Der Untergang des Römischen Reiches

 USA 1964

The Fall of the Roman Empire

Drama, Kostümfilm, Abenteuer, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 188 min.
6.70
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Der römische Kaiser wird vom seinem Sohn ermordet, bevor dieser einen anderen Nachfolger bestimmen kann. Dessen bester Freund der eigentlich an dessen Stelle Kaiser hätte werden sollen, muss sich bemühen, dass Rom nicht vom neuen Kaiser zerstört wird.

Details

Sophia Loren, Stephen Boyd, Alec Guinness, James Mason, Christopher Plummer, Omar Sharif, Mel Ferrer
Anthony Mann
Dimitri Tiomkin
Robert Krasker
Ben Barzman, Basilio Franchina

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Anfang vom Ende
    Es ist zwar nicht der Untergang des römischen Reiches, den wir hier sehen, sondern eher der Anfang vom Ende. Eine düstere Schau mit viel schwarz, Kälte und Schnee. Ewig lange, prächtige Paraden und Aufmärsche unter Fanfarenklängen sorgen für gedehnte Unterhaltung. Dafür liegen die Dialoge weit über dem sonst üblichen Niveau dieses Genres und die hervorragenden Schauspieler können jeweils einen ausgeprägten Charakter darstellen. Allen voran Christopher Plummer als Commodus. Er gibt den flatterhaften, unreifen Sohn des Marc Aurel (Alec Guinness) und verfällt dem Größenwahn. Sein Rivale ist Livius (Stephen Boyd), der ernsthafte, aufrichtige und von fast allen geliebte Militärtribun. James Mason sorgt als griechischer Philosoph Timonides für geistigen Tiefgang und hält Reden von Frieden und Freiheit (Pax Romana). Alle werden überstrahlt, wenn Lucilla (Sophia Loren) auftritt. In ihrer Person vereinigen sich menschliche Tragik, eine tiefe Liebe zu Livius und das Machtbewusstsein der Kaisertochter. Sie verleiht der Handlung Glanz und verdeckt so manchen Anflug von Pathos. Da ist mehr Pomp als Spannung im Spiel. Der letzte der ‘Big Six‘ der klassischen Sandalenfilme. Insofern ist sein Titel Programm: ein Abgesang. Anthony Mann bemüht sich anfangs um historische Authentizität, verliert sich aber im Verlauf in einer selbst gestrickten Story. Vor allem das Ende bleibt etwas kryptisch. Der tanzende Pöbel symbolisiert das alte Motto ‘Brot und Spiele‘. Heute würden wir sagen ‘Party‘.