Das Bildnis des Dorian Gray (2009)

 GB 2009

Dorian Gray

Drama, Literaturverfilmung 10.06.2010 ab 16 118 min.
6.30
Das Bildnis des Dorian Gray (2009)

Regisseur Oliver Parker adaptiert bereits zum dritten Mal einen Klassiker von Oscar Wilde und hat die schaurig-schöne Geschichte einer kunstvollen Modernisierung unterzogen, ohne dem legendären Roman des irischen Schriftstellers untreu zu werden.

Der ebenso gut aussehende wie unerfahrene Dorian Gray (BEN BARNES) kommt gegen Ende des 19. Jahrhunderts in London an. Dort steht er dem Maler Basil Hallward (BEN CHAPLIN) Modell, der Dorians beeindruckende Schönheit und Jugendlichkeit in einem Portrait dauerhaft festhalten will. Unter den Fittichen des charismatischen Lord Henry Wotton (COLIN FIRTH) findet Dorian schnell Gefallen an den hedonistischen Freuden der gehobenen Großstadt-Gesellschaft und lernt, dass sein Aussehen ihm alle Türen öffnet. So wundert es nicht, dass, kaum ist das Bild enthüllt, Dorian ein gedankenloses Versprechen äußert: Seine Seele würde er dafür geben, dass nicht er, sondern das Gemälde altert!

Dorians Wunsch wird Wirklichkeit: Während er sich ohne jegliche äußerer Konsequenzen hemmungslosem Vergnügen und verbotenen Begierden hingibt, wird sein gemaltes Abbild mit jeder begangenen Sünde hässlicher und grauenerregender. Um sein dunkles Geheimnis zu bewahren, geht Dorian bis zum Äußersten. Jahre später quälen ihn die Geister der Vergangenheit mehr denn je. Als er sich in die junge Emily (REBECCA HALBpverliebt, schöpft er wieder Hoffnung auf Erlösung ...

Details

Ben Barnes, Rebecca Hall, Colin Firth, Rachel Hurd-Wood, Ben Chaplin, Fiona Shaw u.a.
Oliver Parker
Charlie Mole
Roger Pratt
Toby Finlay nach Oscar Wilde
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ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • es lebe die Dekadenz - 1
    Anfangs dachte ich mir immer bei dieser Romanverfilmung, es kennt sie kein Mensch. Dann erfuhr ich dass sie 1945 und 1970 bereits verfilmt wurde, und dann erfahre ich noch dazu, dass es eine komplizierte Geschichte ist, die das damalige England am Ende des 19. Jahrhunderts zynisch und gefährlich zeigen sollte, und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten soll.

    Einige Informationen zum Hintergrund der Story und noch einiges:

    Ich beginne lieber damit was die Story ausmacht. Also, beim Recherchieren findet man ca. 17 Titeln, nicht nur 3 die diese Geschichte behandeln ich kenne nur die Alte SW Fassung, aber an die erinnere ich mich nicht, die Fassung hier ist wieder eines der Remakes aus den ganzen Filmschmieden weil Ihnen wohl nichts eingefallen ist, aber zuerst Mal zur Story.

    Es gab da so einen Irischen Schriftsteller, Oscar Wilde, der lebte von 1854 – 1900, ja eben die Zeit in der sich der Film abspielt ungefähr. 1890 erschien in Lippincott’s Monthly Magazine aus Philadelphia, diese Story. Natürlich war der Roman damals schon verboten oder angegriffen weil er eben viel mit Unzucht zu tun hat, Sex, Wilde Orgien, Drogenexzesse, Homosexualität, Also ne ganze Menge.

    Die Idee das ganze in der Zeit des Viktorianismus war absichtlich von Oscar erwünscht, er wollte da auf was aufmerksam machen und er kannte ja die Zeit. Das Buch ist Glaube ich in 13 Kapiteln und 98 Seiten unterteilt, anfangs halt, bei der besten Fassung, und es wurde dann überarbeitet und hatte dann Glaube ich 20 Kapitel und 337 Seiten, und zieht sehr viele Vergleiche zu anderen Büchern auf die man erst drauf kommen muss, denn es ist nicht so einfach das zu lesen, hörte ich.

    Das Buch hat sehr viele Querverweise auch zur Griechischen Mythologie, denn es wird auf Adonis, den Schönling Dorian eben, der Adonis Typ ist übrigens der griechische Gott der Schönheit und Liebling der Liebesgöttin Aphrodite, und auf den Narziss-Mythos angespielt, denn Dorian ist ja dauernd einer der sich in den Spiegel guckt, und das ganze kommt aus griechischen und römischen, ja und das macht die Geschichte wieder anspruchsvoll.

    Oscar Wilde hatte übrigens Verhältnisse mit John Gray und Robert Baldwin Ross, homosexueller Natur und war stets nicht geachtet, es gibt übrigens einen guten Film über sein Leben. Übrigens gibt es viele Schauspieler die nicht altern wollen und sich dauernd operieren und sogar ein psychisches Krankheitsbild, das eigene Altern und Reifen nicht akzeptieren zu können, und im Jahr 2000 wurde es nach dem Roman benannt (Dorian-Gray-Syndrom).

    kann man lassen - 5
    Spannend war als man sah wie sich das Bild von Dorian wandelt, wie es altert, wieso dann da Maden raus kamen weiß ich nicht, es war aber selten zu sehen ein Mord war übrigens zu sehen, und eine Andeutung auf eine Zerstückelung der Leiche, ja das war nicht übel, aber sonst war es auch aus mit Horror. Gut gefiel mir auch Rachel Hurd Wood als Sybil, nur war Ihre Rolle zu steif und einseitig und mit wenigen Überraschungen besetzt, übrigens bei Colin Firth merkt man ja der ist ein Schauspieler und weiß was er tut.

    Ja so gesehen ist der Film ja nicht übel, aber irgendwie ist er zu einseitig und zu wenig genau und ja es fehlt irgendwie der Kick wie in „Das Parfum“ oder etwas mehr wie „Die Päpstin“ was 2 Lieblingsfilme von mir sind, sonst ist der Film nicht schlecht aber auch nicht so gut, er ist irgendwie in der Mitte.

    81,04 von 100 Punkten

    zu fade - 4
    Ich glaube wenn der Film nicht so glatt wäre, würde ich jetzt auch noch das gute Mimenspiel von Colin Firth hervorheben der sehr gut gespielt hat, leider bleibt er aber ein Einzelstück, noch zu erwähnen ist Ben Barnes, einer der besten Rollen eines Mannes die ich seit langem gesehen habe. Er spielt die Rolle wirklich mit Gefallen, er fügt sich in das ganze, er wirkt sehr gut in dem Film zwar nicht übermäßig gut aber sehr gut, er ist auch ein Schönling, und ich nehme ihm ab dass er narzisstisch ist ja das ist ein toller Typ der Schauspieler, aber auch hier leidet das Drehbuch unter fehlenden Erklärungen der Handelnden Personen.

    Ich Glaube der Film ist eher für jüngere Leute gedacht er setzt bewusst auf Schockmomente im Sexbereich mich haben sie verärgert ich halte nichts von Orgien und die damalige Zeit so sie so gewesen ist, abscheulich wirklich abscheulich, und der Adel damals, wovon hat der gelebt? Ich sah ihn nur feiern und wieso geht HENRY in die Slums zu einem Höllenclub wo man die Sau raus lassen muss, wieso merkt die Frau nichts von ihm dass er fremd geht, wieso ist er so negativ zur Ehe eingestellt? Alle Heiligkeiten und Freundlichkeiten werden im Film in 50 Minuten einfach in den Sand getreten bis der Film interessant wird, aber das heißt nicht dass es schlecht war nein überhaupt nicht, super gespielt, und alles ist da, aber irgendwie fehlt halt der Kick, der Kick den auch die 2 Freunde suchen.

    Die Ausschweifungen im Film sind glücklicherweise nur angedeutet gewesen aber sehr oft halt, und das nervt auch irgendwann, ich halte jedenfalls nichts davon dass man in einem Film das sieht was man in einem Hardcore Film sieht, Ben Barnes ist wunderschön und irgendwie kommt mir vor, Sex und Drogen, nur dazu da, dass man den Film irgendwie füllt.

    Was mir auch gefehlt hat, der Wandel vom Charakter eines guten in den Bösen Dorian das hätte Ben Barnes besser spielen können aber macht nichts, das sind nur so Kleinigkeiten, ach ja, wieso wurde in dem Film niemand krank? Eine Szene ist arg, Dorian hat Sex mit einer 14 Jährigen, dann mit Ihrer Mutter ja das war etwas unglaubwürdig. Ich Glaube so teuer war der Film nicht, die National Lottery teilfinanzierte den Film mit 500.000 Pfund über den UK Film Council. Wer sich an den Sweeney Todd Film erinnert aus 2007, mit Johnny Depp wo er singt ja der war ungefähr so nur hatte der mehr Potential und war irgendwie anders, der hat mir auch nicht gefallen ich mag keine Filme mit nur Mord und Sex und Ausschweifung erinnert mich an die alten Caligula Filme der 80 er Jahre, wo es nur um Sex ging.

    Ja im Film kam eine SM Szene vor, wer sich übrigens an Ben Barnes erinnert, der ist der mit spanischem Akzent sprechende Prinz Caspian aus dem Narnia Film, Teil 2. Der Soundtrack im Film ist von Charlie Mole, und der setzt irgendwie auf Pauken und Trompeten wenn es langweilig wird dann spielt die Musik, oder wird wild, ja so kam es mir vor, aber das heißt nicht dass der Film sein Potential verschenkt hat nur er hätte es besser machen können.

    ja geht so - 3
    Tja was kann man über den Film sagen?:

    So gesehen ist der Film ja sehr flach, junger Mann sehr hübsch vögelt sich durch die Frauenwelt und hat ein Bild von sich dass wunderschön ist und ein Geheimnis birgt, er altert nicht und probiert alles aus was es gibt, ein reines Orgienspiel, mehr nicht.

    Der Film ist natürlich heute kein Skandal mehr, denn die Szenen die man in dem Film sieht, sind in vielen anderen Filmen zu sehen die etwas Sexmässiger sind. Mir auf alle Fälle ging das mit den Orgien und der Düsteren Lebensweise am Nerv, ich hätte lieber mehr von der Geschichte der SIBYL VANE (Rachel Hurd Wood) gesehen die mit Ihrem Aussehen und Ihrer Art hervorragend in dieser düstere Englische Zeit passt, und auch gerne mehr von Ihrem Bruder JAMES hätte ich gerne mehr gesehen denn im Buch sind das gute Nebenhandlungen im Film geht das alles zu schnell, wahrscheinlich weil der Film auf 107 Minuten angelegt ist und für Nebenhandlung und Einführung der Charaktere nicht so viel über hat. Leider.

    DORIAN trifft SIBYL, verliebte sich in Ihr Theaterspiel, sie spielt in White Chappel in einem Theater, dort wo später Jack the Ripper morden wird, oder war gar er es selber? Ich weiß nicht, egal, und dann verliebt er sich in SIBYL was im Buch anders ist, dann will sie ihn heiraten nicht er sie, dann will sie ein Kind, und er nicht, dann stirbt sie weil sie Selbstmord begeht, und der Bruder hasst ihn sein Leben lange.

    Nun das klingt jetzt Vielleicht kurz aber die übergreifenden Bilder ohne genaue Erklärung sind ja für mein kleines Hirn ein bisschen viel, dafür habe ich meine Alte die mir immer erklären muss wieso wer was dann deshalb gemacht oder gelassen hat.

    Ich Glaube der Film wirkt zu modern das Flair ist düster aber irgendwas fehlt mir, irgendwie das Volk, die Zeit, die Leute, die Erklärungen das fehlt mir alles, man sieht immer nur Ausschweifung mit Andeutungen und das war mir dann ehrlich zu viel, dauernd diese Orgien, die wilde Musik die mir nicht gefällt, das Farbenspiel, Sex mit Männern und Frauen, dann wird es spannend dann endlich ein Mord, der Film wird zum Horror, und dann wieder Orgien, was dann in der 2. Hälfte war, ja das war gut, das gefiel mir, ein Film mit Erklärungen, ein Film mit Mystik, mit Geheimnissen, ja eine sehr gute TV Produktion war dann zu sehen so ein richtiger guter BBC Kostümschinken.

    Wieso eigentlich handeln die Figuren im Film so wie sie sind? Wieso ist HENRY so ein Schwein, wieso sind es die anderen wer ist die Tante von ihm was ist mit seiner Frau, wieso haben die Leute so viel Geld, wovon lebt DORIAN, wieso starb sein OPA, was hat damals DORIAN mit ihm erlebt? Man sieht nämlich nur Bilder, aber 0 Erklärungen wieso war nie ein Arzt da, niemand war krank, und das Volk leidet was ist mit Politik? Ja da war vieles nicht zu sehen. Und das ist für mich ein Minuspunkt ehrlich.

    zuviel Auschweifung - 2
    Die Ballett, Opern und Musicalfassungen lasse ich jetzt aus, das wäre zu viel zu erzählen. Wer den Film gesehen hat, wird sich ja sicher an Basil und Sybil erinnern, die sind übrigens in der Englischen TV Serie „Fawlty Towers“ Hauptrollen und kommen von der Story eben, Also die Namen. Oder die Serie „Scrubs“ da kommt auch ein Dorian vor. Und im Film „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ kommt auch ein Dorian Gray vor. Ac ja, Zwischen 1978 und 2000 war das Dorian Gray in Frankfurt am Main eine der berühmtesten Diskotheken Deutschlands, und auch in anderen Ländern gibt es Discos mit dem Namen.

    9 Ausgaben gibt es in Englisch von dem Buch und unzählige in Deutsch, ich brauche es wie gesagt nicht, außer ich finde es billig am Flohmarkt.

    Was spielt sich in dem Film ab?:

    Also DORIAN GRAY (Ben Barnes) reist um 1890 nach London, und ist nach kurzer Zeit schon in der High Society ein gerne gesehener Gast, weil der 18 Jährige sehr hübsch und vor allem makellos ist. Er zieht in das Haus seines Opas, der vor kurzem Starb, und an den er schlimme Erinnerungen hat.

    Nach kurzer Zeit trifft er auf seinen späteren Freund HENRY WOTTON (Colin Firth) der DORIAN das damalige Nachtleben zeigt, der ihn dazu bringt sich freiwillig für Zigaretten, damals ein Hit aus Kairo und Gin, Alkohol, Huren, Drogen, Opium zu interessieren.

    DORIAN ist anfangs nicht begeistert, doch nach einiger Zeit sieht er, dass er immer besser wird das Schwein raus hängen zu lassen so bezeichne ich es Mal, und er entfaltet sich in dieser Dekadenten Welt wie ein Schmetterling, der aus Genuss und Verschwendung besteht. Nichts ist zu teuer, nichts zu gefährlich, und HENRY tut sein übriges, er ist Atheist, und ist der Meinung man muss alles ausleben, das einfache Volk soll ruhig verrecken und wir Leben wie wir wollen.

    Nach kurzer Zeit trifft er auf den Maler BASIL HALLWARD (Ben Chaplin), der ein Porträt von DORIAN malt, weil er ihn als furchtbar hübsch empfindet, dass BASIL Schwul ist, findet DORIAN am eigenen Leib raus, als er eines Tages eine Kostprobe macht, wie es wohl ist, Oral und Normal Sex mit einem Mann zu haben das war zu einem Zeitpunkt wo er eine Tochter und dann die Mutter flach gelegt hat. Egal ob 14 oder 60, egal ob Mann oder Frau, DORIAN nimmt sich alles was er will.

    Doch nach kurzer Zeit wird DORIAN immer mehr das Schwein dass er nicht sein wollte, selbst HENRY zieht sich etwas zurück, bewundert aber insgeheim den Mut von DORIAN, er selbst verheiratet und ein Kind von seiner Frau erwartend, kann HENRY nicht mehr das sein was er Mal war. Auch ein Schwein.

    Mit dem Bild hat es viel auf sich es ist immer schön, doch DORIAN altert nicht, dafür aber ist irgendwas mit dem Bild, es scheint ein Eigenleben zu führen. Wieso und woher, erfährt der Zuseher leider bis ans Ende des Filmes nicht, dafür ist die Auflösung ein sehr starker Teil am Ende vom Film, einfach super.

  • Klischees
    Das Klischee des ewig schönen und begehrenswerten Junggesellen ist wohl unvergänglich, egal in welchem Jahrhundert man es in der menschlichen Geschichte ansiedelt. Und doch sind "männliche" Romanverfilmungen meist Actionfilme oder Thriller (siehe Verfilmung von Bret Easton Ellis' "American Psycho").
    Eine Ausnahme, die wahrscheinlich die Regel bestätigt, sind die Literaturverfilmungen von Nick Hornby's Anti-Helden Romane ("High Fidelity" und "About a Boy" z.B.), doch diese sieht man selten.
    Die Damenwelt erfreut sich indessen an weit weniger actionreichen Literaturverfilmungen wie etliche Jane Austen Romane ("Sinn und Sinnlichkeit" z.B.) oder Helen Fieldings' Bridget Jones-Romane.
    Die männlichen Klischees bedienen sich historischer Geschichtsfiguren wie Robin Hood, oder eines McCloud in Braveheart, oder gar römischer oder griechischer Kämpferschicksale (Gladiator, Troya) und bei Literaturverfilmungen werden Figuren wie Sherlock Holmes & Co aus dem Lesekistchen ausgegraben und entstaubt.
    Dabei haben Romane, die männliche Hauptrollen beinhalten, wie eben ein Dorian Grey, ein ebenso großes Kinopotential wie "Schießfilme" (gegen die ich natürlich nichts habe, die sehe ich mir genauso an!). Das Problem liegt wohl eher darin, diese Romanvorlagen ausfindig zu machen und sie dann richtig vermarkten zu können. Wie wäre es mit einer Thomas Hardy Verfilmung? Oder einer Mordecai Richler Verfilmung?
    Ich lasse mich gerne belehren wenn ich mit meinen Aussagen falsch liege, aber ich wäre mal für weniger Action und mehr "Gehirnaktivität" auch bei sogenannten Männerfilmen. Müssen ja nicht gleich langweilig und tränendrüsen-belastend ausfallen. Bei der Dorian Grey Verfilmung stimmt die Mischung, dann könnte das doch mit einem anderen Roman auch funktionieren?! Jonah

  • Klischees
    Das Klischee des ewig schönen und begehrenswerten Junggesellen ist wohl unvergänglich, egal in welchem Jahrhundert man es in der menschlichen Geschichte ansiedelt. Und doch sind "männliche" Romanverfilmungen meist Actionfilme oder Thriller (siehe Verfilmung von Bret Easton Ellis' "American Psycho").
    Eine Ausnahme, die wahrscheinlich die Regel bestätigt, sind die Literaturverfilmungen von Nick Hornby's Anti-Helden Romane ("High Fidelity" und "About a Boy" z.B.), doch diese sieht man selten.
    Die Damenwelt erfreut sich indessen an weit weniger actionreichen Literaturverfilmungen wie etliche Jane Austen Romane ("Sinn und Sinnlichkeit" z.B.) oder Helen Fieldings' Bridget Jones-Romane.
    Die männlichen Klischees bedienen sich historischer Geschichtsfiguren wie Robin Hood, oder eines McCloud in Braveheart, oder gar römischer oder griechischer Kämpferschicksale (Gladiator, Troya) und bei Literaturverfilmungen werden Figuren wie Sherlock Holmes & Co aus dem Lesekistchen ausgegraben und entstaubt.
    Dabei haben Romane, die männliche Hauptrollen beinhalten, wie eben ein Dorian Grey, ein ebenso großes Kinopotential wie "Schießfilme" (gegen die ich natürlich nichts habe, die sehe ich mir genauso an!). Das Problem liegt wohl eher darin, diese Romanvorlagen ausfindig zu machen und sie dann richtig vermarkten zu können. Wie wäre es mit einer Thomas Hardy Verfilmung? Oder einer Mordecai Richler Verfilmung?
    Ich lasse mich gerne belehren wenn ich mit meinen Aussagen falsch liege, aber ich wäre mal für weniger Action und mehr "Gehirnaktivität" auch bei sogenannten Männerfilmen. Müssen ja nicht gleich langweilig und tränendrüsen-belastend ausfallen. Bei der Dorian Grey Verfilmung stimmt die Mischung, dann könnte das doch mit einem anderen Roman auch funktionieren?! Jonah

  • Klischees
    Das Klischee des ewig schönen und begehrenswerten Junggesellen ist wohl unvergänglich, egal in welchem Jahrhundert man es in der menschlichen Geschichte ansiedelt. Und doch sind "männliche" Romanverfilmungen meist Actionfilme oder Thriller (siehe Verfilmung von Bret Easton Ellis' "American Psycho").
    Eine Ausnahme, die wahrscheinlich die Regel bestätigt, sind die Literaturverfilmungen von Nick Hornby's Anti-Helden Romane ("High Fidelity" und "About a Boy" z.B.), doch diese sieht man selten.
    Die Damenwelt erfreut sich indessen an weit weniger actionreichen Literaturverfilmungen wie etliche Jane Austen Romane ("Sinn und Sinnlichkeit" z.B.) oder Helen Fieldings' Bridget Jones-Romane.
    Die männlichen Klischees bedienen sich historischer Geschichtsfiguren wie Robin Hood, oder eines McCloud in Braveheart, oder gar römischer oder griechischer Kämpferschicksale (Gladiator, Troya) und bei Literaturverfilmungen werden Figuren wie Sherlock Holmes & Co aus dem Lesekistchen ausgegraben und entstaubt.
    Dabei haben Romane, die männliche Hauptrollen beinhalten, wie eben ein Dorian Grey, ein ebenso großes Kinopotential wie "Schießfilme" (gegen die ich natürlich nichts habe, die sehe ich mir genauso an!). Das Problem liegt wohl eher darin, diese Romanvorlagen ausfindig zu machen und sie dann richtig vermarkten zu können. Wie wäre es mit einer Thomas Hardy Verfilmung? Oder einer Mordecai Richler Verfilmung?
    Ich lasse mich gerne belehren wenn ich mit meinen Aussagen falsch liege, aber ich wäre mal für weniger Action und mehr "Gehirnaktivität" auch bei sogenannten Männerfilmen. Müssen ja nicht gleich langweilig und tränendrüsen-belastend ausfallen. Bei der Dorian Grey Verfilmung stimmt die Mischung, dann könnte das doch mit einem anderen Roman auch funktionieren?! Jonah

  • Meinungen sind verschieden
    Wir waren zu 6 im Kino und 3 davon hats absolut gar nicht gefallen. Ich war eine davon ;) So einen zachen Film hab ich schon lang nicht mehr gesehen.