Der Tangospieler

 Deutschland 1991
Independent 
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Ein Universitätsassistent in der ehemaligen kommt für zwei Jahre ins Gefängnis, weil eir einen unerwünschten Tango in der Öffentlichkeit vorgetragen hat. Wieder in Freiheit, kommt er mit dem System nicht zurecht, muß sich ihm aber am Schluß doch unterwerfen.

Weil er in einem Kabarett einen unerwünschten Tango am Klavier begleitete, mußte der Hochschulassistent Hans Peter-Dallow zwei Jahre ins Gefängnis. Im Namen des Volkes lautete das Urteil des DDR-Gerichts gegen ihn.

Als er 1968 schließlich aus dem Gefängnis entlassen wird, ist er nicht bereit sich wieder den Mechanismen des Hochschulalltags anzupassen. Dallow ist verletzt, aber auch verunsichert. Er sucht Arbeit, kann aber beim besten Willen keine finden. Statt dessen machen ihm zwei Herren eindeutige Angebote, aber die Mitarbeit bei der Staatssicherheit leht Dallow ab.

Dallow gerät in eine tiefe Isolation, zumal er auch der Beziehung zu der intelligenten und kritischen Elke nicht gewachsen ist und es ständig zu Auseinandersetzungen mit seinen Eltern kommt. Schließlich geht er seinem ehemaligen Richter an den Kragen, verschlimmert damit aber nur seine Situation. Als Kellner auf Hiddensee findet er schließlich einen Aushilfsjob. Und dort erreicht ihn die Nachricht, daß er als Dozent an die Universität zurückkehren kann. Zermürbt von der vergeblichen Stellensuche unterschreibt Dallow jetzt den Vertrag, der seinen Vorgänger im Amt in eben die Situation bringt, der Dallow mit seiner Unterschrift nun entrinnt. filmhaus stöbergasse

Es ist Gräf (und Christoph Hein) hoch anzurechnen, daß Der Tangospieler die Aufarbeitung tristester Verhältnisse auf oft sogar amüsante Weise mit den Möglichkeiten des Unterhaltungskinos bringt... so exakt der Film auch auf konkrete Verhältnisse in der ehemaligen DDR zugeschnitten sein mag, repräsentiert Dallow auch über Systemgrenzen hinaus den Typus des charakterschwachen Mitläufers schlechthin. Filmdienst, Köln 1991

Details

Michael Gwisdek, Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Peter Prager, Peter Sodann, Jaecki Schwarz
Roland Gräf
Hector Piazzolla, Günther Fischer, Julio C. Sanders
Roland Gräf

Kritiken

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