Das Tribunal

 USA 2002

Hart's War

Drama, Krimi, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 125 min.
6.30
Das Tribunal

Bruce Willis will aus dem Kriegsgefangenenlager ausbrechen, ein Mordprozess dient als Tarnung.

Deutschland, Dezember 1944. Col. William McNamara (Bruce Willis) lebt seit Monaten in einem Gefangenenlager der Nazis. Dem unmenschlichen Regime des deutschen Kommandanten Werner Visser (Marcel Iures) zum Trotz gelingt es dem Amerikaner, unter seinen gefangenen Landsleuten den Überlebenswillen, ja sogar so etwas wie Zuversicht aufrechtzuerhalten.

Als zwei schwarze Piloten in das Gefangenenlager überstellt werden, bricht offener Rassismus bei einigen der GIs aus. Tage später ist einer der beiden Flieger tot - die Schuld daran trägt Vic Bedford (Cole Hauser), der die beiden Schwarzen stets besonders stark attackiert hatte.

Der Mord bringt McNamara auf eine verwegene Idee. Zusammen mit 35 Männern plant er den Ausbruch. Doch es kann nur funktionieren, wenn der junge Lt. Thomas Hart (Colin Farelb| ein Jura-Student, seine Rolle in diesem Täuschungsmanöver spielt, dessen Regisseur McNamara ist. Das Problem dabei: Hart darf davon nichts wissen...

Details

Bruce Willis, Colin Farrell, Terrence Daschon, Howard Vicellous Reon Shannon, Cole Hauser, Rory Cochrane, u.a.
Gregory Hoblit
Rachel Portman
Alar Kivilo
Billy Ray, Terry George, John Katzenbach
Foxfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ganz nett aber nicht so gut
    Das Tribunal

    Im Dezember 1944 will Lieutnant THOMAS HART in Belgien mit einer wichtigen Lieferung als Amerikaner durch die Verbände von deutschen Soldaten dringen, um etwas in einer Stadt abzuliefern. Pech ist natürlich das er überfallen und fast getötet wird. Er flüchtet durch das Sperrfeuer auftauchender Deutscher Soldaten und landet nach einem Unfall in einer Leichengrube. Als er aufwacht befindet er sich in Deutscher Kriegsgefangenschaft, und wird in Folge Tagelang gefoltert vom Vernehmungsoffizier LUTZ, um den Nazis zu verraten wo sie die Benzin und Treibstofflager versteckt haben. Alles hat er durchgemacht, geschwiegen hat er, nun sperren sie in nackt in die Kälte ein. Ob er das durchhält ?. Am nächsten Tag befindet er sich in einem Zug von amerikanischen Kriegsgefangenen. Mit den Viehwagen von KZ Insassen geht es zu einem Bahnhof, wo sie wohl in ein Lager versetzt werden sollen. Kurz bevor sie alle weiterfahren, gibt es einen Luftangriff der Alliierten in dem die Hälfte der Deutschen und auch der Gefangenen sterben. Von der Luft sind die Viehwagen schwer zu erkennen, und mit Müh und Not gelingt es den Gefangenen zu fliehen und mit den Menschen 3 Buchstaben zu bilden. POW. Prisoner of War. Leider bekommen die Deutschen wieder die Oberhand und führen die Gefangenen 3 Tage lang durch Schnee und Kälte in das Deutsche Kriegsgefangenenlager Stalag 6a, bei Augsburg.
    Oberst WERNER VISSER führt dort das Kommando, und als sie ankommen werden zur Abschreckung 3 Gefangene gehängt. Der Lagerchef der Gefangenen Oberst WILLIAM McNAMARA spricht kurz mit THOMAS und quartiert in dann in Baracke 27 ein. In das Mannschaftsquartier wo er sehen muß wie er zurechtkommt.
    HART und McNAMARA Freunden sich an, und erfährt das er die schwersten Folterungen überstanden hat.
    Kurz darauf kommen wieder 2 Gefangene ins Lager. Neger. Lieutnant LINCOLN SCOTT und Lieutnant
    LAMAR ARCHER. Sie kommen in die gleiche Baracke wie HART. Natürlich kann sie dort keiner leiden, da die meisten Südstaatler sind, und was gegen Neger haben. VIC BEDFORD, der vorher Barackenhöchste, und Besorger von allem möglichen weil er mit den Nazis dealt, äußert seinen Haß gegenüber Neger, und die anderen auch und schon bald nach kurzer Zeit so einigen Sekunden, sind sie die verachtendsten Leute im Lager nach den Nazis wahrscheinlich. Es kommt fast zu Gewalttaten. Sie sondern sich ab. Kurz darauf wird nach einer Razzia unter dem Bett von ARCHER ein Dolch gefunden. Daraufhin wird er erschossen ohne die Genfer Konventionen zu beachten von VISSER, dem das egal ist. McNAMARA kann nichts machen. HART ist der einzige der so richtig verärgert ist und der sich mit den beiden angefreundet hat. LINCOLN äußert natürlich den Verdacht das BEDFORD daran schuld war. Kurz daraufhin wird BEDFORD ermordet. Nun geht¿s rund im Lager und für VISSER ist klar das es SCOTT war. HART stellt sich vor ihn und bittet ihn in zu verteidigen. 4 Tage bekommt er Zeit um die Unschuld von SCOTT an BEDFORD´s Tot zu zeigen.
    Da gibt es einen Schreiberling, der heißt ¿ John Katzenbach ¿ der hat zu dem 122 Min. Film die Vorlage geschrieben, die dann ein Mensch regiert hat. Mit Bruce Willis recht nett besetzt. Anfangs ist er ein Kriegsfilm, dann ein Gerichtsfilm, dann ein Abenteuerfilm, und wenn man nie ¿ Gesprengte Ketten ¿ oder ¿ Sobibor ¿
    Oder ¿ Soweit die Füße tragen ¿ gesehen hat, findet man natürlich unwiderruflich Liebe bei diesem Film.
    Könnte auch irgendwie eine Art Propaganda für Recht und Gegen Rassismus sein das ganze, ist aber trotzdem vom Eindruck her ne nette Geschichte, auch wenn das berstend volle Kino mit 12 Leuten nicht ganz so ausgeborsten ist. Spielen tun alle nett, als würden sie gerade die Schauspielschule beendet haben.
    Etwas unglaubwürdig geriet das ganze auch, wer schon mal in einem Kriegsgefangenenlager war, weiß das man da beschissen behandelt wird. Nicht so ganz gut wie in dem Film.

    Re: Ganz nett aber nicht so gut
    Nicht so ganz gut wie in dem Film. Hat auch irgendwie Ähnlichkeiten mit
    ¿ Eine Frage der Ehre ¿ Der Film funktioniert mehr als eine Art psychologisches Drama um die Wirren des 2. Weltkrieges bei der Ardennenoffensive 1944 / 45. Irgendwie ist sehr viel Gequatsche im Film, man kann sich da schwer konzentrieren mit dem ewigen Bla Bla. Obwohl es ja ganz nett ist, Rassismus, Gefangene, Krieg, man hat das einzeln schon gesehen sehr oft und in sehr guten Filmen, aber alles auf einmal ist als würde ¿ Der Soldat James Ryan ¿ mit ¿ Roots ¿ pokern. Passt irgendwie nicht zusammen das ganze. Spannend wird es nur einige Male. Gut ist das der Film über 2 Std. dauert so hat man eine wirklich gute ausführliche Geschichte, aber der Rest ist irgendwie fade. Der Gesamteindruck wieder ist aber gut und man kriegt ein gutes Gefühl bei dem ganzen.

    Spannend, etwas langweilig, hätte besser gemacht werden können, aber das macht ja nichts.

    76,89 von 100

  • Peinliche Weltkriegs-Mär/1
    Nur mehr anspruchsvolle Filme ohne unnötige Action hat uns Bruce Willis für seine zukünftigen Filme versprochen und noch bevor man sich irgendwann in Zukunft nur schwer an diesen Satz erinnern kann, bricht er schon nach nicht
    einmal fünf Jahren sein Versprechen und drehte mit "Harts War" einen stumpfsinnigen, oberflächlichen Versuch, das Lagerleben von Kriegsgefangenen im zweiten Weltkrieg betroffen machend und erschütternd darzustellen. Dieser
    Versuch scheitert gründlich, obwohl man am Anfang deutlich zeigt, was für Bestien die Nazis doch waren und so sieht man gleich zu Beginn den
    Gefangenentransport ins Lager mit anschließender Exekution dreier Insassen, nur um die Neuankömmlinge dadurch zu schockieren.

    Damit ist aber dann Schluss der Grausamkeiten, denn in Folge präsentiert sich das Lager wie ein Feriencamp für urlaubsreife Kriegshelden, welche sich hier auf neue Aufgaben konzentrieren. Die Gefangenen dürfen sich "frei" bewegen, können sich mit angemessener Kleidung gegen die Kälte schützen, fernsehen und sogar in einen eigen inszenierten Theaterstück mit passender Verkleidung die Nazis verarschen. Selbstredend gibt es warmen Kaffee (der Kuchen ist mir dann schon irgendwie abgegangen) und Zigaretten in Hülle und Fülle. Die Nazis lassen in den Reihen der Gefangenen eine Hierarchie und Rangordnung zu, ignorieren plakatives Salutieren und es könnte der schönste Urlaub sein, wenn die amerikanischen Häftlinge in diesem Film nicht die noch ärgeren Rassisten als die Nazis wären.

    Was ich in einem Film über den zweiten Weltkrieg überhaupt noch nie gesehen habe und was von den Filmemachern sicher nicht so beabsichtigt war: Während sich die Amerikaner - allen voran Bruce Willis - als unsympathischer Sauhaufen präsentieren (Ausnahme: der tadellose Hart), wird der deutsche Lagerleiter Visser als ruhiger, gebildeter, richtiggehend sympathischer Mensch dargestellt. Ganz am Anfang zeigt man zwar das er ein gewissenloser Haderlump ist, aber danach wird er auf eine perverse Art und Weise immer sympathischer und am Ende respektiert er sogar seine amerikanischen Häftlinge und honoriert ihr Ehrgefühl. Irgendwie witzig, dass gerade die
    Amerikaner einen so groben faux-pas in einen Film einbauen konnten. Die Verantwortlichen selbst aber scheinen von ihrem Projekt überzeugt zu sein,
    denn liest man das Presseheft durch, glaubt man kaum, dass sie gerade über "Hart's War" so schwärmen und seinen Realismus anpreisen.

    Aber auch wenn Regisseur Hoblit dieser grobe Schnitzer nicht unterlaufen wäre, die Amerikaner so richtig heldenhaft und die Nazis so richtig fies gewesen wären, der Film wäre auch dann noch hoffnungslos schlecht. Wie langweilig muss einem Lagerleiter sein, um er einer Gerichtsverhandlung
    seiner Gefangenen zu erlauben, welche die Unschuld eines Gefangenen beweisen soll - warum nicht einfach erschießen? Warum schließt man Gefangene in lauter kleine Häuser zusammen, aus welchen man in der Nacht fliehen kann und sich Waffen und ähnliches organisieren kann?

    Colin Farrell als der ehrenhafte Hart spielt seinen Part überzeugend, auch wenn er damit wohl bloß das amerikanische, reine Gewissen personifizieren soll. Dann aber muss es auch Leute geben die durchgreifen wenn es die Situation
    erfordert, und dafür muss Bruce Willis herhalten und erledigt seinen Part schlicht und einfach nur armselig. Hätte man diese Rolle mit Robert de Niro
    besetzt - er hätte vielleicht eine akzeptable Vorstellung geboten, aber Bruce Willis als schaumgebremste Bulldogge, die nur finster durch die Gegend schaut und scheinbar gleichgültig seine Umwelt wahr nimmt, ist einfach nur
    peinlich.

    Re: Peinliche Weltkriegs-Mär/1
    Hätte "Harts War - Das Tribunal" mit einem anderen Regisseur, anderen Darstellern und ein bisschen mehr Interesse an Realismus ein guter Film werden können? Das glaube ich eher nicht, denn dazu ist die Grundidee, das ein Strafgefangenenleiter seinen Häftlingen - noch dazu im zweiten Weltkrieg - so viele Freiheiten gibt und ihnen sogar eine Gerichtsverhandlung erlaubt, viel zu absurd. Einige pathosgeschwängerte Reden, zwei, drei Actionszenen und die "Offenbarung" das auch Amerikaner so richtig fies sein können lindern das Desaster ein wenig, aber das reicht wohl kaum aus um zufrieden den Kinosaal zu verlassen. Und überhaupt wäre es in der Originalfassung schön gewesen die Nazis mit Schauspielern zu besetzen, welche der deutschen Sprache mächtig sind.

    Fazit: "Harts War - Das Tribunal" ist der misslungene Versuch "Ehre" und "Amerika" ins rechte Licht zu rücken und begeht sogar den Kardinalsfehler, die Feinde der USA beinahe sympathischer darzustellen wie das schönste,
    größte und gerechteste Land der Welt....3/10....Schladi

    Re: Re: Peinliche Weltkriegs-Mär/1
    Erstens einmal finde ich es bedauerlich, daß es Leute gibt, die sich die Zeit nehmen, 2 Seiten über einen film zu schreiben wenn es nicht ihr beruf ist.
    2.) Ich glaube es gibt genug Filme, wo das Verhalten der Nazis in punkto Brutalität und Menschenverachtung dargebracht wird - und außerdem, wer sagt daß es nicht auch Lagerleiter gab, die es gar nicht so wollten? Die den ganzen Krieg nicht wollten, die vielleicht noch Achtung vor Menschenleben haben, egal welche Relogion oder Hautfarbe sie haben?

    Überleg dir das mal, bevor du die Leute mit Romanen langweilst!

    mfg

    Re: Re: Re: Peinliche Weltkriegs-Mär/1
    Wieso findest Du es bedauerlich, daß es quasi "unbezahlte" bzw. Amateur-Filmkritiker gibt?
    Ich finde das nicht bedauerlich, im Gegenteil, - die sog. Professionellen unserer heimischen Medienlandschaft werden zwar dafür bezahlt, das ist aber die einzige Qualifikation, die sie besitzen! Und langweilig fand ich Schladis Kommentar auch nicht, eher Deinen!

    Re: Re: Re: Peinliche Weltkriegs-Mär/1
    würd vorschlagen du schaust dir den Film zuerst an, bevor du den Lagerleiter in diesem Film in Schutz nimmst. Und glaubst du wirklich es hätte einer ein Kz oder ein Kriegsgefangenenlager leiten können "ohne _es_ zu wollen"? Danke übrigens für dein Lob, werde versuchen in nächster Zeit wieder vermehrt Kritiken zu schreiben.