könnte, und wie bei ¿Der eiserner Vorhang¿ merkt man richtig, es ist was mit Verschwörung im Gange und der Film reißt dich mit, von deinen Sesseln reißt er dich um, wie ein Bagger der eine Bananenplantage umnietet, einfach hin und weg bist du, und wenn du dich da noch nicht angepißt hast, weil du wissen willst, wer was wie gemacht hat, ist es jetzt der beste Zeitpunkt.

    Auf einmal ist PIERROT weg, kommt nicht von der Schule heim, und MAJID landet im Polizeigewahrsam, sein Sohn auch, und wieder misstraut einer dem anderen. War er es doch? Und irgendwann kommt immer mehr ans Licht, denn GEORGE hat Dreck am Stecken, das er lange verdrängt hat. Da war z.B. eine Begebenheit in der Familie von GEORGE als er noch junge war. Seine Eltern haben MAJID damals adoptiert, GEORGE hat ihn beschuldigt einen Hah

  • Mal was anderes
    Mangels Alternativen haben wir uns gestern den Film angesehen.

    Algerienkrieg? Integrationsprobleme?
    Nun - offenbar ist diese Thematik in Frankreich allgegenwärtiger, und bei uns weitgehend unbekannt.
    Davon abgesehen eine abgebrochene Adoption als Symbol für eine missglückte Integrationspolitik zu verwenden ist ja ziemlich treffend.
    Dennoch bleibt einiges unlogisch - deshlab weden logisch denkende Menschen in jeder Szene Mitleid mit den Hauptdarstellern haben:
    - Warum stellt er nicht aus der gegenteiligen Perspektive eine Kamera auf (man müsste sehen wer die Bänder wechselt)
    - Warum schaut er nicht mal wo die Kamera ist (müsste wegen der langen Einstellung doch mühelos festzustellen sein)
    - Warum macht der alte "Adoptivsohn" seinen "Adoptivbruder" der zur "Tatzeit" selbst noch ein Kind war ihn, und nicht etwas die Mutter (die doch seine "Abschiebung" bewußt erlebt und gewollt hat) verantwortlich? Nur Neid? Ist das nicht weniger Verwerflich?

    Es gäbe noch eine lange Liste von "logischen" Fragen, die aber nicht gestellt werden dürfen.

    Dennoch ist der zeitliche Zusammenhang des Erscheinen des Filmes und den erst danach begonnen Ausschreitungen in und um Paris bemerkenswert. Es liegt dort offensichtlich mehr in der Luft als in den Medien kolportiert. Zudem sind sowohl im Film als auch in der Realität die Opfer nicht die "Täter" - die Agression trifft die Falschen - und nicht die, die wirklich für die trieste Situation verantwortlich sind (wie im Film eben die Mutter).
    Mehr lässt sich aus meiner Sicht aus dem Film auch nicht herauslesen... Und diese Massage ist mir ehrlich zu seicht - spiegelt es blos die Realität wieder - und versucht weder Lösungen noch Perspektiven aufzuzeigen.

    irgendwie fade - Teil 2
    Seine Eltern haben MAJID damals adoptiert, GEORGE hat ihn beschuldigt einen Hahn verstümmelt zu haben, hat er auch, aber er hat ihn damals als er ein Kind war so psychologisch traktiert, das er es wirklich gemacht hat. Und MAJID kam damals in ein Waisenhaus.

    Jetzt ist nur die Frage, wieso ist am Video die Wohnung von MAJID zu sehen? Wieso reden auf einmal PIERROT und der Sohn von Majid zusammen? Wieso will MAJID dem GEORGE was sagen? Wieso hat er ein Messer dabei?

    Das Ende ist kompliziert, ich habe natürlich nicht viel verstanden, und trotzdem ist der Film nett, nur was da jetzt war? Verschwörung, Ufos, Ausserirdische? Die Illuminaten? Nun ich habe mir viel von den Dingen gewünscht, doch nichts kam. Der Film ist eigentlich doch nicht spannend, eher psychologisch grausam.

    Unglaublich das der Film berühmt war, 8 Millionen Euro gekostet haben, in Wien und in Paris gedreht wurden, spannender teilweise als ein Ami Film waren, billiger natürlich auch, aber trotzdem war mir ¿Die Bourne Verschwörung¿ lieber.

    Der Aufstand was im Film war, den gab es damals, denn am 17.10 auf den 18.10.1961 haben ein paar Polizisten in Paris, ca. 200 Algerier ertränkt und erschossen. Ein Horror. Im Polizeipräsidium hat die Polizei ca. 50 Leichen von Algeriern gestapelt. Der was das verraten hat, der Claude Bourdet hat natürlich eine Klage wegen Beamtenbeleidigung bekommen. Keiner redet heute über das Massaker, leider. Da gab es z.B. eine Art Französischen Minni Hitler, der war Polizei Präfekt, Maurice Papon, der hat damals Juden in Frankreich abtransportieren lassen, zum Erschießen, das war als die Sache mit Vichy war.

    Wem so ein langweiliger Film wie ¿Mulholland Drive¿ gefällt, der könnte an dem Langeweiler auch Gefallen haben, er ist mehr künstlerisch orientiert, also ohne meine Freundin hätte ich nicht viel mit bekommen denn ab der Hälfte habe ich mir schon schwer getan der Handlung zu folgen, da wird gesprochen, man muß wissen was damals die Geschichte war, und es war etwas langweilig dauernd redende Akteure zu sehen, wenn ich so was sehen will dann setze ich mich ins Parlament wenn die eine Sitzung haben, die habe ich auch immer, nur meine dauert nach dem Schnitzel essen nur 10 Minuten und es geht was weiter, will sagen raus, im Parlament geht nichts raus und weiter aber da kann man furzen, im Kino nicht, das interessiert keinen was man für musikalische Luftklänge verursacht, jeder will zugucken, schade.

    Irgendwer hat was von einem Brechtschen Verfremdungseffekt gesagt, das der Film hat, das heißt, du sitzt da und checkst nicht was jetzt wahr ist, Video oder Film, Realität oder gar nichts. Und Daniel Auteuil ist ja bekannt für solche komplexen Rollen wie den George. Juliette Binoche ist ja auch bekannt, Die ist ja am 9.3.1964 in Paris geboren, hat 37 Filme hinter sich, und man kennt die Dame aus ¿Chocolat¿, und Daniel wurde am 24.1.1950 in Algier geboren, und man kennt ihn aus ¿Die Französische Frau¿.

    Die Oscartypen hätten den Film sogar prämieren können als bester Nicht Englischsprachiger Film, aber die wollten nicht, weil der Film in französischer Sprache und nicht in deutscher gedreht wurde, und wurde nicht mal als französischer, also nicht englischer Film zugelassen, und heißt in Amerika ¿Hidden¿ schön blöd die Amis.

    Der Film bekam in Cannes den Fipresci Preis, die Goldene Palme, den Sonderpreis zum 50 Jährigen Bestehen der Valladolid Festspiele, und den Preis der europäischen Filmkritiker, den Hollywood World Award, vielen Nominierungen und einem Filmkritikerpreis von Los Angeles.

    Also 70 von 100 schon weil er Kunst war, sonst würde ich sagen, 65 von 100

  • Frage
    Wenn nur 10% aller Kinogängern mit dem Film was anzufangen wissen, ist es dann richtig, dass 100% der Steuerzahler ihn subventionieren. Selbst wenn die übrigen 90% Deppen sind (wie ja gerne unterstellt wird), so haben sie den Film genauso mitfinanziert. Nur weil er einer selbsterklärten geistigen Elite bejubelt wird bleibt das ganze doch grundlegend falsch.

    Re:Frage
    Oh Heinz!
    Wie oft warst du eigentlich im Burgtheater, dass Du mit deinen Steuern
    ebenfalls, und in weit höherem Maße mitfinanzierst? Ist Dir eigentlich
    bewußt, dass Schriftsteller Subventionen bekommen um an einem
    Roman arbeiten zu können? Einen Roman den Du und auch ich
    wahrscheinlich gar nicht lesen werden? Bist Du für die Einstellung jeglicher staatlicher Kultursubventionen? Oder soll nur das subventioniert werden, was dir (wahrscheinlich) gefällt?
    Cache' ein sperriger Film, der die Zuschauer mehr fordert als Z.B. King Kong, ist weltweit in den Kinos. Zur Zeit z.B. in den USA
    (er erhält dort großartige Kritiken), Deutschland, und UK. Dieser Film
    ist eine weltweit anerkanntes Filmkunstwerk von einem österreichischen
    Künstler, dass es OHNE Subventionen schlicht und einfach nicht gäbe.
    Diese Subventionen flossen in die ö. Filmwirtschaft, darum wurde der
    in Paris angesiedelte Film in Wien gedreht.
    Möchtest Du wirklich, dass Film und Theater und Literatur und was weiß ich noch, nur aus seichter Unterhaltungsware besteht, die sich über
    den Markt finanziert? Bist Du ein derartig kurzsichter Ignorant, der
    alles was über deinen Schrebergartenhorizont hinausgeht, negiert?


  • war schon ganz nett, aber irgendwie nicht so spannend wie alle tun. ich meine fad war er auch nicht. aber eben auch nicht spannend. und ansonsten ziemlich psychologisch.

  • wer hat?
    wer um himmels willen hat die videos gedreht??? was ist eure interpretation? würde mich sehr interessieren. ich bin grad der meinung, es war doch der alte algerier... chris.

    Re:wer hat?
    ich glaube haneke hat sie gedreht, mit dem hintergedanken dass es eigentlich wurscht is wer sie gedreht hat.


  • Auch ohne Gewalt- (sieht man von dem Suizid ab) und Sexorgien kann ein Film von der ersten bis zur letzten Minute höchst spannend sein und dazu noch die Kreativität des Zusehers anregen, indem er manches für's eigene Nachdenken offen läßt. - Ein Film, der zurecht hoch ausgezeichnet wurde!

  • die fragen
    wer hat die videos gebr8?
    waren in der schlußeinstellung vor der schule die beiden söhne gemeinsam zu sehen?
    der film erzählt alles, was er erzählen will. es geht ausschließlich um die vorgänge in der familie. zum schluß legt sich der vater schlafen, das is ein eindeutiges bild.
    haneke verstehts zumindest, die seinen filmen eigene stimmung auch hier zum vortrage zu bringen. und wie immer gehts um kommunikationsprobleme, subtile gewalt, stressverhalten, schuld und sühne.
    einzig der hahn stirbt authentischer als der mann!

  • genial mit offenem ende
    ist mir schon länger nicht passiert, dass ich soviel über das ende eines films diskutiert hätte. nicht das typisch amerikanische ende, das alles erkärt, alle läutert, und der bösewicht ist tot. nein, da bleibt vieles offen. und fast schon hichcock-mässig ist, wie sich da spannung in scheinbar harmlosen szenen einschleicht. und obendrein war das das die beste aussage zu den jugendrevolten in frankreich!

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