Die Insel

 USA 2005

The Island

Thriller, Science Fiction 04.08.2005 136 min.
6.90
film.at poster

In der Mittel des 21. Jahrhunderts haben wenige Menschen eine Umweltkatastrophe auf einer Insel überlebt - doch das Inselparadies gleicht mehr einem Gefängnis und hält böse Überraschungen bereit.

Lincoln Six-Echo (McGregor) und Jordan Two-Delta (Johansson) leben Mitte des 21. Jahrhunderts in einer scheinbar utopischen Wohneinheit, die in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Wie alle Bewohner werden sie ständig überwacht, angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Sie alle hoffen, irgendwann auf "Die Insel" reisen zu dürfen: die allerletzte unverseuchte Oase auf der Erde. Denn es heißt, dass alle Menschen auf der Welt - außer ihnen - bei einer Umweltkatastrophe umgekommen sind.
Seit kurzem wird Lincoln jedoch von unerklärlichen Albträumen geplagt. Immer ungeduldiger stellt er sein Gefangenendasein infrage. Doch auf die Wahrheit ist er nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lincoln, dass sein gesamtes Leben eine einzige Lüge ist - und die Insel nur Auswuchs eines grausamen Betrugsmanövers. Ihm wird klar, dass er, Jordan und alle anderen tot sehr viel mehr wert sind als lebendig. Die Zeit wird knapp, und so flieht Lincoln mit Jordan aus der einzigen Welt, die sie kennen. Draußen entkommen sie den wachsamen Augen des unheimlichen Instituts, und ihre anfangs platonische Freundschaft entwickelt sich zu einer intensiven Beziehung. Doch schon haben die gnadenlosen Schergen des Instituts die Verfolgung aufgenommen. Lincoln und Jordan kennen nur ein Ziel: am Leben zu bleiben.

Weitere Hauptrollen in "Die Insel" übernehmen der für den Oscar nominierte Djimon Hounsou ("In America") als Laurent, Leiter des Sicherheitsteams, das Lincoln und Jordan jagt; Sean Bean als Institutschef Merrick; Steve Buscemi als McCord, der sich mit Lincoln anfreundet, obwohl er für das Institut arbeitet; und der für den Oscar nominierte Michael Clarke Duncan ("The Green Mile") als begeisterter und allseits beneideter Bewohner Starkweather, der auf die Insel reisen darf.

Details

Ewan McGregor, Scarlett Johansson, Djimon Hounsou, Steve Buscemi, Sean Bean u.a.
Michael Bay
Alex Kurtzman, Roberto Orci
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Klon liebt Klon
    Inhaltlich ist der Film so in der Nähe von ’1984’ und ’Schöne Neue Welt’ anzusiedeln. Trotz spektakulärer Actionszenen mit viel Feuerwerk zieht sich die Handlung etwas in die Länge: der erste Teil ist hi-tec-Schnickschnack, der zweite wird vom Richard-Cimble-Effekt dominiert. Die beiden Hauptdarsteller (Scarlett Johansson, Ewan McGregor)- eigentlich meine Favoriten der Leinwand - geben zwar wie immer ihr bestes. Man verzeiht ihnen auch die Unverletzlichkeit von Walt Disney-Figuren z. B. bei Abstürzen von Hochhäusern. Auch das zuckersüße Happy End ist vorhersehbar. Der Film ist halt etwas für Actionfreaks mit besonderer Vorliebe für Science Fiction.

  • spannend - Teil 1

    Die Handlung des Filmes:

    LINCOLN SIX ECHO (Ewan McGregor) und JORDAN 2 DELTA (Scarlett Johannsen) leben im Jahr 2019 in einer scheinbar utopischen Wohneinheit, die in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Wie alle Bewohner werden sie ständig überwacht, angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Essenskontrolle ist hier ganz normal wie fast schon Gedankenüberwachung. Sie alle hoffen, irgendwann auf "Die Insel" reisen zu dürfen: die allerletzte unverseuchte Oase auf der Erde. Denn es heißt, dass alle Menschen auf der Welt - außer ihnen - bei einer Umweltkatastrophe umgekommen sind. Eine gigantische Kontamination wird Ihnen eingeredet.

    Seit kurzem wird LINCOLN jedoch von unerklärlichen Albträumen geplagt. Immer ungeduldiger stellt er sein Gefangenendasein infrage. Ein Arzt, Doktor MERRICK (Sean Bean) hilft ihm auf einige Dinge auf die Spur zu kommen. Doch auf die Wahrheit ist er nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lincoln, dass sein gesamtes Leben eine einzige Lüge ist - und die Insel nur Auswuchs eines grausamen Betrugsmanövers. Ihm wird klar, dass er, Jordan und alle anderen tot sehr viel mehr wert sind als lebendig. Die Zeit wird knapp, und so flieht LINCOLN mit JORDAN aus der einzigen Welt, die sie kennen. Anfangs hat sie ihm nicht geglaubt das er sogar Mord gesehen hat.

    Draußen entkommen sie den wachsamen Augen des unheimlichen Instituts, und ihre anfangs platonische Freundschaft entwickelt sich zu einer intensiven Beziehung. Doch schon haben die gnadenlosen Schergen des Instituts die Verfolgung aufgenommen. LINCOLN und JORDAN kennen nur ein Ziel: am Leben zu bleiben.
    Wäre da nicht McCORD (Steve Buscemi), er wäre nicht so gut davon gekommen.

    Vielleicht interessante Infos zu dem Film:

    Der Regisseur sagt zu dem Film: "Wir mussten die Geschichte eher in der nahen Zukunft ansiedeln, etwa 20 Jahre nach unserer Gegenwart. Sie wirkt nämlich viel überzeugender und gruseliger, wenn uns dieses Schicksal praktisch schon morgen bevorsteht.".

    Das Drehbuch stammt von Caspian Tredwell-Owen der noch dazu behauptet: "Es wird menschliche Klone geben, das lässt sich gar nicht verhindern. Irgendjemand wird das ausprobieren - legal oder illegal. Die Frage ist nur, wer den Anfang macht.

    Das Originale Drehbuch kam vom Chef von Dreamworks persönlich. Steven Spielberg. Es war 140 Seiten lange. Michael Bay hat es bekommen, per Post und hat es durchgelesen, auf die Bitte von Steve. Und er hat angefangen um 23 Uhr und war um 3 Uhr in der Frühe fertig und meinte dann einfach, das er es macht.

    Lustig war die Szene mit Michael Clarke Duncan, der in einer Szene bei den Dreharbeiten 8 Stunden am Tisch gefesselt war, bis eine 20 Sekunden Szene fertig war, also ist es wohl nicht einfach Schauspieler unter einem kritischem Regisseur zu sein.

    2004 wurde in der Wüste von Nevada mit den Dreharbeiten begonnen, und genau mit den Szenen die, die Flucht der beiden Agnaten zeigen. In dem Film kann man viel neue Technik sehen, z.B den Eurocopter EC120 genanntem Helikopter, der einer der geräuschärmsten Helikopter aller Zeiten ist. Der gehört im Film zu der Einheit von Laurent, der den Typen spielt der wichtig ist, und das Gerät fliegt 220 Km/h schnell, gerade richtig um in die Arbeit jeden Tag zu fliege. Und die Stadt hat man für den Dreh auch dann gefunden, Detroit in Michigan sollte L.A. darstellen in der Zukunft.

    Eine gute Szene war die im Bahnhof, der ist nämlich seit 1988 geschlossen, weil er ein Historisches Gebäude von 1913 ist und von den legendären Architekten Warren & Wetmore im Jugendstil errichtet ist.
    Das Auto da im Film ist eine Cadillac Kopie des 2002 gebauten Prototypes, davon gibt es genau 1 Stk. Weltweit, es ist unverkäuflich aber es wird geschätzt das es 10 Millionen US $ wert ist, und 17 Tage lange habe die das Auto nachgebaut, das ich unbedingt haben möchte, aber meine Freundin hat mir keine Zusage gegeben, die blöde Kuh die gierige.

    etwas abgekupfert - Teil 4
    Jahrhundert¿ und ¿Thx 1138¿. Aber wie gesagt das ist jetzt auch schon egal, gut und intelligent geklaut ist auch gut, was bei dem Film nicht immer so ist, aber er ist unterhaltsam, und ich schätze das kann man bei solchen Filmen als einzige Option erwarten.

    Schade habe ich gefunden das der Film einen Beitrag zum Klonen geleistet hat aber nicht so unterhaltsam und Trash Movie mässig wie ¿The 6th Day¿ war. Erwähnen muß ich noch die gute Rolle von Sean Bean, der sie sehr glaubhaft rüberbringt, er hat ja auch als Bösewicht schon einige Erfahrung, und auch Djimon Honsou als französischer Söldner Laurent spielt eine sehr wichtige und gute Rolle. Die Technik ist fantastisch, von Filmmusik habe ich nichts mehr im Kopf und der ganze Film ist richtig ein Popcornfilm für Liebhaber.

    88 von 100

    grauslich gut - Teil 3
    Ich finde das es jeden Sommer viele Blockbuster geben sollte, und dieser ist wieder einer der in aller Zeitung steht, wahrscheinlich weil es Sommer ist, wahrscheinlich weil futuristische Filme eine Renaissance erleben, und das ist auch gut so, denn diese Geschichte die im Jahr 2019 angesiedelt ist, kam mir oft so vor, anhand der Autos und der Kleidung der Leute außerhalb des Hotels, das es im Jahr 1999 spielte. Und am meisten hat mir gefehlt in dem Film das die Rede von Area 51 war.

    Eines fiel mir am Anfang recht negativ auf. Wieso wenn Lincoln in so einer Super Welt war, wieso kann er dann seinen linken weißen Puma Schuh in seiner Lade nicht haben? Dann hat mich auch gewundert das es im Jahr 2019 auch noch die X ¿ Box gibt. Und dann der Kampf der sah mir nicht so ganz futuristisch aus, da hat man meiner Meinung nach versäumt, die Akteure mit Ihren Virtual Reality Brillen zu zeigen, aber wahrscheinlich gibt es die nicht mehr, nachdem die Firmen alle auf der Basis von Holographien arbeiten.

    Blöd fand ich ein bißchen das Steve Buscemi in dem Film, so ein abgehalfterter Rockstar oder Motorradrocker oder Obdachloser oder sonst so ein Prolet, so eine super saugeile Sau hat, als Frau, die noch dazu auf ihn hört, und er ist nicht glücklich mit ihr, nicht besonders, und so eine Frau was der hat sucht sich jeder. Dann habe ich blöd gefunden das die Sponsoren oder deren Vertreter da aufgetaucht sind wie in einem Mafiafilm. Und ich fand auch witzig oder eher dämlich das man einige Male ein Product Placement von einigen Firmen wie MSN sah.

    Was mich auch noch gestört hat, ist das man versucht hat den Film mit Tiefgang zu produzieren was aber bei dem Popcornfilm deutlich in die Hose gegangen ist, was wahrscheinlich daran liegt das nicht Steven Spielberg, oder Stanley Kubrick als Geist bei dem Film Regie führte, sondern ein Werbefilmfuzzi. Und ich finde das hätte er viel besser machen können.

    Es war zwar angenehm zu sehen das der neueste Prototyp von, ich glaube, Mercedes als Auto durch L.A. gefahren ist, als einziges übrigens, aber dann hat mich wieder beunruhigt das Gespräche über Organhandel in das Thema kamen, und das auch etwas zu sehen war wie die Gaskammern aus der Nazizeit die viel zu langsam gewirkt haben, genauso wie der Scherz, das was nicht schmerzhaft sein sollte, was es aber ist. Das hat Merrick ihm versprochen, dem Lincoln, aber das sieht man sich besser im Film aus.

    Dann hat mich gewundert, wieso suchen die so einen Flüchtling, und man sieht nie das die ihn über das implantierte Implantat im Hirn suchen, oder über den Strichcode am Armband das sicher Funkwellen ausstrahlt, sondern sie suchen ihn über Funkwellen im Hirn über das Implantat, ohne das man sieht wie sie das bedienen und wie das am Computer aussieht, aber wahrscheinlich ist da zu wenig Werbung da gewesen, für ein Computerprogramm. Man hätte ja Microsoft nehmen können, das neue Windows, das Leute per Implantat sucht, aber die haben wahrscheinlich zu wenig Geld gehabt.

    Dann gab es in dem Film eine fantastische Szene auf einem Highway, wie da die Autos herumgeflogen sind, herrlich auch der Hummer Wagen, den sie dafür extra haben demolieren lassen, was das Budget des Filmes um 50.000 Euro in die Höhe schießen hat lassen, und noch die ganzen Bentley Wagen, einfach herrlich, aber mich deucht die Szene sieht aus wie aus dem Film ¿Bad Boys 2¿ und sie hat Anleihen genommen bei ¿Matrix Reloaded¿.

    Das was mir am besten glaube ich gefallen hat ist, das dauernd Action war, dauernd sind die gelaufen wie die Paarungsversion von der Fortsetzung von ¿Lola rennt¿. Dann noch dazu die herrlich hübsche Scarlett. Sie ist am 22.11.1984 in New York geboren und hier in Ihrem 21. Film schon so berühmt heut zu Tage wie ein Star früher nach 40 Filmen. Sie ist übrigens vergeben. Ach ja und er hatte auch Ähnlichkeiten mit ¿Flucht ins 23. Jahrhundert¿ und ¿Thx 1138¿. Aber wie gesagt das ist jetzt auch schon egal, gut und intelligent geklaut ist auch gut, was bei dem Fil

    interessant - Teil 2
    die blöde Kuh die gierige.

    So jetzt zur Jacht. Sie haben lange danach gesucht. Sie haben sie entdeckt, privat natürlich, sie heißt Wally Power 118, fährt 120 Km/h schnell, was recht rasant ist sie gehört einem Itaker namens Luca, der ist irre freundlich, und bis die Versicherung mitspielte dauerte es auch Wochen. Angetrieben wird dieses Futuristische Schwimmdings von 3 Harrier-Maschinen, die aus den Düsenjägern.

    Dann war da das noch mit der Black Wasp dem fliegendem Motorrad, das einfach auf einer Aufhängung war, der Rest war am Computer gemacht worden, und sie flog sehr schnell, im Film 200 Km/h schnell, und in echt nicht so schnell, die gibt¿s nämlich in echt nicht, das hat mir der Billiardeur am Ende des Filmes gesagt, jedenfalls die Szenen wurden mit 15 Kameras gedreht.

    Schwierig war das man die Stretchuniformen für die Leute alle gebaut hat, und sie mussten alle gut aussehen das war irre schwer, wie die Location vom Hotel das alles nachzubauen. Die Centerville-Sets wurden in den Downey Studios errichtet, einem 32 Hektar großen ehemaligen Nasa-/Boeing-Fabrikgelände, dem größten Filmstudio im Großraum Los Angeles. Es dauerte fünf Monate, bis die Sets vollendet waren. Sie füllten die beiden riesigen Hallen des Studios. Der größte Set, das Zentrale Atrium, stand in dem gewaltigen Gebäude eins mit 57.700 Quadratmeter Grundfläche.

    Von den 122 Millionen US $ Budget hat der Film in den Usa bis dato 35 Millionen US $ eingespielt.


    Eigene Meinung zu dem Film:

    Und die ist wirklich gut. Nicht nur weil der Film 127 Minuten gedauert hat, weil er viel Action geboten hat, sondern weil er viele Ähnlichkeiten mit Themen aus anderen Filmen gehabt hat, und trotzdem sehr gut war, auf seine Weise. Er war von Michael Bay, dem gefürchtetem Kritikregisseur von ¿Armageddon¿ einem der besten SF Filme aller Zeiten, und von ¿Con Air¿. Der Film hier hatte viele Ähnlichkeiten mit anderen Filmen wie schon bemerkt.

    Anfangs fiel mir auf das in dem Hotel genanntem Komplex, ein einziger Mensch, viele Fragen hat die man besser nicht zu stellen hat. Das hat mich an ¿Antz¿ ¿ den Zeichentrickfilm über die Ameise ¿ erinnert. Dann fiel mir auf das dieser ganze Verschwörungsmantel des Schweigens und die Staatliche Vertuschung des versteckten Grauens an ¿Brazil¿ erinnert. Dann habe ich irre viele Locations gesehen, eine Verbindung zwischen neu und alt, das kam mir bekannt vor aus ¿12 Monkeys¿ ¿ einem meiner Meinung nach nicht besonderem Film. Dann sah ich die ganze Futuristische Einrichtung und die Flucht von Ewan McGregor, das erinnerte mich an ¿Minority Report¿ wie auch die kleinen Bionanoroboter.

    Dann die Welt da draußen, eine Stadt die aussah wie die von ¿Das fünfte Element¿. Dann das ganze Chaos wie in ¿I, Robot¿ und zwar das unschuldige Chaos. Ja das war so ungefähr alles. Anfangs saß ich bei dem Film und ich dachte mir, was für ein Blödsinn, wieso ist der Film so langweilig, wieso ist er so modern und zukunftsorientiert, aber nach ungefähr 30 Minuten der Vorgeschichte wurde es endlich spannend, dann wieder nicht, dann wieder schon, und alles die Flucht anfing, war ca. 60 Minuten des Filmes vorüber, und dann ging¿s erst richtig los. Gegen Ende wurde es mir dann ein bißchen zu viel des guten. Nicht nur weil Scarlett, die Super knackige geile Braut mit Ihren Stöckelschuhen mehr erlebt als Spiderman, sondern einfach weil dann die 4. Geschichte angefangen hat.

    Von den ganzen in letzter Zeit endzeitlichen Filmen gefiel mir noch am besten ¿Krieg der Welten¿. Was mir auffiel ist das der Regisseur Bay anfangs in dem Film eine ganze Menge an versteckten Hinweisen auf die alltägliche Gedankenkontrolle unterbrachte, die man als EU Bürger so fantastisch negativ abartig spürt, und auch in Amerika zu wissen scheint, was sich ja in der letzten Zeit, nicht nur beim Irak Krieg, manifestierte. Aber ich schätze das haben nicht alle mitbekommen.

    Ich finde das es jeden Sommer viele Blockbuster geben sollte, und dieser ist wieder einer der in a

  • Genie und Wahnsinn
    Die Arbeitsweise des Michael Bay: Man nehme ein durchschnittliches Hollywood-Maßgeschneidertes Drehbuch, ueberfliege es kurz und uebernehme nur die Rahmenhandlung - eventuelle intellektuelle Tendenzenen sind zu ignorieren. Anschliessend kreiert man eine atemberaubende (computergenrierte) Kulisse um die deshalb entstandenen Luecken in der Handlung zu ueberdecken. Zuletzt schnorre man sich ca. 100 bis 150 Mio. USD von einem wohlhabenden Produzenten (vorzugsweise natuerlich Jerry Bruckheimer) und locke damit namhafte Stars, die aus Ihren Rollen machen koennen was sie wollen.

    Oben beschriebene Merkmale gibt es auch in "Die Insel" oft genug zu sehen und doch gibt es einige gravierende Unterschiede. Der wichtigste ist, dass das Drehbuch in diesem Fall einiges an Qualitaet hergibt. Zwar wird man immer wieder an diverseste Sci-Fi Werke wie Matrix oder Brave New World erinnert, doch enthaelt die Geschichte genug Eigenstaendigkeit um zu begeistern - sie fuegt sozusagen noch eine Nuance zu den bereits bekannten Zukunftsszenarien hinzu. Doch bei der filmischen Umsetzung gab es ein Problem und das hieß - erraten - Michael Bay. Dieser hatte offensichtlich waehrend der Entstehung dieses Projekts eine leicht narzisstische Phase und konnte es augenscheinlich ueberhaupt nicht verkraften, dass hier eigentlich keine ueberdimensionierten Effekte notwendig gewesen waeren. Da es ihm auch nicht moeglich war den menschlichen Aspekt und die Actionelemente zu verbinden ist aus "Die Insel" ein recht durchwachsenes Action-Epos geworden, dass es zu keiner Weise schafft auf homogene Weise den effekthaschenden Part mit der eigentlichen Story zu verbinden. Mit einem Wort zuviel Action um sich auf die Handlung zu konzentrieren und zuviel Handlung um sich einfach nur berieseln zu lassen. Auch die anderen Aspekte des Films schwanken zwischen Genie und Wahnsinn.

    Da haetten wir auf der einen Seite die schlichtweg atemberaubende Kamerafuerung, die man zweifelsohne als das groesste Plus dieses Machwerks nennen kann. Von der etwas steril wirkenden, aber gerade deshalb passenden, blaulastigen Grundeinstellung bis hin zu sehr effektiven Handkamerafahrten waehrend der Actionszenen gibt es hier absolut nur Lob auszusprechen. Zu den Actionszenen sei noch gesagt, dass "Die Insel" mit einer der aufregendsten und spektakulaersten Verfolgungsjagden der letzten Jahre aufwarten kann, welche allein die meisten Actionfreaks zufrieden stellen duerfte. Hier ist auch Michael Bay (endlich) in seinem Element und kann zeigen was er wirklich kann.

    Auf der anderen Seite stehen die schauspielerischen Leistungen, die wie der gesamte Film zwischen Genie und Wahnsinn pendeln. Die beiden Hauptdarsteller sind schwer zu bewerten. Ihr schon aufdringliches "underplaying" ist zwar aufgrund der kindlichen Charaktere nachvollziehbar gibt dem Zuseher aber nicht die Moeglichkeit sich mit den Figuren zu identifizieren. Besonders seltsam ist, dass Ewan McGregor in seiner zweiten Rolle in diesem Film mehr Talent zeigt und diesen Charakter innerhalb von wenigen Minuten viel Tiefe gibt. Scarlett Johansson bekommt keine "zweite Chance" kann sich jedoch aus optischen Gruenden (*huestel*) noch ueber die Ziellinie schmuggeln. Von den Nebendarstellern koennen sich Djimon Hounou, der durch eine wahrhaft tonnenschwere Praesenz begeistert, und natuerlich der immer wieder begeisternde Steve Buscemi positiv in Szene setzen. Michael Clarke Duncan wird leider nur als Statist verschwendet, und Sean Bean fuegt sich ueberraschenderweise nahtlos in die endlose Liste von Fehlbesetzungen in Michael Bay Filmen ein.

    Wenn man "Die Insel" mit einem Wort charakterisieren muessten, wuerde mir sofort "ueberladen" einfallen. Regisseur und Kameramann auf der einen und der Autor auf der anderen Seite haben aneinander vorbei gearbeitet was den Film zu einem aehnlich unausgegorenen Produkt, wie manche seiner Charaktere macht. Wegen der oben genannten Pluspunkte gibts aber dennoch 6 von 10 Sternen.

    Re:Genie und Wahnsinn
    soviel weisheit wie die vom reinhard hat dieser nervige actionstreifen nicht verdient

  • leichte kost
    Der Film ist in Ordnung, wenn man sich mal vom Alltag ablenken möchte. Gute Animationen, futuristische Gefährte, schnelle Verfolgungsjagten, schöne Menschen, ...
    Tiefgründiges oder ideenreiches darf man sich freilich nicht erwarten. Hier wurde fleissig von früheren Filmen abgekupfert.

    Re:leichte kost
    kann das leicht sein dass mich de story an brave new world von aldous husley erinnert oder täusch i mi wirklich so?

  • Sehenswert
    Mir hat der Film sehr gut gefallen. Sicherlich die Actionszenen sind teils masslos übertrieben und unrealistisch aber immer gut in Szene gesetzt. Die Hauptdarsteller spielen gut und überzeugend, und lassen auch immer wieder ein wenig Humor einfliessen(bin gerade in L.A und die Vision mit den vielen Öffis ist super), was dem Film gut tut. Auch Sean Bean als Doktor hat mir sehr gut gefallen.

    Der Film stellt die Zukunft überzeugend dar, hält einen immer bei Laune und macht einfach Spaß, auch wenn ein paar Fragen vielleicht offen bleiben! Auf alle sehenswert!

    Mauti

    Re:Sehenswert
    jo hauptsache dir hat er gefallen. das problem meiner ansicht nach ist nicht, dass da was unrealistisch ist, sondern das sobald man auch nur ein fünkchen seines gehirns einsetzt sich der film als der letzte gack entpuppt.

  • Fleckerlteppich
    Wie bereits vorheriger Poster schon bemerkt hat, ist der Film ein bunter Fleckerlteppich mit Zitaten aus alten und neuen Sci Fi Filmen.

    Neben Matrix (Verfolgungsjagd am Highway; Durchbrechen der dunkel getönten Glasfront eines Hochhauses) vor allem Logan's Run
    und Coma (wenns noch wer kennt:70er Jahre Michael Chrichton Verfilmung in der Komapatienten als menschliche Ersatzteillager mißbraucht werden).
    Hab mir von Michael Bay nix erwartet (nach Pearl Harbor erschreckt mich nichts mehr...) und bin sehr positiv überrascht worden.

  • Durchaus sehenswert
    Der Film hat mich positiv überrascht.
    Die Schauspieler sind gut, die Darstellung der Zukunftswelt
    wirkt realistischer als bei vielen anderen Sci-Fi Filmen,
    das Thema hat einen ernsten Hintergrund,
    und gegenueber Armageddon hat der Regisseur sich
    massivst verbessert.
    Der Film wird nie wirklich langweilig und die Spannung haelt
    bis zum Ende an.

    Abzuege gibt es jedoch fuer die unnoetig vielen und
    ueberzeichneten Action-Szenen (vor allem gegen Schluss)
    sowie die doch sehr auffaellige Werbung im Film (besonders aufgefallen
    waeren mir da Puma-Werbung und vor allem Microsoft-Werbung *yuck*).
    Auch haette der Film die Thematik noch etwas vertiefen koennen.

    Insgesamt aber ein gut gelungener Film.

    Mein Fazit: 8 von 10 Punkten


  • Der Film erinnert an den mittlerweile mehr als 20 Jahre alten Film "Flucht ins 23. Jahrhundert / Logan's run" und an eine Episode aus der Science fiction Serie "Sliders". Zum einen ist das Leben scheinbar nur noch unter kontrollierten Bedingungen möglich und Ziel der Bewohner ist es, damals "erneuert" zu werden, nun "ausgelost" (für die Insel) zu werden. Da wie dort freut man sich, soweit gekommen zu sein, aber die Wirklichkeit ist fatal. Heute, so wie damals, gibt es ein Pärchen, dass hinter die Fassade schaut und, nachdem es die Wirklichkeit kennt, zu Rettern wird. An "Sliders" erinnert das Klonen aus niederen Beweggründen und die Botschaft, das Klone mehr als nur "Produkte" sind. Die Umsetzung ist im Film gut gelungen. Die Ausstattung erinnert sehr an die Werbung für einen bekannten italienischen Likör, was der Sache aber nicht schadet. Die Darsteller agieren überzeugend. Leider gibt es ein paar Dinge, die im Film zwar angesprochen aber nicht geklärt werden (wo kommen manche Erinnerungen her?).