Das Ekel

 D 1939
Komödie 80 min.
6.60
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Karl Sträublers nomen ist omen: Mit dem Vorwurf, immer die anderen seien allzu »obstinat«, hat er an allen etwas auszusetzen.

Hans Moser bringt hier nicht nur bürgerliche Schizophrenien auf den Punkt; er brilliert als eine postmodern anmutende Figur, die zwischen ganz verschiedenen Identitäten differenzieren kann (zum Beispiel als Hausbesitzer und geschäftsführender Vorsitzender des Kegel-Clubs und »ich«), die sich gegenseitig sogar Briefe schreiben. Eine multiple Persönlichkeit, die innerlich in heftige Konflikte geraten kann, äußerlich aber durch die Ähnlichkeit aller Moser-Rollen zusammengehalten wird. Dieser oberflächliche Mechanismus hat über seinen tieferen Wahnwitz oft hinweggetäuscht, hier bricht er in den besten Momenten offen hervor.

Details

Hans Moser, Kurt Meisel, Hans Holt, Josefinde Dora, Else von Möllendorff u.a.
Hans Deppe
Franz R. Friedl
Erich Claunigk
Josef Bielen, Walter F. Fichelscher

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