Die Hure des Königs

 A/F/I 1990

La Putain du roi

Drama, Kostümfilm 
5.80
Die Hure des Königs

Im Gewand einer vergangenen Epoche versucht dieser Kostümfilm das Drama einer zerstörerischen Leidenschaft zeitlos zu gestalten.

Piemont im 17. Jahrhundert. König Vittorio verliebt sich in Jeanne, eine bezaubernde Französin, die gerade den Grafen von Verua heiratete. Erst als die Begehrte merkt, daß selbst ihr Gatte aus Karrieregründen nichts gegen eine Affäre seiner Frau einzuwenden hätte, wird sie die Mätresse des Herrschers, ohne dessen Gefühle zu erwidern. Über seine obsessive Liebe zu Jeanne vergißt Vittorio seine Pflichten als erster Soldat im Staat, und so geht der Krieg seines Landes gegen Frankreich verloren. Mit Hilfe ihres Mannes gelingt der Königsgespielin die Flucht ins Ausland. Als Jeanne zum König und ihrem Kind zurückkehrt, hat Vittorio bereits die Macht und sein Leben verwirkt.
Länge:127 Min.

Details

Timothy Dalton, Valeria Golino, Stéphane Freiss, Robin Renucci ua.
Axel Corti
Gabriel Yared
Gernot Roll
Axel Corti, Frederic Raphael

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Der verführte Verführer
    Der Titel gibt das Thema vor und man wartet bis es endlich klappt, dass ein absolutistischer König (Timothy Dalton) eine verheiratete Frau (Valeria Golino) zu seiner Maitresse macht. Doch dann entwickelt sich ein Machtkampf zwischen den beiden. Der König wird von ihr beherrscht und gedemütigt. Sie scheint ihr Ziel konsequent zu verfolgen, nutzt die Macht des Bettes, bis sie von der Pest heimgesucht wird. Er pflegt sie gesund und es ist recht interessant zu beobachten, wie sich die gekaufte Zuneigung in Liebe verwandelt. Die menschliche Entwicklung der beiden auf einander zu wird überzeugend geschildert. Ein Degenkampf zwischen König und Ehemann ist vom Feinsten. Es ist ein Historienspektakel mit viel Action und prunkvollen Kostümen. Nur das Ende zieht sich viel zu sehr in die Länge, obwohl es nicht ganz frei von Überraschungen ist. Und für ganz neugierige Symbolisten huscht immer wieder kommentarlos ein Fuchs durchs Bild. Ihm und den Fasanen ergeht es gar nicht gut. Oder soll das etwa ein Hinweis auf die üble Lage der Frauen im 17. Jahrhundert sein?