Der Garten der Finzi Contini

 I/BRD 1970

Il giardino dei Finzi-Contini

Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 94 min.
7.60
Der Garten der Finzi Contini

Im Ferrara der 1930er Jahre lebt die tonangebende jüdische Familie Finzi-Contini ihre Lustbarkeiten, bis sie mit dem Faschismus konfrontiert wird.

Ferrara. Am vornehmen Corso Ercole d'Este liegt in einem großen Park hinter hohen Mauern die herrschaftliche Villa der Familie Finzi Contini. Sie gehört zur alteingesessenen, hoch angesehenen jüdisch-intellektuellen Aristokratie der Stadt. Man schreibt das Jahr 1938.

Für den feinsinnigen Literaturprofessor Ermano Finzi Contini (Camillo Cesarei), für seine Frau (Katina Morisani) und seine beiden Kinder Micòl (Dominique Sanda) und Alberto (Helmut Berger) ist es eine Zeit der Bedrohung - so wie für viele andere jüdische Familien auch.

Die hübsche Micòl ist in dem Alter, in dem die erste Liebe aufkeimt. Doch das sensible Mädchen fühlt instinktiv die Katastrophe herannahen und sucht in der kurzen Zeit, die ihr noch bleibt, um so verzweifelter nach dieser Liebe. Sie setzt sich über die Konventionen ihrer strengen Erziehung hinweg...

Details

Lino Capolicchio, Dominique Sanda, Fabio Testi, Helmut Berger ua.
Vittorio De Sica
Bill Conti, Manuel De Sica
Ennio Guarnieri
Giorgio Bassani, Vittorio Bonicelli

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Nicht doch, doch, doch
    Das Alter von fast 40 Jahren merkt man dem Film schon an. Die Dialoge sind etwas hölzern, die Inszenierung etwas bieder und angestaubt. Damals oscarprämiert, heute nicht unbedingt ein Muss.
    Im Ansatz verfolgte Regisseur de Sica allerdings ein genuines Ziel: ein ganz persönlich-subjektives Bild von der schleichend und fast unauffällig umsichgreifenden Gewalt des aufkommenden Faschismus in Italien zu zeichnen. Doch die im Mittelpunkt stehende unmögliche, einseitige Liebe zwischen Micol und Giorgio kann nicht in die Tiefe gehen und beeindruckt nicht wirklich. Vor allem die Charakterzeichnung von Micol gibt ganz symptomatisch ein unklares Bild ab: liebt sie oder zickt sie nur rum? Will sie sich noch nicht festlegen oder ist der gesellschaftliche Unterschied zu dem unter ihrem jüdischen Familiestand angesiedelten Giorgio, der auch Jude ist, ausschlaggebend? Die Schlussszene wirkt aufgesetzt und man fragt sich “Ja was wird jetzt?“ So wird letztendlich auch der Faschismus verharmlost.