Das Leben des David Gale

 USA 2003

The Life of David Gale

Drama, Thriller 130 min.
7.50
Das Leben des David Gale

Die Journalistin Bitsey Bloom (Kate Winslet) zweifelt an der Schuld des wegen Mordes zum Tode verurteilten David Gale (Kevin Spacey).

Schuldig oder nicht? ... David Gale (Kevin Spacey) ist ein fürsorglicher Vater, angesehener Professor und vehementer Gegner der Todesstrafe. Umso härter spielt ihm das Schicksal mit, als er für den Tod seiner Mitstreiterin Constance Harraway verantwortlich sein soll und deshalb selbst zum Tode verurteilt wird.

Kurz vor der Hinrichtung bekommt die Journalistin Bitsey Bloom (Kate Winslet) die Chance für ein Exklusiv-Interview mit dem Todeskandidaten. Ziemlich schnell bemerkt sie bei ihren Recherchen, dass Gale fälschlicherweise des Verbrechens beschuldigt wird. Bevor es zu spät ist, beginnt für beide ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit ...

Hochkarätige Besetzung - spannendes Thriller-Drama und eine intelligente Story, deren Ende sich nicht erahnen lässt!

Details

Kevin Spacey, Kate Winslet, Laura Linney, Gabriel Mann, Rhona Mitra, Matt Craven, Leon Rippy
Alan Parker
Alan Parker, Jake Parker
Michael Seresin
Charles Rudolph
Uip

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • Wenn ein überführter Mörder hingerichtet wird, ist das kaum ein Stoff für einen Film, wenn er unschuldig ist, schon. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten schwankt Alan Parkers Film und spielt mit den Erwartungen der Zuschauer. Parker findet hier noch eine dritte Lösung. Ein echter Überraschungsknaller! Den ganzen Film hindurch staunten und litten wir mit Kate Winslet und waren von der Unschuld Kevin Spaceys überzeugt. Teilweise sieht man ja sogar den Mord. Kate ist zu überzeugend, sodass wir mit ihr mitbangen und uns wie sie gegen den Lauf der Dinge stemmen. Alle Argumente für und vor allem gegen die Todesstrafe werden in den Dialogen abgearbeitet. Und am Ende ist es gar nicht mehr die Frage, ob Spacey unschuldig ist oder nicht, sondern es bleibt ein flammender Appell, die Todesstrafe abzuschaffen, denn einmal vollzogen ist sie irreversibel. Der Lebenswandel des David Gale bietet nur eine Voraussetzung für seinen Tod.

  • Der Tod des D.G.
    Wenn ein überführter Mörder hingerichtet wird, ist das kaum ein Stoff für einen Film, wenn er unschuldig ist, schon. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten schwankt Alan Parkers Film und spielt mit den Erwartungen der Zuschauer. Parker findet hier noch eine dritte Lösung. Ein echter Überraschungsknaller! Den ganzen Film hindurch staunten und litten wir mit Kate Winslet und waren von der Unschuld Kevin Spaceys überzeugt. Teilweise sieht man ja sogar den Mord. Kate ist zu überzeugend, sodass wir mit ihr mitbangen und uns wie sie gegen den Lauf der Dinge stemmen. Alle Argumente für und vor allem gegen die Todesstrafe werden in den Dialogen abgearbeitet. Und am Ende ist es gar nicht mehr die Frage, ob Spacey unschuldig ist oder nicht, sondern es bleibt ein flammender Appell, die Todesstrafe abzuschaffen, denn einmal vollzogen ist sie irreversibel. Der Lebenswandel des David Gale bietet nur eine Voraussetzung für seinen Tod.

  • pure Entsetzung!!!
    einigen Leuten, die hier posten, sollte man die Tastatur wegnehmen!
    Der Film ist alles andere als schlecht! Starke Story! Starker Kevin Spacey und super gemacht (z.B. Intros der Rückblenden und Filmmusik)

    An alle, die den Film noch ansehen wollen (ist ja kürzlich auf DVD erschienen): Hört nicht auf diese pseudo-intellektuellen Schwachköpfe in diesem Forum! Ich bin entsetzt!

  • Thumbs up!
    Also, da hier fast alle eine negative Meinung gegenüber diesen Film haben, muss ich ihn erst mal verteidigen: die Schauspieler haben tolle Arbeit geleistet, super.
    Die Story spiegelt die vielen, vielen Fehler in den amerikanischen Todesstrafverurteilungen wieder, die sehr oft unter mangelnden Beweisen durchgeführt werden. Es ist in Wirklichkeit tatsächlich der Fall, dass oft Schwarze, Drogenabhängige etc. unter schlechter bis gar keiner Verteidigung eines Anwalts zum Tode verurteilt werden und genau das ist es, was der Film dokumentieren will. Es zeigt, dass zu schnell Menschen von Menschen getötet werden-legal und unter schlechten Recherchen.
    Doch jeder Mensch ist anders, deshalb werden viele den Film schlecht/gut finden, ist Geschmacksache, ich jedoch finde, dass das Thema gut aufgegriffen wurde.

  • SEHENSWERT
    ich hab mir gerade eben den film angesehen udn werde versuchen, ein kurzes kommentar dazu abzugeben:

    ich fand den film sehr gut gemacht. Die schauspieler haben ihre rolle hervorragend gespielt, die handlung war gut verpackt, die moral der geschicht kriegt im prinzip auch jeder mit, auch wenn das ende nicht das klassische happy-end widerspiegelt.

    falls jemand eher auf science-fiction-elemente oder sonstige unnötige effekte steht, sollt er lieber die finger von dem film lassen, denn dafür is er nicht gemacht.

    also: im großen und ganzen ist der film sehenswert udn auch zu empfehlen.

    also.. have fun >:o)

    >sweetellen<

    Re: SEHENSWERT
    Das Ende ist wirklich eines der besten, abgesehen von 6th sence.

    Ein klasse film der auch ähnlichkeiten mit American Beauty hat.

    Re: Re: SEHENSWERT
    das finde ich aber sehr nett, dass meine beiden vorposter markus u. pandorra preisgeben, was man am ende erfährt! da brauch ich mir ja den film gar nicht mehr ansehen... glück gehabt, ich hab ihn schon gesehen. aber ich warne leser, die den film noch nicht gesehen haben: nicht weiter nach unten scrollen!!!

    Re: Re: SEHENSWERT
    Liebe(r) Pandora,
    Wenn du diesen Film glaubst, ok, meinetwegen. Er ist zwar erbärmlich geschrieben und gemacht, aber bitte.
    Aber er hat nichts mit der Realität zu tun, wie er so schön vorgibt. In Amerika und insbesonders in Texas wurden unter Bush zuviele Leute in regelmäßigen Abständen umgebracht, deren Schuld nicht eindeutig bewiesen war. Man landet dort schnell in einem Gerechtssymstem aus unfähigen Anwälten und Richtern, erzwungenen Geständissen und Rassismus.
    Zu behaupten, David Gale wäre das einzige Leck in dieser Regierung ist eine Frechheit.

    Re: Re: SEHENSWERT
    Lieber Markus,
    ich fürchte, an dir ist die Message des Films vorbei gegangen. Die ganze Intention von des Professors UND seiner Kollegin war zu zeigen, dass das System nicht funktioniert und hauffenweise Unschuldige exekutiert werden. Weil das aber schwer zu beweisen war, haben sie das selbst inszeniert. Und um etwas damit zu erreichen, war es ihnen wichtig es so medienwirksam wie möglich zu gestalten. Ergo: wie schon im Film gesagt, ein Unschuldig getöteter ist weit mehr spektakulär als ein in letzter Minute geretteter. Insofern war es kein blödes Ende sondern perfekt durchdacht. Am Ende war die Medienpräsenz am größten. Hätte David Gale schon viel früher die Reporterin geholt, wäre sie viel zu früh dahinter gekommen und er wäre wahrscheinlich noch aus dem Todestrakt heraus gekommen. Das System hätte vermeintlicherweise funktioniert und Constance wäre ganz umsonst gestorben.

    Re: Re: SEHENSWERT
    Blödsinn: Das Ende macht nicht den geringsten Sinn. Weil: Was hat es für einen Sinn der Reporterin den gesamten Plan zu offenbaren. Glaubt ihr etwa echt, sie würde die größte Geschichte ihres Lebens einfach so vergessen? Sie wird das Band herausbringen und damit die Todesstrafengegner wie Vollidioten aussehen lassen - was der Film ja sowieso tut.
    Das Ende hat nur den Zweck ein billiges Aha Erlebnis für dumme Zuschauer zu bringen. In der Story zerstört es alles, was vorangegangen ist.

  • Dieser Film ist ein Schmarrn
    So was von krampfhafter Aufbereitung eines an sich heiklen und wichtigen Themas ist sagenhaft. Die Handlung ist an den Haaren herbeigezogen, man wollte unbedingt eine überraschende Wendung einbauen und verlor dabei die letzte Glaubwürdigkeit. Kevin Spacey spielt, im Rahmen seiner Rolle, gut, der einzige kleine Lichtblick. Der Rest ist einfach zum Vergessen. Absolut enttäuschend.

  • Ein gut verkleidetes Stück Scheiße
    Wenn man sich nur berieseln lässt, ist der Film schwach gemacht und schlecht gespielt, falls man aber mal länger als eine Minute über das Ganze nachdenkt, wird ¿Das Leben des David Gale¿ zu einer Schande. Ich werfe nicht leicht mit Superlativen um mich, aber Parker¿s Film ist einer der schlechtesten die das Mainstream Kino je hervor gebracht hat.

    Es ist ein billiger Thriller, dessen ¿who done it?¿ Konzept an sich nicht logisch ist. Indem man aber die Dimension des heiklen Themas der Todesstrafe hinzufügt, muss man sich ideologisch und moralisch irgendwie verpflichten. Sich auf eine Seite stellen, eine Meinung haben, diese versuchen auszudrücken. Der Film erscheint wie ein Betrunkener, der zeitweise an Ideen anderer anrempelt, doch eigentlich nur den nächsten Kick sucht.

    Das Ende mokiert die Gegner der Todesstrafe und zeigt, dass hier nur der Moment zählt ¿ alles, was vorangegangen ist, hat man vergessen. Nicht, dass die Auflösung überraschend wäre, nein, man sieht sie eigentlich von Gale¿s Vortrag in der Uni an kommen. Es ist unglaublich, dass Größen wie Spacey und Parker sich zu so einen dummen, ekligen Film herablassen und es dann noch zustande bringen wie Anfänger auszusehen. Der Film ist moralisch korrupt und beleidigt in einer Szene nach der anderen den guten Geschmack. Meidet ihn wie die Pest!

    Re: Ein gut verkleidetes Stück Scheiße
    Der Film ist weder schwach gemacht noch schlecht gespielt. Kevin Spacey überzeugt wie in ¿Die üblichen Verdächtigen¿. Die Todesstrafenproblematik ist in der Tat ein heikles Thema. Allerdings kann ich die Ansicht nicht teilen, dass es hier zentral um die ¿ who done it¿ Frage geht. Diese lässt sich, wie ich auch finde, ziemlich früh erahnen. Das zentrale Thema ist meiner Meinung nach ¿Wie sicher ist ein sich sicher glaubendes System wirklich¿.

    In einer Szene des Films wird nach einem bewiesenen Fall unschuldiger Hinrichtung gefragt. Dieser Fall ist David Gale. Der Beweis ist damit erbracht, dass kein System unfehlbar ist. Dass dies auf Kosten des eigenen Lebens geschieht, spielt keine Rolle. Ein beruflich ruinierter und von der Familie verlassener Alkoholiker, der sein Leben wohl sowieso nie wieder in den Griff bekommen hätte. Daneben die Leukämiekranke, deren Leben auch schon beendet scheint. Beide eint der
    Kampf gegen die Todesstrafe. Und für beide ist der Beweis der Krankheit des Systems der einzige noch sinnvolle Nachlass.

    Die Einbeziehung der Reporterin in dieses Spiel stellt somit auch ein wichtiges Puzzleteil dar. Es bedarf einer Geschichte, es bedarf lebender Personen, um Menschen zu erreichen ¿ keiner Aktenleichen, für die sich keiner mehr interessiert. Denn mal ehrlich, wer liest z.B. heute wirklich Gegendarstellungen¿ Das Video allein, später an irgendeinen Sender verschickt, wäre also nicht ausreichend gewesen.

    Man sollte bitte das Publikum nicht für dümmer halten, als es wirklich ist: Die Annahme, dass die Reporterin aus dem ihr am Schluss zugesendeten Video, welches die Beteiligung Gales an der Geschichte aufklärt, ebenfalls eine Geschichte macht, kann ich wirklich nicht teilen. Die Reporterin wurde gerade wegen ihrer Verschwiegenheit ausgewählt, die sie sogar ins Gefängnis gebracht hat.
    Die Todesstrafengegner werden nicht als ¿Vollidioten¿ hingestellt, sondern als moralisch korrekte Menschen, die mit ihrer Entscheidung, für ihre Prinzipien ¿ nämlich die Aufdeckung der Fehlerhaftigkeit eines sehr gefährlichen Systems- auch zu sterben, nicht auch das Leben anderer ¿unbeteiligter¿ Personen (die Reporterin hat sich ihre Rolle in diesem ¿Spiel¿ ja nicht ausgesucht) nachhaltig beeinträchtigen. Deshalb hat man ihr das Video zugesendet. Oder glauben Sie nicht, dass in der Reporterin ohne eine solche ¿Aufklärung¿ immer das Gefühl einer gewissen Mitschuld am Tod Gales bestehen bliebe? Insofern war das Verhalten der Todesstrafengegner nur fair und verantwortungsvoll, was doch eigentlich Respekt hervorruft.

    Im Großen und Ganzen sollte, wer sich für den Besuch dieses Filmes entscheidet, sich Zeit nehmen, danach das Gesehene zu verarbeiten. Berieselung ist er nämlich wirklich nicht und heute einen eigenen Standpunkt zu bestimmten Fragen zu haben, ist ja auch nicht das Schlechteste.

  • Top-Film
    Ein wirklich bemerkenswerter Film, der das Thema Todesstrafe wieder Mal aufgreift. Allerdings auf einem bisher neuen Terrain.
    Interessante Handlung und starke Schauspieler. Hoffentlich rüttelt er auch ein paar Amis wach.