Cotton Club

 USA 1984

The Cotton Club

Drama, Romanze, Musikfilm / Musical, Krimi 127 min.
6.50
film.at poster

Zur Zeit der Prohibition in und um den legendären Harlemer Jazz Club

Der Trompeter Dixie Dwyer (Richard Gere) rettet eher zufällig dem Gangster Dutch Schultz (James Remar) das Leben und kann so nicht nur seinem Bruder einen besseren Job beschaffen. Doch als sich Dixie in die Freundin des Gangsters (Diane Lane) verliebt, kommt es zu Schwierigkeiten. Parallel wird die Geschichte des schwarzen Steptänzers Dalbert "Sandman" Williams (Gregory Hines)erzählt, der immer wieder mit rassistischer Diskriminierung zu kämpfen hat.

Mit diesem Projekt erfüllte sich Coppola trotz vieler Komplikationen einen lang gehegten Traum. Er schuf eine gelungene Kombination aus Jazzfilm und Gangsterstory mit den Themen Gewalt, Familie, Loyalität und Jazz in einem brillanten Ausstattungsfilm. Glänzende Schauspieler, mitreißende Tanzszenen und exzellente Musik.

Details

Richard Gere, Gregory Hines, Diane Lane, Bob Hoskins, u.a.
Francis Ford Coppola
John Barry
Stephen Goldblatt
William Kennedy, Francis Ford Coppola

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Musik & Mafia
    Hier hat Coppola sein Lieblingsthema ‘Mafia‘ mit der Musikszene der Golden Twenties verbunden. Er bezieht sich auf tradierte Realität aus jener Zeit und so ist ein Gesellschaftsbild entstanden mit Charleston und Dixi Musik, als die Männer noch Hut zum Anzug trugen und die Mädels eine kurze Bubikopf-Frisur. Eine Liebesgeschichte, die es so nicht geben darf, steht im Mittelpunkt: Startrompeter und später Schauspieler Dixi (Richard Gere) und Vera (Diane Lane). Sie werden in einen Mafiakrieg mit hineingezogen und versuchen eigenständig und anständig zu bleiben.
    Die Musikauswahl inklusive Stepdance ist toll. Der Gesang von Lila (Lonette McKee) eine Bereicherung. Aber auch das Duett (‘Am I Blue?‘) von Vera und Dixi: sie Gesang, er Trompete ist einschmeichelnd neben ihrem Tanz mit Symbolwert, denn die beiden tauschen auch Ohrfeigen aus.
    Wir erleben Rassismus und hören von Antisemitismus. Es geht um Kunst und Kommerz, Erfolg und Anerkennung. Und immer sitzt latent oder offensichtlich Gewalt mit am Tisch, in einer Welt, in der wie Vera sagt ‘Nur Geld und Aussehen zählt‘, ist die Luft bleihaltig. Oft werden Musik und Gewalt parallel geschnitten. Die Dialoge sind bisweilen spitzfindig:
    - Wie heißt du?
    - Ich heiße überhaupt nicht.
    - Wie hat dich deine Mutter genannt?
    - Ich hatte nie eine.
    Insgesamt unterhaltsam und recht spannend, ein Genuss für die Ohren.