Das Hotel New Hampshire

 USA 1984

The Hotel New Hampshire

Drama, Romanze, Komödie, Literaturverfilmung 105 min.
6.00
Das Hotel New Hampshire

In der ebenso skurrilen wie grotesken, turbulenten wie tragikomischen Geschichte der Familie Berry spiegelt sich ein Stück "verrückter" Jugend des Romanautors John Irving.

Student Win Berry (Beau Bridges) jobbt während der Semesterferien in einem exklusiven Hotel an der Küste von Maine, als er die attraktive Mary (Lisa Banes) kennen und lieben lernt. Die beiden heiraten, nachdem der exzentrische Globetrotter Freud (Wallace Shawn) ihnen seinen Tanzbär verkauft hat und nach Wien abgereist ist.

Die Erinnerung an die unbeschwerte Zeit im Hotel am Meer lässt die beiden nicht mehr los. Zusammen mit ihren - inzwischen jetzt - fünf Kindern ziehen sie in ein leer stehendes Schulgebäude und machen daraus das einzige Hotel der Stadt: das erste Hotel New Hampshire.

In diesem verwunschenen alten Haus wachsen die Kinder allmählich heran: Lilly (Jennifer Dundas) hat vorzeitig aufgehört zu wachsen, Frank (Paul McCrane) stellt fest, dass er homosexuell ist, John (Rob Lowe) hegt für Franny (Jodie Foster) stärkere Gefühle als dies unter Geschwistern üblich ist. Die Gäste bleiben aus, und das Leben scheint sich gegen die Berrys verschworen zu haben. Da kommt ein Brief aus Wien, der alte Freud meldet sich wieder. Seinem Angebot, aus seinem "Gasthof Freud" in Wien ein ganz besonderes Hotel zu machen, kommen die Berrys gerne nach...

In der ebenso skurrilen wie grotesken, turbulenten wie tragikomischen Geschichte der Familie Berry spiegelt sich ein Stück "verrückter" Jugend des Romanautors John Irving. Regisseur Tony Richardson hat mit "Hotel New Hampshire" eine Familiensaga gedreht, die an Charme und Humor seinem literarischen Vorbild kongenial entspricht. (ZDF)

Details

Jodie Foster, Beau Bridges, Rob Lowe, Nastassja Kinski, Lisa Banes, Paul McCrane, Jennifer Dundas, Wallace Shawn, u.a.
Tony Richardson
Tony Richardson, nach dem Roman von John Irving

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Viel Lärm ums Hotel
    Regisseur und Drehbuchautor Tony Richardson hat sich aus der prallen Vorlage von John Irving geeignetes Material herausgesucht und einen im Großen und Ganzen recht passablen Film daraus gemacht. Die darin zur Verfügung stehende Auswahl ist riesig: eine Vergewaltigung wird gerächt, es gibt erste Liebeserfahrungen (hetero- und homoerotische) und auch eine sonderbare Defloration ist dabei. Wir sehen bombenwerfende Terroristen, die ’Radikale’ heissen, einen pupsenden Hund, jede Menge skurrile Figuren und einen literarischen Erfolg, der Wohlstand bringt. Dabei geht es Schlag auf Schlag. Gags werden gleichermaßen gefolgt von Slapstickeinlagen und Schockern. Es gibt Katastrophen, menschliche Dramen und viel Situationskomik. Die Dialoge sind unheimlich frech, aber es gibt dazwischen auch besinnliche Szenen, die anrührend sind. Alles in Allem eine abwechslungsreiche Vielfalt von Ereignissen. Die Jungstars von damals(1984) sind heute Filmgrößen von Hollywood (Foster, Lowe, Bridges, Kinski, Modine u.a.). Richardson schlägt uns für eine gewisse Zeit in den Bann seiner temporeichen Story. Doch dann geht ihm in der zweiten Hälfte die Luft aus. Das Ende zieht sich hin, Szene wird an Szene gereiht, man sehnt den Abspann herbei, denn es ist alles gesagt. Und als Rückversicherung erfahren wir am Ende dass ’das Leben ein Märchen’ sei.
    Kann man, muss man aber nicht…