Der Kaufmann von Venedig

 USA/I/GB/Luxemburg 2004

The Merchant of Venice

Drama, Literaturverfilmung, Kostümfilm 22.04.2005 138 min.
7.10
film.at poster

Michael Radford setzte eine der tragischsten Komödien William Shakespeares mit opulenten Bildern aufwändig in Szene.

Venedig, im 16. Jahrhundert: Bassanio (JOSEPH FIENNES), ein junger, impulsiver und romantischer Aristokrat, hat durch seinen verschwenderischen Lebensstil hohe Schulden angehäuft.

Damit er dennoch standesgemäß um die schöne und reiche Portia (LYNN COLLINS), in die er sich unsterblich verliebt hat, werben kann, bittet er seinen guten Freund Antonio (JEREMY IRONS) um finanzielle Unterstützung. Doch um Bassanio helfen zu können, muss Antonio seinerseits Geld leihen. Im wohlhabenden Juden Shylock (AL PACINO) findet er einen liquiden Kreditgeber, der ihm den Betrag unter einer einzigen Bedingung zinslos zur Verfügung stellt: Shylock verlangt ein Pfund Fleisch aus Antonios Körper, sollte das Darlehen nicht in der entsprechenden Frist zurück gezahlt werden. Antonio geht auf diesen ungewöhnlichen Handel ein...

Mit "Der Kaufmann von Venedig" verfilmte Michael Radford ("Il Postino") eine der tragischsten Komödien William Shakespeares. Aufwendig in Szene gesetzt mit opulenten Bildern, die zum Teil an Originalschauplätzen in Venedig entstanden, und einer sensationellen Starbesetzung: Neben Oscar-Preisträger Al Pacino ("Heat", "Der Pate") als Shylock, glänzen Oscar-Preisträger Jeremy Irons ("Being Julia", "Das Geisterhaus") als Antonio und Joseph Fiennes ("Shakespeare in love", "Luther") als Bassanio in diesem packenden Film über Liebe, Hass, Moral und Rache. "Der Kaufmann von Venedig" begeisterte bereits 2004 das Publikum auf den Filmfestspielen von Venedig.

Details

Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes, Lynn Collins, Zuleikha Robinson, Kris Marshall, Charlie Cox, Heather Goldenhers
Michael Radford
Jocelyn Pook, Hayley Westenra, Andreas Scholl
Michael Radford nach William Shakespeare
Sony Pictures Filmverleih Gmbh

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Pacinos Jetlag
    An und für sich eine nette Idee, den guten Pacino endlich als Shylock ins Kino zu bringen.
    Das Problem: Der Film von Michael Radford verlockt nicht eben zu Jubelschreien. Ganz im Gegenteil.
    Pacino spielt mit müdem Gesicht und wirkt, als hätte er während der Dreharbeiten unter heftigem Jetlag gelitten.
    Da ist Jeremy Irons in der Titelrolle des Kaufmanns Antonio schon etwas besser in Fahrt. Aber, in Vergleich zu seinen anderen Arbeiten, auch nur mäßig.
    Man hat also THE MERCHANT OF VENICE an den sogenannten Originalschauplätzen verfilmt. In jenem Venedig, in dem sich der bekannte Drehbuchautor Shakespeare nie in seinem Leben aufgehalten hat (ebensowenig wie Karl May in den USA oder in Kurdistan war). Erfahren wir dadurch mehr über das Stück? Oder das Thema des Antisemitismus?
    Und dass der Autor sein Stück als "Komödie" bezeichnet hat, und dass es eben auch eine solche ist, mit allen Bitterkeiten und Härten, das macht Radfords Film überhaupt nicht klar.
    Keineswegs. Aber es reicht immerhin zu hübschen Bildern. Und man gewinnt den Eindruck, der Kopie eines Zeffirelli-Films ansichtig zu werden. Hübsche Menschen in hübschen Kostümen, dazu ein paar Problemchen. Um mehr geht es hier nicht.
    Warum man jedoch überhaupt ein Shakespeare-Stück benötigt, um daraus einen Film zu machen, bei dem im Hintergrund ständig eine üble Musik herumdudelt, bleibt auch schleierhaft. Genügen Shakespeares Worte nicht? Waren sie nicht gut genug? Und hätte man zumindest nicht für einen besseren Soundtrack sorgen können?
    Ein Film, der so viel hätte erreichen können (wie man an der gar nicht schlechten Prozessszene gegen Ende erkennen kann). Und letztlich nichts als überflüssig ist.

    Re:Pacinos Jetlag
    hallo scaramange, bin mit ihnen immer einer meinung, das fiel mir schon öfters auf. daher eine frage: haben sie schon hotel ruanda gesehen? wenn ja, bitte kritik posten!