Django

 I 1966
Kultfilme, Western 83 min.
7.30
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Nach Beendigung des amerikanischen Sezessionskriegs bekämpfen sich im abgelegenen Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko zwei marodierende Banditenbanden. Italowestern mit Franco Nero.

Nach Beendigung des amerikanischen Sezessionskriegs bekämpfen sich im abgelegenen Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko zwei marodierende Banditenbanden. Unter dem Kommando des verbrecherischen Major Jackson ()vertreiben die so genannten "roten Kapuzenmänner" alle mexikanischen Siedler, die sie als "minderwertig" verachten. Die mexikanischen Rebellen unter General Hugo Rodríguez leisten erbitterten Widerstand, sind jedoch schlechter ausgerüstet als Jacksons Männer. Beide Parteien kassieren von dem Saloonwirt Nataniele Schutzgebühren und bedienen sich der Damen in seinem Etablissement. Eines Tages taucht ein Ex-Soldat auf, der für die Nordstaaten gekämpft hat. Er nennt sich Django (Franco Nero) und kommt zu Fuß in Begleitung einer Frau namens Maria (Loredana Nusciak), die er aus den Fängen der Banditen befreit hat. Django schleppt einen Sarg hinter sich her, in dem sich aber keine Leiche, sondern ein Maschinengewehr befindet, mit dem er Major Jackson und seine Leute völlig überrumpelt. Jackson selbst lässt er jedoch am Leben, denn mit ihm hat Django andere Pläne. Zum Schein schlägt Django sich auf die Seite von General Hugo, dem er verspricht, Waffen für seine Revolution zu besorgen. Das hierfür notwendige Gold jagen sie Major Jackson durch einen geschickt ausgetüftelten Überraschungsangriff ab. Als sich jedoch herausstellt, dass Django das Gold für sich alleine haben will, hat Django gleich zwei erbitterte Feinde, die nur darauf warten, sich an ihm zu rächen...

Details

Franco Nero, José Bódalo, Loredana Nusciak, Ángel Álvarez, u.a.
Sergio Corbucci
Luis Bacalov
Enzo Barboni
Sergio Corbucci, Bruno Corbucci

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Fremde mit dem Sarg
    Die Mutter aller Django-Filme. Sergio Corbucci hat 1966 Maßstäbe gesetzt. Der Jazz-Gitarrist Django Reinhard ist Namensgeber.
    Massenweise Tote auf der Schlammstraße, die Bösen sind deutlich auszumachen: die einen tragen rote Kapuzen und werden von Major Jackson (Edoardo Fajardo) angeführt; die anderen sind mexikanische Freiheitskämpfer unter General Rodriguez (José Bódalo). Django steht zwischen beiden Fronten. Er (Franco Nero) ist ein Frauenbeschützer. Hier befreit er erst einmal Maria (Loredana Nusciak) und dann öffnet er seinen Sarg. Überraschung: da ist kein Toter drin…(‘Wenn ich meinen Sarg öffne, stimmt die Kasse‘.)
    Die Musik spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle. Beim Einritt der Bösewichter hört man fanfarenähnliche Klänge. Und dass Gold geraubt wird, um Waffen zu kaufen, ist inzwischen Standard. Ebenso wie die Schlägerei im Saloon.
    Der amerikanisch-mexikanische Krieg spielt eine Nebenrolle und dient nur der blutigen Grausamkeit der Sieger.
    Gelegentlich blitzt sogar Humor auf, wenn z.B. der Major sagt ‘Wir brauchen hier keine Särge. Die Geier sollen auch was zu fressen haben‘, antwortet Django fragend ‘Tierfreunde?!‘ Auch das Damencatchen der Huren im Schlamm ist nicht schlecht.
    Die Spannung steigt, weil bis zum finalen Showdown die Unmöglichkeit seiner Rache dadurch herbeigeprügelt wird, dass Djangos Hände zertrümmert wurden und er am Grab seiner Frau auf den Major wartet…Das Ende ist klar.
    Sollte man gesehen haben. Die Nachfolger konnten dann nur noch durch Übertreibungen punkten.