Chinatown

 USA 1974
Drama, Thriller, Krimi 131 min.
8.20
Chinatown

Jack Nicholson als abgehalfterter Privatdetektiv in einer seiner besten Rollen.

Jack Nicholson als abgehalfterter Private Eye Jake J. Gittes geht einem scheinbaren Routinefall nach, der sich als Geflecht aus Grundstücksspekulation, politischem Machtkampf und Familienintrigen herausstellt.

Eine düstere, pessimsite Hommage an das hard boiled/film noir - Genres der 30er und 40er Jahre.

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Details

Jack Nicholson,Faye Dunaway,John Huston, Perry Lopez, John Hillerman, Roman Polanski
Roman Polanski
Jerry Goldsmith
John A. Alonzo
Robert Towne

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Ex-Chinatown Bulle
    Polanskis Klassiker kommt aus der Ecke Hammett, Chandler Marlowe und Co. Der Drehbuchautor Robert Towne ist zwar von der schwarzen Serie ausgegangen (Detektivbüro erhält Überwachungsauftrag) hat die Handlung aber weiter gefächert und einen politischen Skandal draufgesetzt. Mitten in der Dürreperiode ertrinkt der Chef der Wasserbehörde in einem ausgetrockneten Flussbett. Privatdetektiv Gittes (Jack Nicholson) und die Witwe Evelyn (Faye Dunaway) versuchen teils gemeinsam teils gegeneinander den Fall aufzuklären. Was anfangs noch ein Paradebeispiel für Politik und Kapitalismus ist mit Vertuschungsversuchen und Korruption, entwickelt sich nicht zuletzt durch das Auftreten von Evelyn Vater (John Huston) zu einem Inzest und Vergewaltigungsdrama. Unglaublich eindrucksvoll wie Gittes dies aus Evelyn durch Ohrfeigen – Antworten herausprügelt.
    Am Ende wird es wegen der familiären Verwicklungen (Vater ist gleich Großvater, Mutter ist gleich Schwester) etwas unübersichtlich. In einer ringförmigen Handlungsgestaltung geht es am Ende wieder zum ersten Fall zurück. Es ist Curly (Burt Young), Gittes erster Auftraggeber.
    Das Oscar prämierte Drehbuch ist wirklich gut, wie z.B. im Dialog Gittes – Evelyn: ‘Sie gehen nicht zur Polizei, wenn ich ihnen die Wahrheit sage?‘
    Gittes: ‘Ich gehe zur Polizei, wenn sie es nicht tun.‘
    Die Optik überzeugt ebenso, wenn z.B. die Reflexion der Fotolinse das Gegenüber zeigt. Und nie zeigt sich Jack Nicholson so rauflustig wie hier. Das bleibende Bild des Films aber ist das leuchtend weiße Pflaster auf Gittes Nasenflügel. Es wurde ihm vom ‘Zwerg‘ verabreicht. Es ist Polanskis Cameo.
    Zeitlose Qualität, gediegene Filmkunst. Immer wieder toll.