Die Fremde (2010)

 D 2010
Drama 19.03.2010 119 min.
7.60
Die Fremde (2010)

Die 25-jährige Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist...

"Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter (Derya Alabora) zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den Ruf der Familie wieder herzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab.

Umay verliebt sich in Stipe (Florian Lukas) und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist...

Details

Sibel Kekilli, Settar Tanrýöðen, Derya Alabora, Florian Lukas, Nursel Köse u.a.
Feo Aladag
Max Richter, Stéphane Moucha
Judith Kaufmann
Feo Aladag
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User Kritiken

  • Familienehre
    Einer der besten Filme über in Deutschland lebende Türken; mit einer großartigen Sibel Kekilli (Umay) in der Hauptrolle. Gleich zu Anfang spürt man an der Sprache den ‘Culture Clash‘, der die Familie spaltet: die Kids reden deutsch miteinander, die Alten türkisch. Und das geht so weiter bei der aufkommenden Problematik, wegen Umays Emanzipationsversuch. Die Mutter klammert sich an Nostalgie, der Vater ist tief in der Tradition verhaftet. Gespräch Vater – Tochter:
    ‘Du bist eine verheiratete Frau.‘
    ‘Er schlägt mich.‘
    ‘Er ist dein Ehemann. Heute schlägt er, morgen streichelt er dich.‘
    Da tun sich unüberbrückbare Gegensätze auf, die ein versöhnliches Einlenken unmöglich machen. Das sind unterschiedliche Universen, in denen Umay und ihre Familie leben. Dabei lieben sich alle doch und gehen daran zugrunde. Die Hochzeit von Umays Schwester – mit der ganzen Hintergrundproblematik –dient als Brandbeschleuniger. Ihre Rede ist einer der Höhepunkte des Films neben den Gesprächen mit dem kleinen Cem. Das trifft den Nerv und geht zu Herzen.
    Umay lebt zwischen beiden Welten. Man erwartet ein böses Ende. Doch es kommt noch schlimmer. Die symbolische Bedeutung des überraschenden Ausgangs überhöht die bloße Tragik von Schuld und Sühne und von zurückgewiesener Liebe. Es trifft Unschuldige! Eigentlich alle! Da bleiben nur Leid und Schmerz für alle Betroffenen.
    Eindringlich, anrührend, hoch aktuell. Wahnsinn! Ein Muss!


  • ich finde es total schade das solche filme nicht in aktuellen kinos zu sehen sind!!der film spiegelt das leben einiger migrantinen hier in österreich und ich finde auch das dieser film all diesen frauen zeigt das es auch anders gehen kann!sibel kekilli glänzt in dieser rolle wieder einmal!!ich kann diesen film echt empfehlen da alles sehr real rüber kommt!!