Der Name der Rose

 I/F/BRD 1989

Il nome della rosa (Le nome de la rose)

Kultfilme, Krimi 130 min.
7.80
Der Name der Rose

Ein mittelalterlicher Sherlock Holmes geht im Kloster auf Mörderjagd - der Rest ist Geschichte.

Anno Domini 1327: Der englische Franziskanermönch William von Baskerville (Sean Connery) reist mit seinem jungen Schüler Adson (Christian Slater) im Auftrag des Kaisers zu einer reichen Benediktinerabtei in Italien. Er soll in einem Treffen zwischen denen der Ketzerei verdächtigten Minoriten und den Gesandten des Papstes vermitteln. Der Aufenthalt wird zu einem wahren Alptraum: Eine grauenvolle Mordserie unter den Mönchen erschüttert das Kloster und William macht sich mit detektivischem Spürsinn auf die Suche nach dem Täter. Die Spur führt ihn in die sagenumwobene Bibliothek der Abtei. Nicht jeder ist mit seinen Nachforschungen einverstanden: Als die päpstliche Abordnung eintrifft, wird William selbst der Ketzerei und des Mordes beschuldigt...

Details

Sean Connery, Christian Slater, Helmut Qualtinger, Elya Baskin, Michel Lonsdale, Volker Prechtel,
Jean-Jacques Annaud
Volker Prechtel
Tonino Delli Colli
Andrew Birkin, Gérard Brach nach Umberto Eco

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • 007 als Mönch
    Es ist die geniale Verfilmung von Umberto Ecos bestem Roman. Dieser kongeniale Film von Jean-Jacques Annaud ist aber ein eigenständiges Kunstwerk, das unbedingt in den Olymp der Filme gehört.
    Von Anfang bis Ende ist dieser Film optisch ein Hochgenuss. Der spannendste Krimi des Mittelalters: prall, schockierend, ergreifend. Dabei prominent besetzt. Vor allem der Mönch William-007-von-Baskerville besitzt detektivische Qualitäten. Seine entwaffnende Logik ist umwerfend, seine Gespräche mit seinem Novizen Adson, dem damals noch unbekannten, blutjungen Christian Slater, sind voller Komik. Bis in kleinste Nebenrollen sehen wir hervorragende Darsteller. Äußerst beeindruckend Maske und Spiel von Ron Perlman oder Helmut Qualtinger. Und nicht zu vergessen das junge, ’namenlose’ Mädchen (Valentina Vargas), die einzige Rose in dieser Männerwelt, die Novize Adson pflücken darf. Seltsam, dass man ihm kurz zuvor weiß machen wollte ’Bitterer als der Tod ist die Frau’.’ Kleine, sonderbare Requisiten wie die Handbrille sind bedeutsam in einem Panoptikum skurriler Mönchstypen.
    Besonders gelungen ist die Verbindung einer Mordserie in einem Kloster mit der handfesten Kontroverse zwischen Ketzerei und Inquisition. Was bei Umberto Eco breit ausgewalzt wird, wird hier spielerisch in spannungsgeladene Action umgesetzt: u.a. z.B. die Leibfeindlichkeit, die Frauenfeindlichkeit und die Wissenschaftsfeindlichkeit der Kirche im Mittelalter. Ist das heute anders? Bezeichnenderweise handelt das verbotene Buch vom Lachen!
    Genial auch der Schluss: zunächst schockierend, dann ein Grund für zufriedenes Schmunzeln. Rosen gibt’s!?