Diese Nacht

 F/D/Portugal 2008

Nuit de chien

Drama, Literaturverfilmung 16.10.2009 118 min.
5.70
Diese Nacht

Regie-Legende Werner Schroeter verfilmt den Roman Juan Carlos Onettis in opulenten Bildern, düster und schönheitstrunken.

Santa María, eine Stadt zwischen Leben und Tod. Ossorio, der Held einer gescheiterten Widerstandsbewegung kehrt auf der Suche nach seinen einstigen Freunden und seiner Geliebten zurück in die belagerte Stadt. Aber nicht nur die Lage hat sich verändert, auch seine Freunde: Während eine hemmungslose Miliz die Stadt terrorisiert, versucht jeder nur noch seine eigene Haut zu retten. Es bleibt nur diese Nacht zur Flucht...

Details

Pascal Greggory, Bruno Todeschini, Jean-Francois Stévenin, Marc Barbé, Amira Casar, Sami Frey u.a.
Werner Schroeter
Eberhard Kloke
Thomas Plenert
Werner Schroeter nach Juan Carlos Onetti
Poool-Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Nacht des Hundes
    Das ist kein Film, das ist ein Albtraum. Durch die lockere Szenenfolge wird jeglicher Ortsbezogenheit buchstäblich der Boden unter den Füssen weggezogen und da es eine Reise durch die Nacht ist, verschwindet das Zeitgefühl. Schemenhaft kristallisiert sich eine Hafenstadt aus dem Nebel heraus, in der ein Mann (Pascal Greggory) nach einer Frau sucht, die alle kennen, aber keiner kann ihm etwas Genaues über ihren Aufenthaltsort sagen. Bevor er sie findet, ist sein Leben vorbei. Qualvolle Szenen gehen in ihrer Brutalität an die Grenze des Erträglichen. Ein kurzes, lustbetontes Intermezzo erstickt in unerwarteten Bluttaten. Machtkämpfe zwischen nicht genau definierten Gruppen verbreiten Angst und Schrecken, ein erleuchteter Glaspalast und die Musik, die die Nazis zur Nachrichtenankündigung verwendeten, weisen in eine faschistoide Richtung. Personen tauchen auf und verschwinden wieder, lassen ihr Leben. Kafkaesk ist dagegen ein Kindergeburtstag. Im Vorspann und am Ende wird auf die ‘Angst‘ hingewiesen. Die hält den tapferen Zuschauer in ihren Klauen, weil er die Ohnmacht und das mächtige Chaos spürt, dem er hilflos ausgeliefert ist. Ein beängstigendes Konstrukt. Kraftvoll, genial, das einem den Schlaf rauben kann.