Das blaue Zimmer

 F 2014

La chambre bleue

Literaturverfilmung, Thriller, Krimi 17.07.2015 76 min.
6.30
Das blaue Zimmer

Nach einem leidenschaftlichen Stelldichein mit einer Frau in dem titelgebenden Zimmer wird der Mann verhaftet und findet im Verhör keine Worte mehr.

"Ernsthaft, Julien, wenn ich auf einmal frei wäre, könntest du dich dann auch frei
machen?" - "Was sagst Du...?"
Ein Mann und eine Frau lieben sich heimlich in einem Zimmer, sie begehren einander, sie wollen einander und beißen sich sogar vor Leidenschaft. Danach tauschen sie für einen kurzen Moment noch Nichtigkeiten aus. Auf jeden Fall will das der Mann glauben. Doch dann wird er verhaftet, von der Polizei verhört und findet keine Worte mehr.
Was ist passiert? Wessen wird er eigentlich beschuldigt?

Details

Léa Drucker, Mathieu Amalric, Stéphanie Cléau, Laurent Poitrenaux
Mathieu Amalric
Grégoire Hetzel
Christophe Beaucarne
Stéphanie Cléau, Mathieu Amalric
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Whodunit?
    Die Geschichte wird anregend erzählt, wobei sie vor allem in der ersten Hälft scharf gewürzt ist. Dann ahnen wir, dass wohl ein Mord geschehen sein muss, später vermuten wir sogar zwei. Wir kennen auch die Angeklagten: ein Liebespaar (Mathieu Amalric und Stéphanie Cléau), beide verheiratet, heimliche Treffen in einem Hotel. Nichts Genaues weiß man nicht. Und das bleibt so bis zum Schluss. Dabei drängt sich die Frage auf wie in jedem Krimi ‘Whodunit‘, Wer war’s?
    So wird die Spannung eine zeitlang hochgehalten, die Schärfe verfliegt, die Verhöre ziehen sich in die Länge. Die Meisten bleiben bis zum Ende und danach im Unklaren wer’s war. Ein Hinweis auf die Lösung wird in zehn Sekunden geboten. Wer das verpasst - und das haben wohl die meisten meiner Nachbarn – geht raus im Bewusstsein: juristisches Fehlurteil. Die Liebenden waren es auf jeden Fall nicht.
    Vielleicht lacht sich Regisseur Amalric ins Fäustchen und erwähnt die vielen Hinweise, die er uns geliefert hat: die Pflaumenmarmelade, im Paket verpackt, Schwiegermutter und Apothekerin nahm es in Empfang, trägt Gummihandschuhe und hantiert mit einer Einwegspritze, Amalrics Ehefrau Léa Drucker isst ständig Marmelade. Und ein vermuteter Mord war wohl gar keiner? Wenn es der Sinn dieses Krimis war, eine Diskussion über den oder die Mörder anzustiften, dann hat er seinen Zweck voll erfüllt.